
Es muss die herrliche Lage der Stadt am See und die wundervolle Umgebung gewesen sein, die 1946 ein paar findige Köpfe bewog, auf zwei vor Anker liegenden Lastkähnen eine Bühne zu errichten und so die Bregenzer Festspiele ins Leben zu rufen. Dabei sollten von Anfang an der See und die umgebende Natur zentraler Teil der Inszenierungen sein. 66 Jahre später sind die Bregenzer Festspiele aus dem Kulturleben Österreichs nicht mehr wegzudenken und die Seebühne ist längst die größte ihrer Art.
Vier Sommerwochen lang erlebt das Publikum hier unter offenem Sternenhimmel monumentale Operninszenierungen in einer unbekannten Intensität. Kein Wunder, dass auf der Suche nach weltweit spektakulären Schauplätzen die Produzenten des James Bond-Films „Ein Quantum Trost“ 2008 von dieser Kulisse begeistert waren. Zwei Wochen lang versetzten die Dreharbeiten die Altstadt von Feldkirch und die Bregenzer Seebühne mit dem riesigen Tosca-Auge in einen Ausnahmezustand. Die Tosca-Inszenierung bildete den Hintergrund für die Schlüsselszene des Films, Puccinis Musik sorgte für den dramatischen Soundtrack.
Opernaufführungen im Festspielhaus, Orchesterkonzerte und Theatergastspiele, Zeitgenössisches auf der Werkstattbühne, im Festspielhaus und im Kunsthaus Bregenz sowie zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Jugendreihe crossculture ergänzen das Programm eines Festivals, für das Schauspiel nicht an der Bühnenrampe endet.
Die Faszination Bregenzer Festspiele verdankt sich der Kombination aus populärer Oper und einem mutigen, kantigen künstlerischen Profil. Dieser erfolgreiche Weg soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.
Wie auch im letzten Jahr wird 2012 Umberto Giordanos „André Chénier“, gleichermaßen Liebesdrama wie historischer Krimi, auf der Seebühne zu sehen sein. Am 19. Juli 2012 - 21.15 Uhr startet die diesjährige Premiere.
Weitere Informationen:
Bregenzer Festspiele
So klingen die Bregenzer Festspiele:

21.06.2012 - 11.08.2012 - Wachauarena Melk
Die Sommerspiele Melk präsentieren heuer zwei Uraufführungen: den Weltbestseller "DIE PÄPSTIN" von Donna W. Cross in der Bearbeitung von Susanne F. Wolf sowie die fulminante 80er Jahre Musikrevue "LIKE A VIRGIN", gespickt mit Hits von Madonna und weiteren Hitgaranten.
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