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Landschaft, so weit das Auge reicht

Das milde Klima, die Steppenlandschaft des Seewinkels, die lieblichen Weingärten, die Dörfer mit den alten Streckhöfen – das sind die Charakteristika der Pannonischen Tiefebene.

Weingarten im Burgenland
Der größte Teil der Pannonischen Tiefebene liegt in Ungarn. Sie wird von den Alpen, den Karpaten, dem Balkan und dem Dinarischen Gebirge umfasst und von Donau und Theiß durchflossen. In Österreich ist das Nordburgenland, insbesondere der Neusiedler See mit dem Seewinkel, Teil Pannoniens. Charakteristisch für dieses Tiefland ist sein relativ trockenes Klima mit heißen Sommern, nicht zu kalten Wintern und viel Sonne – das Burgenland mit über 300 Sonnentagen im Jahr hat sich sogar den Beinamen "Land der Sonne" gegeben.

Weinbau
Das Klima begünstigt auch den Weinbau: Die Weinbauregionen Neusiedler See und Neusiedler See-Hügelland stellen mehr als ein Viertel der österreichischen Gesamtanbaufläche dar und zählen rund 7.000 Weinbaubetriebe. Hier findet man eine unglaubliche Vielfalt an weißen und roten Spitzenweinen, engagierte junge Winzer und beeindruckende Kellerarchitektur. Dementsprechend ist auch das Brauchtum vom Weinbau geprägt. In den Weinorten am Nordufer des Neusiedler Sees feiert man den Namenstag des Landespatrons Martin (11.11.) mit dem mehrtägigen "Martiniloben", einem der größten Weinfeste Österreichs. Und beim "Fest der 1.000 Weine" in Eisenstadt treffen Ende August Weinfreunde bei Musik zum Weingenuss zusammen.

Graurind & Zackelschaf
Am charakteristischsten zeigen sich pannonische Flora und Fauna am Neusiedler See sowie in der Salzsteppe des Seewinkels. Dieser Landstrich am Ostufer des Neusiedler Sees gilt als eines der bedeutendsten Steppengebiete Europas. Hier liegen 45 "Lacken" – kleine salzhaltige Seen, die je nach Jahreszeit entweder völlig ausgetrocknet oder bis zu 70 cm tief sind.

Der Neusiedler See ist der westlichste Steppensee Europas und zugleich der größte See Österreichs. Er ist 33,5 km lang, 12 km breit, bis höchstens 180 cm tief und hat, inklusive seines breiten Schilfgürtels, eine Fläche von rund 285 km² –, davon 220 km² auf österreichischem Staatsgebiet, der Rest auf ungarischer Seite. Der See ist Zentrum eines gemeinsamen Nationalparks, der auf österreichischer Seite rund 90 km² umfasst und neben seltenen Haustierarten wie Graurindern und Zackelschafen unter anderem 300 Vogelarten beherbergt. Das Nationalpark-Informationszentrum veranstaltet regelmäßig interessante naturkundliche Exkursionen für Jung und Alt.

Störche in Rust & Operetten in Mörbisch
Im Jahr 2001 hat die UNESCO die Region Neusiedler See mit den angrenzenden Gebieten in Österreich und Ungarn zum Weltkultur- und Naturerbe erklärt. Seither gehört auch die Altstadt von Rust mit den berühmten Storchennestern zum Welterbe. Ebenso die Hofgassen von Mörbisch, das Opernfreunden durch die Festspiele auf der Seebühne bekannt ist. Auch der Römersteinbruch von St. Margarethen mit den Opernfest- und den Passionsspielen ist Teil des Welterbes.

Die Alltags- und Handwerksgeschichte der zahlreichen kleinen Dörfer rund um den See werden im Dorfmuseum Mönchhof, einem Freilichtmuseum, einfühlsam dokumentiert. Noch mehr über die wechselvolle Geschichte dieser Region erfährt man bei einem Spaziergang durch die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt, die viele ihrer Sehenswürdigkeiten wie z.B. das barocke Schloss dem Fürstengeschlecht der Esterházy verdankt. Dieses Adelsgeschlecht ist 17. Jahrhundert zum mächtigsten des Nord- und Mittelburgenlands aufgestiegen. Seinen Spuren begegnet man heute bei einer pannonischen Reise auf Schritt und Tritt ...