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Nature Watch

In Österreichs naturbelassenen Bergen und Tälern leben wilde Tiere, wachsen seltene Pflanzen und haben sich ursprüngliche Landschaften erhalten. Diese Flecken, in denen sich die Natur frei entfaltet, haben sich mittlerweile zur touristischen Attraktion entwickelt. Auf Nature-Watch-Touren begeben sich Gäste auf Entdeckungsreise zu unberührter Fauna und Flora.

 © NationalparkRegion Hohe Tauern Kärnten

Beim "Hirschlos'n" im Nationalpark Gesäuse kann man die Hirsche röhren hören und, wenn man Glück hat, auch kämpfen sehen. Und auf der "Gamswild-Pirsch" staunt man über das Klettervermögen dieser charakteristischen Hochgebirgs-Tiere. Gämsen bekommt man auf Wanderungen eher zu Gesicht als Rotwild, allerdings haben sie ein feines Gespür dafür, wenn Wanderer die Wege und Steige verlassen. Dann flüchten sie sofort. Die professionellen Naturführer aber kennen die Schleichpfade und wissen, wie man den Tieren nahe kommt. Wenn dann - pscht! - niemand hustet oder laut knacksend auf einen Ast tritt, bekommt man ein ganzes Rudel mit ihren Jungen beim genussvollen Äsen zu sehen.

Eine völlig neue Perspektive, die Natur zu erleben, bieten die nächtlichen Wanderungen durch den steirischen Nationalpark Gesäuse. Millionen Glühwürmchen tanzen durch die Nacht, die Bäume werfen im Licht des Monds geheimnisvolle Schatten und Tiere befinden sich auf Beutezug. Wissenswertes über das gar nicht stille Leben des Walds zur Schlafenszeit erfahren die Besucher von den Nationalpark-Rangern, die die Touren begleiten.

In Tirol haben sich 24 Hotels auf das Nature-Watch-Erlebnis spezialisiert. Unter dem Motto „Entdecke das Unsichtbare“ offerieren sie ihren Gästen geführte Wanderungen zwecks Naturbeobachtung in ihrer Region. Mit den Guides des Hotel Klosterbräu***** in Seefeld geht es zum Beispiel in den Naturpark Karwendel, wo Gams, Steinbock und Steinadler zu Hause sind.

In die Unterwelt des Nationalparks Kalkalpen im Südosten Oberösterreichs tauchen die Teilnehmer auf ihrer Expedition in die „Kreidelucke“ bei Hinterstoder ein. In Begleitung eines ausgebildeten Höhlenführers marschieren die Gäste – ausgestattet mit Helmen und Stirnlampen – durch das Millionen Jahre alte Reich der Dunkelheit, vorbei an Tümpeln, Wasserläufen und Karstformationen.

Unter dem Namen „moore Krumbach“ hat der Ort im Bregenzerwald kürzlich seine Moore für Naturinteressierte zugänglich gemacht. Geschaffen wurde ein von Architekten gestalteter Naturraum. Der Rundgang führt zum „Moorraum“, einem begehbaren Holzkubus, und zu 14 „Moorsitzen“. Hier erfahren Besucher mehr über die Geschichte der Moore, über die Geologie und über Moorpflanzen. Führungen bieten dreizehn eigens ausgebildete Moorführer an. Auch die vier Krumbacher Gastronomen offerieren als „Moorwirte“ ihren Gästen Touren, Kochkurse oder „Moor-Vital-Wochen“.

In der Zeit von August bis September ziehen Schwärme von Greifvögeln – allen voran der Wespenbussard, aber auch Rohrweihe, Roter Milan oder Mäusebussard – über den Kärntner Dobratsch Richtung Süden in wärmere Gefilde. Der beste Platz zur Beobachtung dieses Naturschauspiels: die Aussichtsplattform der Villacher Alpenstrasse beim Parkplatz 6.

Eine  Entdeckungsreise durch einen kaum zugänglichen Lebensraum verspricht die  Bootspartie durch den Schilfgürtel des Neusiedler Sees. Bei Donnerskirchen, wo sich der Schilfgürtel am breitesten ausdehnt, startet die etwa dreistündige Fahrt durch den Kanal, bei der die Fisch- und Vogelfauna sowie die Schilfnutzung im Mittelpunkt stehen.

Auf zur Wildtier-Safari heisst es im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Auf leisen Sohlen und unter der behutsamen Führung von Nationalpark-Rangern geht es auf die Pirsch: Mächtige Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Auer- und Birkhähne, Murmeltiere und die Herrscher der Lüfte – Bartgeier und Steinadler – nehmen die Teilnehmer dabei ins Visier ihrer Ferngläser. Zwischen Abend- und Morgenpirsch übernachten die Gäste auf einer Jagdhütte im Nationalpark.

In den Donauauen wohnt der Biber. Um den possierlichen, aber scheuen Nager zu erspähen, bieten die Ranger des Nationalparks Donauauen abendliche Touren im Schlauchboot an. Und mit etwas Glück lässt er sich auch beim Holzfällen beobachten.

Die Almwiesen mit ihren Blumen und Kräutern in der Salzburger Region Hochkönig haben sich zahlreiche Schmetterlingsarten als Heimat ausgesucht. Auf dem „Schmetterlings-Erlebnisweg“ im Hinterthal erfahren Wanderer mehr über ihre Lebenswelt. Infotafeln mit Nahaufnahmen der bunten Gaukler geben Auskunft über Aussehen und Leben der einzelnen Arten. Ausserdem lassen sich Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz und Co. auch in Natura bestaunen.

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