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Almsommer im SalzburgerLand

Im Sommer versetzen die Almen Tiere und Menschen in Hochstimmung. Wer die Salzburger Almen erklimmt, ist herzlich willkommen, an diesem Hochgefühl teilzuhaben.

Almsommer im SalzburgerLand © SalzburgerLand/Edward Groeger
Mit dem Herzen im Himmel und mit beiden Beinen fest auf dem Boden– so fühlt sich die Alm an. Auf den Spuren des Viehs ziehen die Menschen jährlich, wenn der Schnee geschmolzen ist, von den Tälern ins Hochgebirge. Die Kühe sind die Feinschmecker unter den Tieren, sie suchen sich nur die besten Halme und Kräuter aus und wandern ungeachtet aller Unwegsamkeiten über die Hochwiesen. Die Sennleute folgen ihnen im Morgengrauen, um sie zum Melken zur Hütte zurückzutreiben. Liegt Nebel über der Alm, sind die Glocken der einzige Anhaltspunkt, wo die Herde sein mag.

Aus der frisch gemolkenen Milch werden Butter und Käse gemacht. Buttermilch, eine weitere Spezialität der Alm, entsteht dabei als Nebenprodukt – ebenso wie die Molke das Nebenprodukt von Käse ist. Das Almleben bedeutete über Jahrhunderte ein zeitweiliges Auflösen strikter Regeln: Junge Mägde waren plötzlich der üblichen Ordnung bäuerlicher Hierarchie und kirchlicher Kontrolle entzogenn: Die Hütte war ihr Haus, die Alm ihr unermessliches Reich.

Das Erlebnis Alm ist schöner als man es wiedergeben kann. In dem Schatz heimischer Sagen, Gedichte und Lieder wird dieses hohe Gefühl vielfach besungen und erzählt; im Almjauchzer bzw. Jodler schwingt sich die Stimme wortlos, nur Vokale und Silben kraftvoll und empfindsam intonierend, zum Jubel in den klaren Himmel empor und hallt weit über Berg und Tal.

Wer die Almen erklimmt, ist herzlich willkommen, an diesem Hochgefühl teilzuhaben. In Salzburg liegen die Almen so nah nebeneinander, dass sich auf dem Almenweg im Pongau 120 Almen auf einer Strecke von 350 Kilometern besuchen lassen. Beim Ameisenweg – und das ist wörtlich zu nehmen – in Filzmoos hingegen konzentriert man sich auf ein Detail, um das Ganze zu erfassen, während der Naturerlebnisweg Bachlalm durch die Vielfalt der Lebenswelt Hochgebirge führt.

Kulinarische Köstlichkeiten wie Buchteln, Muas oder Kräutertee können auf der Amoseralm verkostet werden. Vorzüglich schmeckt die Almbutter auf dem frischen, selbst gebackenen Brot, das dazu serviert wird. Die Haitzingeralm bringt ans Licht, wie aus Milch Käse wird. Glückliche Erfahrungen allesamt, die in Salzburg mit viel Musik und Almsommer-Festen gefeiert werden. Ein besonderer Tag ist der Sonntag nach Jakobi (25. Juli), da findet das „Hundstoaranggeln“ statt: In einer Naturarena aus grünen Wiesen, hoch über dem Tal unter dem Gipfel des Hundsteins, tragen Burschen einen seit dem Mittelalter überlieferten Ringkampf aus. Der Beste trägt für ein Jahr den Titel „Hagmoar“ nach Hause.

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Salzburger Almsommer
Salzburger Almenweg