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Die stille Schönheit des Winters

Was könnte einen vernünftigen Menschen dazu bewegen, freiwillig auf zwei tennisschlägerartigen Untersätzen einen Berg hinauf zu stapfen? Ganz klar: die Aussicht auf ein unvergessliches Naturerlebnis, das sich abseits des Pistentrubels intensiv geniessen lässt.

Schneeschuhwanderung in Österreich
Schneeschuhwanderungen
Einen besonders eindrucksvollen Schneeschuhtrail gibt es im Talschluss von Rauris im Salzburger Land. Ehe der Weg in den Wald führt, lässt man das Panorama der majestätischen Gebirgswelt der Dreitausender auf sich wirken. Der Weg ist hier das Ziel, und dennoch freut man sich nach drei Stunden und 370 überwundenen Höhenmetern umso mehr auf die Einkehr in den urigen Alpengasthof "Ammererhof", wo man sich zuerst mit einer köstlichen Mahlzeit stärkt und danach eine Rodel zur Abfahrt ausleiht. Oder man übernachtet in einem der gemütlichen Zimmer, um den nächsten Tag gleich in der frischen Bergluft zu beginnen.

Iglu bauen
Was für die Menschen aus dem hohen Norden früher überlebensnotwendig war, garantiert den Wintergästen heute einen Hauch von Abenteuer. Beim Iglu-Seminar in Ebensee oder auf der steirischen Bürgeralm wird unter fachkundiger Anleitung nach überlieferter Inuit-Tradition ein Schneehaus errichtet – ein faszinierendes Erlebnis für jede Altersgruppe. Besonders beeindruckend: In einem Iglu hat es selbst bei kältesten Aussentemperaturen stets Plusgrade, und auch Schlafsack und Kleidung bleiben erfreulicherweise trocken, wenn nach vollendeter Arbeit gemeinsam darin gekocht und übernachtet wird.

Hundeschlittenfahrt
Auch eine Hundeschlittenfahrt ist ein unvergessliches Erlebnis – nicht nur für Kinder. Bei einem Workshop erfährt man Wissenswertes über die Haltung und das Wesen eines Huskys, worauf es beim Lenken des Schlittens ankommt und auf welche Kommandos ein Schlittenhund hört. Lauter Dinge, die man bei der Ausfahrt im Anschluss gleich ausprobieren kann, natürlich unter dem wachsamen Auge des "Mushers", wie der Lenker eines solchen Gespanns genannt wird. Noch öfter als die temperamentvollen Huskys werden jedoch nach wie vor Vierbeiner aus unseren Breitengraden eingespannt, um den Gästen ein besonderes Vergnügen zu bieten: Im Pferdeschlitten gleitet man ganz gemächlich durch die stille Winterlandschaft, nachdem man sich fest in die warme Wolldecke und natürlich auch aneinander gekuschelt hat. Ein echter Geheimtipp für Verliebte und solche, die es geblieben sind.
Tierische Winterferien

Schlitteln
Ein wahrer "Evergreen" im winterlichen Weiss ist das Rodeln, und das nicht nur tagsüber: Auf dem Hirschenkogel am Semmering beleuchtet die europaweit stärkste Lichtanlage die nächtliche Rodelbahn. Auf 3 Kilometern Länge wird den Gästen auf ihrer Fahrt die Geschichte vom Zauberer Siebenstein und dem bösen Drachen Feuerzahn erzählt, wobei fantastische Bauwerke, magische Lichteffekte und sphärische Klänge für Dramatik sorgen. Am Wildkogel in Salzburg findet man sogar die "wahrscheinlich längste beleuchtete Rodelbahn der Welt" mit einer Strecke von unglaublichen 14 Kilometern vor, die in ihrer gesamten Länge nachts beleuchtet wird.
Die längsten Schlittelbahnen Österreichs

Wahre Naturfreunde machen es aber lieber so wie anno dazumal. Stecken eine Taschenlampe ein, greifen sich einen Schlitten und spazieren damit langsam und gemütlich über verschneite Wald- und Wiesenwege den Berg hinauf. Gelegenheit dazu gibt es in Österreich praktisch überall. Und die Zahl der Menschen, die in den Ferien die Stille wiederentdecken wollen, wird immer grösser.