Es wäre nicht Wolfgang Flatz, könnte man sein Museum betreten wie jedes andere auch. In das ehemalige Naturkundemuseum Vorarlbergs gelangt man erst, nachdem die Arbeit „Büchersteig" erklettert wurde und schwere Boxsäcke aus dem Weg geräumt sind.
Dann, an der
Flatz-Bar angelangt, leuchtet in blauer Neonschrift „Mut tut gut“ auf. Seine mutigen Performances brachten den
Aktionskünstler, Bühnenbildner und Komponisten selbst schon kurzfristig ins Gefängnis und in die Psychiatrie. Der gebürtige Dornbirner und gelernte Goldschmied und Metalldesigner erlangt die öffentliche Aufmerksamkeit durch seine teilweise extremen und den eigenen Körper einbeziehenden Aktionen.
Im Museum zu sehen sind unter anderem Skulpturen aus der Serie „Physical Sculptures“ sowie Werke aus dem Bilderzyklus „Zeige mir einen Helden und ich zeige dir eine Tragödie“, aber auch Rauminstallationen, Körperarbeiten, Maschinen und ein Musikprojekt. Neben der
Dauerausstellung finden regelmässig
Performances, Lesungen, themenbestimmte Vortragsreihen und Diskussionen statt. Jährlich werden auch zwei wechselnde Ausstellungen von internationalen Gastkuratoren gezeigt, darüber hinaus bietet Flatz mit seinem Museum Raum für Wanderausstellungen anderer Ausstellungshäuser.
www.flatzmuseum.at