In Hallein bei Salzburg kann man eines der ältesten Salzbergwerke der Welt besichtigen: Sein Salz sicherte das Überleben der Menschen, brachte den Erzbischöfen Reichtum und der Stadt Salzburg seine heutige Pracht.
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Jäger und Sammler entdeckten die salzhaltigen Quellen zuerst und bereits die
Kelten begannen mit dem
Salzabbau unter Tage. Das Salz ermöglichte die Vorratshaltung und brachte Geschmack in die Speisen. Später übernahmen die Erzbischöfe, die Landesherren von Salzburg, den lukrativen Salzhandel und ließen mit dem Gewinn Salzburg zur
prunkvollen, barocken Residenzstadt ausbauen.
Seit 1994 sind die geschichtsträchtigen Stollen von Hallein ein
Schaubergwerk, aber bis heute kommt das österreichische Salz aus dieser Bergwelt, wenn auch aus Altaussee, wo der Schatz aus dem Urmeer über 250 Millionen Jahre überdauert hat.
In Hallein fährt man mit einem Grubenhunt bequem in den Stollen ein und erlebt eine Reise in die Vergangenheit. Erfahrene Bergmänner führen und erklären den Salzberg. Dazu gehört eine
Floßfahrt über einen unterirdischen See und eine
Rutschpartie über zwei Bergmannsrutschen. Gepflegt wird das Stollensystem weiterhin, um ein Absenken des Berges zu vermeiden. Von den insgesamt 65 Kilometer langen Stollen, die sich über 21 Horizonte – so heißen die unterirdischen Stockwerke des Bergwerks – erstrecken, sind zwölf Kilometer und neun Horizonte noch begehbar.
Der Stolz der Bergmänner vom
Dürrnberg und ihre Verbundenheit mit der Welt in der Tiefe sind noch spürbar, wenn sie ihren
Schwerttanz zeigen: Seit 1586 wird von den Halleiner Bergknappen in Standeskleidung mit Stiefeln und Schwert getanzt. Das Schwert ist ein ihnen 1405 gesetzlich zugestandenes Privileg. Der Tanz der rund 80 Bergleute dauert ca. eine Stunde und symbolisiert verschiedene Arbeitsvorgänge „unter Tage“. Deshalb wird er nachts beim Schein von Fackeln und zu den Klängen der Knappenkapelle aufgeführt.
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