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Steiermark: architektonische Hightlights

Die Architektur eines Landes wird von ihrer Umgebung ebenso geprägt wie umgekehrt. Es verwundert daher kaum, dass die so abwechslungsreiche Steiermark auch architektonisch alle Stücke spielt.

Schloss Eggenberg © Schiffer
Schloss Eggenberg © Schiffer
Murinsel © Österreich Werbung/Viennaslide
Murinsel © Österreich Werbung/Viennaslide
Kunsthaus Graz © Schiffer
Kunsthaus Graz © Schiffer
Joanneumsviertel © UMJN Lackner
Joanneumsviertel © UMJN Lackner

Auf den Spuren der Künstler
Es lohnt sich also, das "grüne Herz Österreichs" architektonisch zu entdecken. Und ein besonders attraktiver Startpunkt für eine solche Entdeckungsreise ist das Ausseerland im steirischen Teil des Salzkammerguts. Die altehrwürdigen Villen mit ihren charakteristischen Veranden haben noch den gleichen Charme wie zu des Kaisers Zeit. Die „Via Artis“ ist eine gute Möglichkeit, diese architektonischen Juwelen zu betrachten und mehr über die damaligen Künstler zu erfahren, die dort gelebt und gearbeitet haben. Sie beginnt beim Kurhaus bzw. Literaturmuseum Altaussee und führt etwa zur ehemaligen Königsgarten-Villa, in der Friedrich Torberg seine Werke schrieb.

Wenn man von der Architektur eines Landes spricht, dürfen die sakralen Bauten nicht fehlen. Vor allem dann nicht, wenn sie so imposant sind wie das Benediktinerstift Admont. Das größte bestehende Kloster der Steiermark beherbergt auch die größte Klosterbibliothek der Welt. Die weltberühmte Basilika im Wallfahrtsort Mariazell ist dagegen die vollendete Vereinigung von Gotik und Barock.

In Graz kommt man aus dem Staunen nicht heraus
Der Brückenschlag aus Vergangenheit und Zukunft, aus Tradition und Moderne ist in Graz genial gelungen. Hier quetscht sich ein riesiges, blau schillerndes Gebilde mitten zwischen die mittelalterlichen Häuser der Altstadt. Das liebevoll als "Friendly Alien" bezeichnete Grazer Kunsthaus ist nur eines von vielen Beispielen für die mutige Baukunst in Graz. Die "Murinsel" des New Yorker Künstlers Vito Acconci empfängt ihre Besucher als halboffene Muschel mitten auf der Mur; das "Mumuth" - Haus für Musik und Musiktheater - hüllt sich in ein monochromes Netz aus Metallgewebe. Und im Botanischen Garten bilden die modernen Gewächshäuser von Volker Giencke einen bizarren Kontrast zu den eleganten Villen des umgebenden Stadtviertels.

Graz rühmt sich der größten mittelalterlichen Altstadt Europas. Deren verspielte Hausfassaden und verwinkelte Gässchen machen jeden Stadtbummel zu einem Streifzug durch alle Epochen der Baukunst. Ein Blickfang ist auch das Schloss Eggenberg, ein wahres Juwel barocker Baukunst. Wer Museen mag, sollte seinen Aufenthalt besser gleich um ein paar Tage verlängern, hier hat das neue Joanneumsviertel so einiges zu bieten.

Steirische Winzer schaffen unvergessliche Weinerlebnisse
Es gäbe hier wirklich noch so viel zu sehen, allerdings auch anderswo. Etwa auf der steirischen Schlösserstraße, die gleich 17 Burgen und Schlösser miteinander verbindet. Von hier aus erreicht man das Steirische Weinland im südlichsten Teil der Steiermark. Auch hier geben sich Tradition und Moderne die Hand. Neben den urigen klassischen Winzerhäuschen wie dem idyllisch gelegenen Winzerhaus Kogelberg in Kaindorf findet man immer mehr diese neue und kühne Weinarchitektur, in der die traditionelle Kunst des Weinbaus auf zeitgemäße Weise präsentiert wird. Etwa im Weinkeller der Familie Sabathi in Leutschach.

Architekturgenuss in den Thermen
Wer den Genuss einer Weinverkostung mit den Annehmlichkeiten eines Spa-Besuches verbinden möchte, ist im Loisium Wein & Spa Ressort in Ehrenhausen richtig. Schon die charakteristische, von klaren Linien geprägte Holzfassade zeugt vom gelungenen Austausch zwischen  Architektur und Natur. Letzteres ist auch beim Rogner Bad Blumau eindrucksvoll gelungen, nur mit komplett anderen architektonischen Elementen: Verspielt und phantasievoll gestaltet, bildet es mit seinen runden Formen und bunten Fassaden ein lebendes Gesamtkunstwert mit den umliegenden Äckern und Wiesen. Der ideale Ort, um auch die vielen Eindrücke der architektonischen Entdeckungsreise Revue passieren zu lassen – und im Geiste schon die nächste Tour zu planen.