Das Kunsthaus Bregenz realisiert mit dem britischen Künstler Antony Gormley ein einzigartiges Projekt in den Bergen Vorarlbergs: Horizon Field ist die bislang grösste Landschaftsinstallation in Österreich.
Foto: Kunsthaus Bregenz/Markus Tretter
Horizon Field besteht aus
100 lebensgrossen Abgüssen eines männlichen Körpers aus massivem Gusseisen, verteilt über ein Gebiet von 150 Quadratkilometern, das die Gemeinden Mellau, Schoppernau, Schröcken, Warth, Mittelberg, Lech, Klösterle sowie Dalaas umfasst. Das Werk bildet eine
horizontale Linie auf 2.039 Metern Seehöhe. Für den Künstler geht es bei Horizon Field um die Frage: Welche Rolle spielt das Projekt Menschheit in der Evolution des Lebens auf diesem Planeten?
Skifahrer und Wanderer werden zu einem Teil dieses Feldes. Die Installation würdigt so die tiefe Verbundenheit zwischen dem sozialen und geologischen Raum, zwischen Landschaft und Erinnerung. Der Abstand zwischen den einzelnen Figuren variiert je nach Topografie zwischen 60 Metern und mehreren Kilometern. Die
Skulpturen schauen in alle Richtungen, sind einander aber niemals zugewandt. Das Werk ist im Verlauf der zwei Jahre, auf die es angelegt ist, den Naturgewalten, unterschiedlichen Lichtverhältnissen und dem Wechsel der Jahreszeiten unterworfen und ermöglicht somit immer wieder neue Wahrnehmungen und Eindrücke.
www.vorarlberg.travel/horizonfield