
„ … Es war viel Schnee, der die ganze Weihnachtswoche hindurch in jenen Jahren oben im Gauertal fiel …“ vermerkte Hemingway in der Erzählung „Schnee am Kilimandscharo“ über den Jahreswechsel 1925/26. In eben dieses Montafoner Seitental führt ihn eine seiner Schneetouren, die auch heutige Bergfexe erfahren bzw. in der Sommersaison erwandern können: Von Latschau transportiert die Golmerbahn Hemingways Jünger hinauf zum Grüneck (1.890 m). Auf dem Latschätzer Höhenweg geht es zur Lindauer Hütte. Der Abstieg bzw. die Abfahrt erfolgt über das erwähnte Gauertal und findet schließlich bei einer Einkehr im Gasthaus Löwen in Tschagguns ihren Abschluss – dort, wo sich auch schon der junge Ernest von des Weges Strapazen erholte.
Das Tourismusbüro Montafon offeriert zwei weitere „HemingWays“: einen vom Vermuntsee zum Madlenerhaus auf 1.986 Meter Höhe und einen vom Kapell (1.850 m) auf’s Kreuzjoch (2.395 m) mit fabelhaften Blicken auf den Piz Puin, dessen Hänge der Amerikaner übrigens auch häufig auf Skiern unsicher machte.
Buchtipp: Günther J. Wolf: „Paradies ohne Wiederkehr – Hemingway im Montafon.“ Rhätikon Verlag Bludenz 2008.
www.montafon.at

"Auf diesem Anger, an diesem Wasser ist der Herzschlag des Waldes". Poetische Worte, die Adalbert Stifter (1805-1868) für seine Heimat, den Böhmerwald, findet. Der Dichter setzte der Hochebene, die sich über die Grenzen Oberösterreichs, Südböhmens und Bayerns zieht, in seinen Erzählungen ein Denkmal.
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