Navigation Inhalt Wählen Sie Ihr Thema:

Alpinarium Galtür
Besondere Empfehlungen der Redaktion

Das inhaltlich und architektonisch bemerkenswerte Alpinarium dokumentiert das Leben im hochalpinen Raum und ist zentraler Bestandteil der 345 Meter langen Schutzmauer, die nach der Lawinenkatastrophe 1999 errichtet wurde.

Alpinarium Galtür Außenansicht © Alpinarium Galtür

Ein von innen beleuchteter Steinkreis in der Eingangshalle und eine Glasfassade mit Alabastersteinen symbolisieren die gleichzeitig faszinierenden und bedrohlichen Kräfte der Natur. Diese Kräfte erfuhr das Bergdorf und Skigebiet Galtür 1999 auf schreckliche Weise: Die Gemeinschaft verlor durch ein Lawinenunglück Menschen, Häuser und Hoffnungen. Umso bemerkenswerter ist die Aufarbeitung.

Die 345 m lange und bis zu 19 m hohe Lawinenmauer integriert nicht nur Kunst und Kultur, sondern beeindruckt mit moderner Gestaltung im Inneren und einer dem Ortsbild und der Natur angepassten Außenarchitektur. „Die Mauer“ von der Dachplattform aus sichtbar, verbindet das Gestern mit dem Heute, ist sie doch der neu errichtete Schutzwall zwischen Berg und Ort.

In der Dauerausstellung erfahren die Besucher über Menschen, die von hier aus hinaus in die Welt zogen - über jene, die von weit draußen das Dorf im Tal entdeckten. Ist Galtür der Anfang, das Ende oder die Mitte? Diese Position liegt im Auge des Betrachters. Je nachdem, wo dieser sich befindet, eröffnet sich ihm der Blick nach draußen oder er fokussiert sich auf das Innere.

Die Ausstellung beginnt und endet im "Dazwischenraum". Von hier aus lassen sich fünf Beziehungswelten erkunden, die jedes Mal neu zum Perspektivenwechsel einladen. Jede der 5 verschiedenen Themenkapseln – oder Sphären – ist im Inneren anders gestaltet und vermittelt eine besondere Atmosphäre. Hier wandelt der Besucher, begleitet von Lichtschlangen, auf den Spuren des Ortes.

Die Erinnerung wird in Galtür bewusst lebendig gehalten. Dem Gedenken an die Lawinenkatastrophe, die 31 Menschenleben forderte, ist das Alpinarium gewidmet – und dokumentiert dies eindrücklich mit dem „Memento“, einem Triptychon des Künstlers Arthur Salner.

www.alpinarium.at