Wenn die Frauen in Feldkirch in Vorarlberg in ihre traditionelle Tracht schlüpfen, legen sie nicht nur ihr aus Brokat geschneidertes Dirndl an, sondern setzen auch ihre kunstvoll gefertigte Radhaube auf.
Bodensee-Radhaube aus Feldkirch
Diese spezielle
Kopfbedeckung, die in Feldkirch getragen wird, besteht aus Laméspitze, die aus Goldfäden gewoben wird. Da das Rad der Haube breit vom Kopf absteht und daher von allen Seiten einsehbar ist, müssen Ober- und Unterseite die gleiche Ausführungsqualität aufweisen. Dazu bedienen sich die Frauen einer speziellen Technik, die sie geheim halten.
Die für die Radhaube
typische breite Krempe hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu ihrer heutigen Größe entwickelt, denn mit dem Umfang des Rads stellten die Patrizierfrauen im mittelalterlichen Feldkirch nicht nur ihre Handwerkskunst unter Beweis, sondern auch den Reichtum der Familie zur Schau. Die Radhaube gehört in mehreren
Bodenseegemeinden zur weiblichen Tracht und wird meist aus Gold- oder Silberfäden, aber auch aus anderen Materialien gefertigt.
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