
Als Bühne für die vielfältigen Unternehmungen dient die bizarre Felsenszenerie, die der Ötscherbach nach dem "Vorbild“ der Dolomiten formte. Für zusätzlichen Aufputz sorgen Wasserfälle, die der Ötscherbach oder einer seiner Zuläufe speisen.
Eine bequeme Tour mit rund 5 Stunden Gehzeit kann zum Beispiel in Lackenhof bei der Talstation des Ötscher-Sessellifts beginnen, der den Wanderer ohne Muskelanstrengung zum Ötscher-Schutzhaus auf über 1.400 Meter Seehöhe befördert. Weitgehend bergab führen die Wanderwege in die Ötschergräben, wo sich alsbald der Schleierfall zeigt, der den Eingang zur Ötschergräben-Schlucht markiert. Auf einem gut ausgebauten Pfad geht es durch die etwa 5,5 Kilometer lange Klamm. Vorbei am Mirafall, der sich ebenso wie der Schleierfall als Zufluss über die Schluchtenwände in den „Grand Canyon Österreichs“ ergiesst, geht es zum Erlaufstausee.
Was Botanikkenner überraschen wird: In den Ötschergräben gedeihen zwischen 500 und 1.000 Metern Seehöhe Pflanzen, die in den Alpen nur auf über 1.000 Meter Seehöhe anzutreffen sind, wie z. B. Almrausch und Enzian.
Übrigens: Die Ötschergräben wurden 2011 zu Österreichs beliebtester Wandertour gewählt, das touristische Angebot des Mostviertels mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.
www.naturpark-oetscher.at

Auf den Naturlehrpfaden erforschen die Besucher auf spielerische Weise den Lebensraum Au und erfahren aller über die Entstehung der Moore.
Niederösterreich: Naturlehrpfade in Wald, Au und Moor