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Das Alpenvorland

Das Land am Rande bzw. "vor" den Alpen gilt seit jeher als Bauernland, in dem Getreide-, Vieh- und Obstwirtschaft betrieben wird.

Mostviertel / Alpenvorland
In Österreich haben die Alpen zwei "Vorländer": Das bedeutendere nördliche Flach- und Hügelland erstreckt sich zwischen Alpennordrand und Böhmischer Masse bzw. Donau und reicht vom Salzburger Flachgau über das oberösterreichische Inn-, Traun- und Hausruckviertel sowie das niederösterreichische Mostviertel bis ins Tullnerfeld. Das südöstliche Alpenvorland umfasst Teile der Hügelländer des südlichen Burgenlandes und des oststeirischen Hügellandes.

In geologischen Zeitaltern wurden in den Alpenvorländern bis zu 5.000 Meter mächtige Sedimentschichten aus Ton, Sand und Geröll abgelagert, ausgedehnte Schotterplatten wie etwa die Traun-Enns-Platte entstanden. Seine Gestalt verdankt das Alpenvorland den Eiszeiten. Heute ist das Alpenvorland ein fruchtbares Feld- und Wiesenland, das insbesondere im Norden den "Körndl-" und Mostbauern Unterhalt bietet. Dementsprechend prägen bäuerliche Lebens- und Siedlungsformen weithin die Landschaft.

Das nördliche Alpenvorland
Im oberösterreichischen Traunviertel, dem Einzugsgebiet des gleichnamigen Flusses, dominieren die wuchtigen Vierkanthöfe. Dabei umschliessen vier Gebäudeteile eines Bauernhofes einen gemeinsamen Innenhof, wogegen beim Vierseithof nicht überall Gebäude, sondern auch Mauern oder Zäune den Innenhof umfassen. Diese Hofform findet man vor allem im Innviertel (OÖ). Das Mostviertel, eine weitere bedeutende Region des nördlichen Alpenvorlandes, verdankt seinen Namen dem hier häufig hergestellten Apfel- und Birnenmost – Produkte der vielen Streuobstwiesen rund um die Gehöfte.

Das östliche Alpenvorland
Am Ostrand der Alpen, ab dem Leithagebirge, umfasst das Alpenvorland die Hügelländer des südlichen Burgenlandes und der unteren Steiermark sowie das Oststeirische Hügelland. Das für österreichische Verhältnisse sehr milde Klima eignet sich hervorragend für den Anbau von Wein. Eine weitere Spezialität dieser Region ist das Kernöl. In der Oststeiermark befindet sich ausserdem das wichtigste österreichische Apfelanbaugebiet. Die Äpfel werden als Tafelobst verwendet oder zu Fruchtsaft und Most verarbeitet.

Das Thermenland in der östlichen Steiermark und im angrenzenden südlichen Burgenland ist dank der zahlreichen Heilquellen und der klimatisch günstigen Lage eine beliebte Urlaubsregion - nicht nur für Österreicher, sondern auch für Gäste aus den Nachbarländern. So sprudelt im lieblichen, eher sanft geformten Hügelland nicht nur heisses Wasser, auf den fruchtbaren Böden gedeihen ebenso beste Sorten Obst und Reben. Das Gebiet reicht von den Bergen des Jogllandes im Norden über das Oststeirische Hügelland bis in den Süden zu den Hügelketten an den Landes- und Staatsgrenzen zwischen Österreich, Ungarn und Slowenien.
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