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Mehr als der Erdumfang

Österreich ist ein Paradies für alle, die sich gerne an der frischen Luft bewegen. Wanderbegeisterte mit unterschiedlichsten Vorlieben freuen sich über 50.000 km gut markierte Wanderwege – das sind 10.000 km mehr als der Umfang der Erde.

Mehr als der Erdumfang - Wandern in Österreich
Nachdem zwei Drittel der Gesamtfläche Österreichs von den Ostalpen ein­genommen werden, nimmt es nicht wunder, dass die Bundeshymne mit „Land der Berge" beginnt. Und, dass so viele erfolgreiche Alpinisten ausgerechnet aus Österreich kommen, liegt bestimmt auch an der herausfordernden Bergwelt. Jedenfalls kamen Extrembergsteiger wie Gerlinde Kaltenbrunner, Peter Habeler oder Hans Kammerlander hier auf den Geschmack, in die Welt der 7.000-er- und 8.000-er aufzubre­chen. In Österreich war beim Großglockner mit seinen 3.797 m aber Schluss.

Aber nicht nur Alpinisten haben die Bergketten inspiriert: Richard Strauss widmete seine letzte Komposition, die „Alpensymphonie", einem mächtigen Bergriesen zwischen Deutschland und Österreich: der Zugspitze

Aber abgesehen von den hochalpinen Her­ausforderungen hat Österreich vor allem eines zu bieten: viel Natur. Von sanften Hügeln über weite Almenlandschaften bis hin zu schroffen Bergriesen - darunter 900 Gipfel über 3.000 m - reichen die Landschafts­formen. Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für jede Kondition und Vorliebe bieten einmalige Natureindrücke. So können sich Schmankerljäger, Entdecker, Sportler und Familien das Wanderland Österreich ganz  andersartig „erlaufen".

Dass man das intensivste Naturerlebnis beim Gehen hat ist inzwischen wis­senschaftlich erwiesen. Eindrücklicher als beim Blick von der Terrasse, vom Sessellift oder Balkon, vielschichtiger als beim Laufen oder Mountainbiken, wo man vor allem auf den Wegverlauf achtet, erfährt man die Landschaft beim Wandern. Darum heißt es wohl auch: „Nur, wo man zu Fuß war, war man wirklich." Abgesehen davon stärkt Wandern noch das Immunsystem und bringt Herz und Kreislauf in Schwung. Der erhöhte Energieverbrauch und Muskeleinsatz tut sein übriges, um Wandern zum Gesundheitssport Nr. 1 zu machen. 

Außerdem bringt einen die Bewegung in der freien Natur wieder zu sich selbst und ist dabei ganz einfach: Außer geeignete Schuhe, eine gefüllte Trinkflasche und einen Wetterschutz benötigt man keine zusätzlichen Ge­räte. Selbst die Ausgangspunkte für Wanderungen liegen in Österreich oft direkt vor der Tür des Quartiers; in autofreien Tälern bringen einen Wander­busse an den Start. Während man dann mit Partner, Freunden oder der Familie die herrliche Natur entdeckt, lässt man Schritt für Schritt den Alltag hinter sich. Aufbrechen, Entdecken und Genießen, Unterwegs-Sein von einem Ort zum anderen, erfüllen elementare Grundbedürfnisse. Inzwischen hat sich das Wandern außerdem längst vom „Gipfel sammeln" und „Höhenmeter ma­chen" weg entwickelt. Heute geht es um Genuss, Lust und gute Laune, die sich vor allem jenseits von Leistungsdruck und Askese einstellt.