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Köstliche Früchte aus Österreichs Gärten

Wenn Mutter Natur im Frühling Blütenteppiche in Zartrosa und Weiß übers Land breitet, kündigt sich eine reiche Obsternte an. Wanderungen auf den Spuren von Apfel, Marille und Co sind ein Erlebnis für Auge, Nase und Gaumen.

Wachauer Marillen © Krems Tourismus/Gregor Semrad

Vorarlberg: süße Kirschen aus Fraxern

Feinschmecker pilgern Anfang Juli nach Fraxern bei Götzis: Dann haben die „Kriasi“, wie die Einheimischen ihre süßen Kirschen nennen, Erntezeit. Als begehrteste Sorte gilt die berühmte „große Schwarze“, die auch in ihrer veredelten Form als „Fraxner Kirsch“ den Gaumen überzeugt.

Anfang Mai, wenn die „Kriasi“-Bäume die Region in ein weißes Blütenmeer verwandeln, ist die beste Zeit für Rundwanderungen: Da geht´s beispielsweise über die Alpen „Staffel“ oder „Maiensäß“ bis zur Hohen Kugel, wo sich ein einzigartiger Rundblick über das gesamte Rheintal bis zum Bodensee und darüber hinaus eröffnet. Bei heißen Temperaturen empfiehlt sich eine Waldwanderung Richtung Götzner Moos oder auch bis nach Klaus durch die legendäre Örflaschlucht. Wanderkarten gibt's am Gemeindeamt.
Gemeindeamt Fraxern


Niederösterreich: saftige Marillen aus der Wachau

Rund 100.000 Marillenbäume locken mit ihren saftigen Früchten jährlich unzählige Besucher in die Wachau. Die Ursprungsbezeichnung „Wachauer Marille“ steht für den besonders aromatischen Geschmack des Obsts und ist heute von der Europäischen Union geschützt. Der 4,5 Kilometer lange  Marillenweg in Krems Angern führt durch die alten Marillengärten – teils mit bis zu 17 Meter hohen Bäumen – und malerischen Weinrieden der Familie Aufreiter. Dabei genießen die Wanderer einen herrlichen  Ausblick auf das Stift Göttweig sowie zur Donau. Die von der  Familie Aufreiter aus den Marillen hergestellten Spezialitäten stehen im hofeigenen Laden zum Verkauf.

Im Juli lohnt sich ein Abstecher zum alljährlichen Höhepunkt der Erntezeit, dem Marillenfest in Spitz: Begleitet von Schrammelmusik und Volkstanz lassen sich die Gäste dann saftige Knödeln, Kuchen und Kompott schmecken. Außerdem bestaunen sie kunstvolles Handwerk aus Marillenholz und decken sich mit Kosmetik ein, die auf die Kraft der Marille setzt.
Donauregion Wachau-Nibelungengau-Kremstal
Wachauer Marille 


Tirol: in die Heimat der „Stanzer Zwetschke“

Fein-pfeffrige Würze, zarter Steinton und eleganter Abgang: So beschreiben die Stanzer den Edelbrand, den sie aus den saftigen Zwetschken der Region herstellen. Die Frucht gedeiht in Stanz nahe Landeck in Tirol auf rund 1.000 m Seehöhe in einem der höchsten Obstanbaugebiete Europas. 

Die Heimat der Zwetschken erkunden Besucher bei einer kleinen Wanderung: Von Grins geht es über sonnige Wiesen nach Stanz. Von hier aus wandert man weiter durch einen Föhrenwald zur Ruine Schrofenstein und wieder nach Stanz, wo sich ein Zwischenstopp in einer der Schnapsbrennereien anbietet. Bei einer Führung durch eine Destillerie lassen sich die Meister des Hochprozentigen über die Schulter schauen und erzählen Geschichten rund um die Schnapstradition in der Region. Zurück nach Grins geht's über einen kleinen Steig.
Tourismusverband TirolWest



Steiermark: der „Weinweg der Sinne“ in St. Anna

Der 14 Kilometer lange „Weinweg der Sinne“ in der steirischen Gemeinde St. Anna am Aigen führt durch die idyllische Hügellandschaft, vorbei an knorrigen Weinstöcken und rustikalen Winzerhöfen. Besucher wandern immer den Flaschen nach, die an markanten Kreuzungen die Richtung weisen und erforschen an zahlreiche Stationen das Mysterium der Traube mit allen Sinnen: Beim „Barriquetunnel“ erschnuppert man den Duft des Eichenholzes, das dem Wein seine besondere Note verleiht. Im Rosengarten lauscht man den Windorgeln, nimmt auf dem duftenden Kräutersitz Platz und bestaunt alte Weinpressen.

Über den Westhang von St. Anna wandert man ins Pleschbachtal und über die Riede Scheming zur Aussichtswarte Frutten-Gießelsdorf, wo der Blick bis weit über die Weinhügel nach Ungarn und Slowenien schweift. Danach geht's zurück zur Gesamtsteirischen Vinothek, die den Ausgangs- und Endpunkt des Rundwegs markiert und zur Verkostung von rund 100 edlen Tropfen aus der gesamten Steiermark einlädt.
Gesamtsteirische Vinothek St. Anna am Aigen 


Niederösterreich: am Michelbacher Elsbeerweg

Im „Elsbeerreich“ im niederösterreichischen Mostviertel hat eine wilde Beere das Sagen, deren gesundheitsfördernde, adstringierende Wirkung schon zu Martin Luthers Lebzeiten bekannt war: Die Elsbeere, im Volksmund auch „Adlitzbeere“ genannt, zählt zur Familie der Rosengewächse. Die rund einen Zentimeter kleinen Früchte schmecken leicht säuerlich und entfalten mit zunehmender Reife eine marzipanähnliche Note – ihr Aroma erinnert an jenes von Äpfeln oder Birnen.
Zu einer Themenreise rund um die kleine Beere machen sich Besucher nach Michelbach im Elsbeerreich südlich von St. Pölten auf. Auf dem Weg begegnen sie teils über 200 Jahre alten Bäumen, kommen vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Kloster Hochstraß und erfahren viel Wissenswertes rund um die wertvollen Früchte. Die Landwirte entlang des Wegs laden zur Einkehr und bieten  schmackhaften Saft aus den zarten weißen Blüten der Elsbeerbäume an. Der Weg ist rund zehn Kilometer lang - um ihn vollständig zu erwandern, sollte man sich rund vier Stunden Zeit nehmen. Als Wegzehrung holen sich Besucher vom Bio-Bauernhof Vonwald in Kropfsdorf einen Elsbeer-Picknick-Rucksack.
Mostviertel Tourismus 


Kärnten: auf Most-Tour in den Süden

Mit dem Most und dem „Seelenpritschler“, wie die Kärntner ihren Hochprozentigen nennen, machen Besucher am Wörthersee Bekanntschaft: Bei einem Ausflug im Zeichen von Apfel und Birne ziehen Besucher durch üppige Obstgärten und entdecken den Hof von Landwirt Franz Lauritsch. Vor allem, wenn die Bäume in Blüte stehen, ist die Tour ein Erlebnis für Körper und Seele.

Vom Feuerwehrhaus in St. Egyden geht's im Traktor-Shuttle gemeinsam mit Franz Lauritsch durch eine kleine Waldschlucht zum Ausgangspunkt der Wanderung. Neben zahlreichen Obstbäumen kommen die Wanderer auch an einem Kraftplatz,  dem romantischen Glücksfelsen „Sreca Pec“, vorbei. Nach der Wanderung erklärt der Landwirt den Gästen die Verarbeitung der frischen Äpfel und Birnen zu delikaten Getränken – wie dem Kärntner Aperol „Mostini“, spritzigem „Moseco“ sowie edlen Bränden und Likören. Nach einem Besuch des hauseigenen Mostkellers können sich die Gäste bei der Verkostung selbst von der Qualität der Produkte überzeugen.

Die reine Gehzeit beträgt rund 40 Minuten, inklusive Verkostung und Hofführung dauert die Tour rund zwei Stunden. Reservierung ist bis spätestens 14.00 Uhr des Vortags beim Wörthersee-Tourismus erforderlich.
Wörthersee Tourismus