"Auf diesem Anger, an diesem Wasser ist der Herzschlag des Waldes". Poetische Worte, die Adalbert Stifter (1805-1868) für seine Heimat, den Böhmerwald, findet. Der Dichter setzte der Hochebene, die sich über die Grenzen Oberösterreichs, Südböhmens und Bayerns zieht, in seinen Erzählungen ein Denkmal.
Die intensive Auseinandersetzung mit der Landschaft spiegelt sich in den Titeln wider, die Stifter seinen Werken voranstellte:
„Der Hochwald“ oder die Sammlung
„Bunte Steine“, die Texte wie „Bergkristall“ und „Granit“ beinhaltet. Letzterer Stein prägt die Mystik des Böhmerwalds, ob in Form von so genannten Steinmeeren oder einzelnen Findlingen. Wanderer entdecken neben den Steinkolossen hervorragende Plätze, die Stifters Beobachtungen entsprungen scheinen, wie etwa den Drei-Sessel-Berg.
Ein Ort, der in Stifters Schriften wieder und wieder auftaucht, ist der Plöckensteiner See in Tschechien. Der Wanderer erreicht die „steinerne Träne“, wie der Meister das stille Bergwasser nannte, von
Oberschwarzenberg aus über den Dreiländerweg, der sich entlang der österreichisch-tschechischen Grenze windet. Vom 1.379 Meter hohen Plöckenstein nimmt der Stifter-Jünger einen Abstecher zum nahen Stifter-Denkmal.
Nach einem Stifter’schen Streifzug in die Natur lohnt sich der Besuch des Stiftermuseums in Schwarzenberg, das des Dichters und Malers Werk dokumentiert. Den leiblichen Präferenzen des großen Sohns der Gegend lässt es sich beim Stifter-Menü „mit Griespflanzln, Oaknödl und Woidbean” im Restaurant Bergkristall in Schwarzenberg folgen.
www.boehmerwald.at