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Oberösterreich: Freilichtmuseum Schmiedleithen

Bei den Schwarzen Grafen: Hier, wo die Sensen einst versandfertig für ihre Reise in die ganze Welt gemacht wurden, findet sich heute eine Ausstellung über die Schwarzen Grafen der Schmiedleithen.

Ausstellung Kanzlei © Freilichtmuseum Schmiedleithen
Die Besitzer der Eisenwerke, die Hammerherren oder "Schwarzen Grafen", führten das Regiment im Steyrtal. Die ehemalige „Schmiede an der Leithen" war nachweislich seit 1603 in Betrieb. Die kleine Ansiedlung aus herrschaftlichen Häusern und Werksgebäuden zeugt von der blühenden handwerklichen Produktion unter der Familie Zeitlinger, die ab 1871 die Geschicke des Betriebes und seiner Mitarbeiter lenkte. Etwa 20 Minuten zu Fuß sind es vom Schloss Leonstein bis zum Gärtnerhäusl der Schmiedleithen. Gegen Voranmeldung gibt es eine Führung für den rund einstündigen Spaziergang durch die feudale Welt der "Schwarzen Grafen".

Vis à vis steht das Helmhäusl, das der „Moa", der Meier oder Verwalter, bewohnte. Dahinter lugt das "neue Herrenhaus" mit bepflanztem Sterngarten und beheizbarem Glashaus für exotische Gewächse hervor. Das langgezogene Haus neben der Straße ist das Mühlhäusl. Wirtschaftsgebäude und Ställe schließen sich an, ebenso wie das "alte Herrenhaus", das Schmuckstück der Anlage. Rudolf Zeitlinger, der letzte "Schwarze Graf", residierte hier. Das Sensenwerk selbst bestand aus dem Hammer genannten Gebäude, wo der Stahl erhitzt und geschmiedet wurde. Im Schmiedehaus hatten die Sensenschmiede ihre Schlafstätten und in der Stube wurde gespeist. Bis zu 100 Menschen arbeiteten und lebten auch teilweise hier.

Während die meisten Gebäude bewohnt und daher nur von außen zu besichtigen sind, steht die "Kram" für Besucher offen: Hier, wo einst die Sensen versandfertig für ihre Reise in die ganze Welt gemacht wurden, ist heute eine Ausstellung über die Schwarzen Grafen der Schmiedleithen beheimatet.

Weitere Informationen:
www.schmiedleithen.at