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Int. Kammermusikfest Lockenhaus

Das Kammermusikfest Lockenhaus, von der New York Times zum Europäischen Kulturerbe ausgerufen und zu einem der zwei weltbesten Festivals gekürt, verwandelt jedes Jahr für zwei Wochen den kleinen Ort im Mittelburgenland in das Zentrum der Kammermusik.

Kammermusikfest Lockenhaus © Guus Krol

Im 18. Jahrhundert als intime Kunst für Kenner etabliert, erreichte die Kammermusik in der Wiener Klassik einen ersten Höhepunkt. Ausgehend vom Spätwerk Beethovens wurde sie in der Romantik zum bevorzugten Experimentierfeld und zu einer Gattung, die im Schaffen der Komponisten seither eine zentrale Stellung einnimmt.

Die unter der Leitung von Gidon Kremer versammelten Künstler finden in Lockenhaus genügend Freiraum zum gemeinsamen Experimentieren vor. Oft schließen sich Ensembles eigens für eine Komposition zusammen oder lösen sich feste Gruppierungen auf, um vor Ort in jeweils neuen Besetzungen aufzutreten. Die Proben sind zumeist öffentlich zugänglich und bieten dem Publikum auf diese Weise die Chance, die Erarbeitung der Werke bis zur Aufführung mitzuverfolgen und den Künstlern auch außerhalb der Konzerte zu begegnen.

Was dann tatsächlich im nächsten Konzert zu hören sein wird, geben die Musiker erst 24 Stunden vorher bekannt, eine Eigenheit, die das Publikum längst zu schätzen weiß und die dem Festival seinen besonderen Werkstattcharakter verleiht. Soviel Offenheit und Lust zu Neuem kennt keine musikalischen Grenzen: Klassik wird ebenso geboten wie Musik des 20. Jahrhunderts und Erkundungen in noch wenig begangenes Neuland.

Seit der Gründung des Festivals 1981 kümmert sich der Ortspfarrer von Lockenhaus, Josef Herowitsch, um die Organisation, unter reger Mitwirkung zahlreicher Freiwilliger vor Ort. Es ist dies einer der Gründe, warum das Kammermusikfest auf Musiker und Publikum äußerst familiär wirkt. Viele gemeinsame Aktivitäten wie Grillfeste oder das bereits legendäre Fußballspiel „Künstler gegen Organisation“ unterstreichen den Gemeinschaftscharakter.

Mit dem ehemaligen Kloster Lockenhaus, der frühbarocken Pfarrkirche und der Burg Lockenhaus (um 1200 errichtet und mit den Fresken, der unterirdischen Apsidenhalle und der Krypta eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Landes), wurden besonders attraktive Spielstätten gewonnen.

Lockenhaus liegt inmitten des Naturparks Geschriebenstein. Die Schlösserstraße verbindet die Burg Lockenhaus unter anderem mit der Burg Schlaining und der Burg Bernstein.

Zusammen mit den nahen Thermen und dem angrenzenden Blaufränkischland mit seiner großen Weinkultur bietet Lockenhaus neben einem außergewöhnlichen Festival auch die Möglichkeit zu einem vielfältigen Rahmenprogramm.

2011 findet das Kammermusikfest Lockenhaus zum 30. Mal statt und dann öffnet auch wieder die alle zwei Jahre abgehaltene Lockenhaus Academy ihre Tore. Mit ihr wurde an der Grenze zum ehemaligen Eisernen Vorhang ein Zentrum für die Förderung von Nachwuchsinterpreten geschaffen.

Weitere Informationen:
Int. Kammermusikfest Lockenhaus


So klingt das Kammermusikfest Lockenhaus: