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Outdoor-Tipps für Ihren Sommerurlaub

Österreichs Berge, seine Flüsse und Seen machen Lust auf Bewegung. Die Möglichkeiten dazu scheinen schier unerschöpflich. Sportliche, Mutige, Genießer, Unermüdliche – sie alle finden beim aktiven Urlaub in Österreich ihr Glück.

Biken in Tirol © Tirol Werbung / Xandi Kreuzeder
Radfahren & Mountainbiken
In die Pedale treten, Natur und Kultur rollend entdecken – von der gemütlichen Radpartie bis zur anspruchsvollen Mountainbike-Tour, Bewegungshungrige haben die Wahl. Auf dem Bike Trail Tirol, dem längsten zusammenhängenden Rundkurs für Mountainbiker im Alpenraum, bewältigen sportliche Radfahrer 1.000 Streckenkilometer in 32 Etappen. Wer sich mit anderen Bikern messen will, nimmt an der "Bike Trail Tirol Challenge" teil, deren Austragung den ganzen Sommer über virtuell erfolgt. Da werden Höhenmeter gesammelt und Streckenrekorde gejagt. Aktuelle Ergebnislisten finden sich täglich auf der Website.
Mountainbikern, die sich solchen Herausforderungen noch nicht gewachsen fühlen, aber auch Einsteigern empfiehlt sich ein Kurs fürs Fahren im Gelände. Schließlich ist es auch eine Frage der Technik, wie sich Bergstrecken bewältigen lassen. Tipps und Tricks dazu verraten z. B. die Trainer der Mountainbike-Schule in Schwaz in Tirol. Seit kurzem haben Mountainbiker die Möglichkeit, auf der Watzmann-Hochkönig-Runde in zehn Tagen die Gipfel im SalzburgerLand und im angrenzenden Bayern zu erobern. Neu ist 2010 die Variante über die Salzburger Sonnenterrasse, die von Dienten über Böndlsee und St. Veit im Pongau nach Bischofshofen führt.

Für Biker, die es gerne gemütlich angehen, aber auf den Kick einer rasanten Abfahrt nicht verzichten wollen, bietet sich "Lift & Bike Giro" am Kärntner Nassfeld an: Mit der Kabinenbahn geht es vom Gailtal hinauf in die Nassfeld-Region auf knapp 2.000 Metern  Seehöhe – das Sportgerät reist gratis mit. Nach dem kräfteschonenden Anstieg schwingt sich der Mountainbiker in den Sattel, um auf einer der längsten Abfahrtsstrecken der Alpen rund zwölf Kilometer bergab zu radeln. Im niederösterreichischen Ötscherland, das mit 68 Mountainbikestrecken aufwartet, lässt sich das Radfahren am Berg mit Raftingtouren auf der Salza kombinieren. Das Drei-Tages-Package ist von Mai bis Mitte Oktober unter www.mostviertel.info buchbar.

Beinahe mühelosen Naturgenuss verspricht das dreitägige Radtrekking entlang der Lafnitz, einem der letzten naturbelassenen, mäandernden Flüsse Europas, an der burgenländisch-steirischen Grenze. Natur- und Landschaftsführer begleiten die Pedalritter, um auf Besonderheiten der Aulandschaft aufmerksam zu machen. Einen neuen Auftritt hat sich der Neusiedler See-Radweg verpasst, der auf 138 Kilometern mit nur minimalen Steigerungen rund um den See führt. Elf Rastplätze in innovativem Design laden nun zum Ausruhen ein. Orientierungshilfe bieten ein Leitsystem mit 400 neuen Wegweisern und große Übersichts-Panoramatafeln.

Kulturerlebnis verspricht der Anton Bruckner Radweg, der in die oberösterreichische Heimat des Komponisten führt: Von Ansfelden, dem Geburtsort des Künstlers, geht’s nach St. Florian. Hier war Bruckner Sängerknabe und in der Stiftsbasilika befindet sich die monumentale Brucknerorgel. Über das historische Städtchen Enns gelangen die Radtouristen bei Abwinden/Asten auf den Donauradweg. Unter dem programmatischen Titel "Stern des Südens" entdecken Radler vier Länder in acht Tagen. Vom steirischen Bad Radkersburg bringt der Bus die Gäste zu den Etappenausgangspunkten in Kroatien, Slowenien, Ungarn und Österreich. Für den Rückweg nach Bad Radkersburg heißt es dann, in die Pedale treten.

Konditionsschonend lassen Radfahrer auf Elektro-Bikes die Szenerie an sich vorbeiziehen, hügelauf, hügelab zum Beispiel im Böhmerwald. Leihräder stellt Erwin Diendorfer vom gleichnamigen Landgasthof in Haslach zur Verfügung, der auch Geheimtipps für landschaftlich besonders reizvolle Touren, Kartenmaterial und Radführer bereit hält. Auf Schienen, den natürlichen Feinden aller Zweiradjünger, radeln? Die Draisinentour von Neckenmarkt nach Oberpullendorf im Mittelburgenland macht’s zum Vergnügen. Mit mäßigem Pedaltritt lässt sich die 23 Kilometer lange Strecke auf den stillgelegten Eisenbahngeleisen in gut drei Stunden bewältigen.
 
Bouldern
Klettermaxe willkommen, heißt es zum Beispiel im neuen Boulderpark in Uttendorf/Weißsee im SalzburgerLand. Insgesamt stehen zehn Klettersteine, so genannte "Boulder", mit zahlreichen Routen in allen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. In luftige Höhen begeben sich Bergfexe am "Schmugglersteig" in Gargellen im Vorarlberger Montafon. 100 Trittbügel, 200 Seilbügel, 400 Seilklemmen und rund 900 Meter Drahtseil dienen als Aufstiegshilfe auf die Gargellner Köpfe auf 2.600 Metern Seehöhe. Wagemutige wählen übrigens die Aufstiegsvariante, die über zwei Seilbrücken führt. Der Hochseilpark in Saalbach-Hinterglemm wartet diesen Sommer mit einer neuen Attraktion auf: Auf drei Seilrutschen mit einer Gesamtlänge von zwei Kilometern gleiten die Besucher mit 70 Stundenkilometern in 100 Metern Höhe über den Talschluss.

Wandern
Wandern entspannt, ist Balsam für die Seele. Wer Lust auf mehrtätige Touren hat, begibt sich auf den neuen "Donausteig" in Oberösterreich, der an beiden Flussufern von Passau bis nach Grein führt – auf den 450 Kilometern bleibt der mächtige Strom stets im Blickwinkel. Dem Lauf der Donau durch die UNESCO-Weltkulturerbelandschaft Wachau folgt man ab Juni 2010 auf dem "Welterbesteig Wachau", der dem Genusswanderer die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der Region präsentiert.

Auf acht teils gemütlichen, teils anspruchsvollen Etappen, die sich auch für Tagesausflüge anbieten, erschließt der "Millstätter See Höhensteig" die Bergwelt rund um den Kärntner See. Auf den rund 200 Kilometern laden acht Plätze mit Geschichte und Aussicht wie zum Beispiel das "Granattor" oder der "Sternenbalkon" zum Verweilen ein. Wer bequem und umweltbewusst die Ausflugs- und Erlebnsiziele im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern ansteuern will, setzt sich ab 21. Juni in den Nationalpark-Wanderbus. Er führt seine Gäste zu mehr als 30 Ausflugs- und Erlebniszielen wie zum Beispiel zu den Ausgangspunkten der Wasserfall- und Schluchtenwanderungen. Der Fahrplan ist auf das Wochenprogramm des Nationalparks und der TauernAlpin-Nationalparkpartner abgestimmt. Auf den Spuren eiszeitlicher Gletscher geht es durch die Bürserschlucht im Vorarlberger Brandnertal entlang des Alvierbachs. Neben geologisch interessanten Formationen gibt es Quellen und ruhige Plätze zu entdecken, die sich für ein Picknick und zum Planschen im Bach anbieten.

Wassersport
Wilde Wasser und sanft fließende Gewässer rufen Wassersportler auf den Plan. Im Adventure Center Flachau im SalzburgerLand ist ab dem heurigen Sommer Wasserspaß im neuen "Riverbug" angesagt – ein wendiges, aufblasbares kleines Boot, das großzügig Fehler verzeiht und daher schon Einsteiger in den Wildwassersport gefahrlos auf den Wellen tanzen lässt. Kanuten, Rafter oder  Hydrospeeder wissen es: Die reißenden Fluten neigen dazu, ihre Meister "abzuwerfen", dann ist Schwimmen angesagt. Wie es sich gekonnt gegen die Kräfte des Wassers ankämpfen lässt, zeigen zum Beispiel die Instruktoren der Wildwasserschule in Osttirol bei ihren Wildwasserschwimmkursen.