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Und der Oscar geht an...

Zwischen Kitsch und Trübsal, hoher Kunst und breiter Komödie ringen österreichische Filmschaffende um eine Verbindung der beiden Pole. Ihre Bemühungen werden immer öfter belohnt.

Szene aus M - Eine Stadt sucht einen Mörder © Österreichisches Filmmuseum
24. Februar 2008, Los Angeles, USA. Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film wird vergeben. Unter den Nominierten ist auch ein Österreicher: Stefan Ruzowitzky. In seinem Film manövriert sich ein jüdischer Geldfälscher in ein moralisches Dilemma. Er muss im KZ für die Nazis Banknoten der Alliierten fälschen und soll so seinen eigenen Untergang finanzieren. Im Dilemma sind auch die Journalisten. Was passiert, wenn Ruzowitzky den Oscar für „Die Fälscher“ erhält? Ist es dann der erste Oscar für Österreich oder der dreiunddreißigste? Denn die einstigen Oscarpreisträger Billy Wilder, Fred Zinnemann, Max SteinerPeter Zinner und einige mehr, sind ebenfalls in Wien aufgewachsen, aber nach 1938 ins Exil geflohen. 

Denkt man heute an österreichische Spielfilme, fallen einem die Film-Erfolge von Michael Haneke, Ulrich Seidl und Barbara Albert ein. Filme, die von der New York Times vor nicht allzu langer Zeit als „Feel Bad Cinema“ bezeichnet und gerade der Tristesse und Ausweglosigkeit ihrer Stoffe ihren Erfolg verdanken. Neben der auch als „österreichische Nouvelle Vague“ bezeichneten Strömung ist das Filmschaffen in Österreich aber auch geprägt von stetem Bemühen um gut erzählte Geschichten oder charmante Komik. 

Filmgeschichte und Filmfestivals in Österreich