Seen-Traum Salzkammergut

Das Salz, das "weiße Gold", das hier seit Menschengedenken abgebaut wird, hat dem Salzkammergut seinen Namen verliehen. Berühmt wurde es auch wegen seiner Seen, in denen sich die Bergstöcke ringsum anmutig spiegeln.

Traunsee mit Traunstein / Oberösterreich
Mehr als 70 Seen unterschiedlicher Größe beherbergt die Region zwischen Dachsteinmassiv, Totem Gebirge und Höllengebirge in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg und Steiermark. Jeder von ihnen hat seine Eigenheit und allesamt haben sie Badequalität. Neben dem Irrsee, einem Moorsee mit bis zu 27° C, gilt der Mondsee mit 26° C Wassertemperatur als wärmster See der Region. Der benachbarte Attersee ist mit 46 km² Wasserfläche der größte der Salzkammergutseen und wird von Seglern vor allem wegen des "Rosenwindes" geschätzt. Mit bis zu 191 Metern Wassertiefe ist der Traunsee der tiefste der Salzkammergutseen. Durchflossen von der Traun und überragt vom Traunstein (1.691 m) war er schon für die alten Römer ein "glücklicher See" ("lacus felix").

Nicht minder imposant ist die Szenerie um den Grundlsee am Fuße des Toten Gebirges. Von seinem Ostufer erreicht man in 15 Gehminuten den Toplitzsee, in dem die Nationalsozialisten Ende des Zweiten Weltkriegs Tonnen von Gold versenkt haben sollen. Der Wolfgangsee wurde in der Operette vom "Weißen Rössl" sowie in einigen Fernsehfilmen verewigt. In der Umgebung des Altausseer Sees genossen im frühen 20. Jahrhundert Dichter, Maler und Musiker ihre Sommerfrische. Doch bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hatten der österreichische und deutsche Adel das Salzkammergut zur Sommerresidenz erkoren, wovon zahlreiche Villen und Jagdschlösser zeugen. Bad Ischl durchweht heute noch das Flair der ehemaligen Donaumonarchie.

Den Hallstätter See hat der Ort Hallstatt berühmt gemacht. Zum einen verleihen die alten, zwischen Berg und Seeufer gedrängten Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert der Ansiedlung einen besonderen Zauber. Zum anderen haben die prähistorischen Funde der Gegend und das älteste Salzbergwerk der Welt (Abbau seit 1.200 v. Chr.) einer ganzen Kulturepoche ihren Namen gegeben. Der Reiz der Landschaft sowie ihre kultur- und industriehistorische Bedeutung haben die UNESCO 1997 dazu bewogen, die Region Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut zum Welterbe zu erklären.
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