Der Pannonische Herbst läutet in der Region Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel eine besondere Schmankerl-Zeit ein. Zwischen September und November erwarten auch in der Gemeinde Apetlon regionale Spezialitäten und alte burgenländische Winzerbräuche die Gäste. Den kulinarischen Höhepunkt bildet das traditionelle Martiniloben, wenn es wieder heißt "Gemma Köllaschaun".
Die Arbeit in den Weingärten ist großteils getan, der Most ist gepresst und die edlen Tropfen reifen heran. Nun öffnen die Apetloner-Weinbauern ihre Kellertüren und laden beim
Martiniloben zur Verkostung des jungen Rebensafts. Was heute ein wahrer Feinschmecker-Tipp ist, geht auf einen
alten Winzerbrauch zurück: Rund um den 11. November, dem Festtag des Heiligen Martin, dem Landespatron des Burgenlands, gingen die Bauern wieder in ihre Weinkeller, um den jungen Weißen in den Holzfässern zu prüfen.
Bei diesen Streifzügen durch die Weinstuben mit reichlich Vergorenem darf auf einen deftigen Gaumenschmaus nicht vergessen werden. Traditionsgemäß findet ein köstliches
Martinigansl nach althergebrachtem Rezept mit Rotkraut und Knödel seinen Platz auf den Tellern, mit Weinbegleitung versteht sich. Die wilden Verwandten der Gans wie Grau-, Saat- und Blaßgänse können beim "
Gänsestrich" an der Langen Lacke zu Tausenden beobachtet werden, wenn sie am Wasser ihr Nachtlager aufschlagen.
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