Navigation Inhalt Wählen Sie Ihr Thema:

Tirol: architektonische Highlights

Wer sich im Sommer über eine gletscherähnliche, futuristische Eisformation mitten in Innsbruck wundert, steht einfach nur vor einem von vielen Beispielen für innovative Architektur, die in Tirol für besonders spannende Kontraste zu den mittelalterlichen Bauten sorgt.

Goldenes Dachl © Innsbruck Tourismus
Goldenes Dachl © Innsbruck Tourismus
Innsbruck, Hungerburgbahn © Österreich Werbung/Andreas Hofer
Innsbruck, Hungerburgbahn © Österreich Werbung/Andreas Hofer
Tirol Panorama © Tiroler Landesmuseum
Tirol Panorama © Tiroler Landesmuseum
Hofburg Innsbruck © BHÖ/G.R. Wett
Hofburg Innsbruck © BHÖ/G.R. Wett
Bergiselschanze mit Blick zum Karwendel © www.bergisel.info
Bergiselschanze mit Blick zum Karwendel © www.bergisel.info

Bei näherer Betrachtung erweist sich das Konstrukt freilich als Talstation der Hungerburgbahn von Zaha Hadid, die sich in Innsbruck bereits mit der eleganten Neugestaltung der Bergisel Sprungschanze auf eindrucksvolle Weise verewigt hat. Mit der Hungerburgbahn setzte die Stararchitektin zwei Jahre später erneut internationale architektonische Maßstäbe. Wer während der Bergfahrt in den modernen Kabinen das spektakuläre Panorama auf sich wirken lässt, ahnt kaum, welch technische Meisterleistung die Bahn darstellt. Allein schon wegen der ständig wechselnden Hangneigungen und der aufwändigen Streckenführung.

Gotik, Renaissance und Barock in Innsbrucks Innenstadt
Wieder an der Talstation angelangt, sind es nur wenige Schritte bis in die sehenswerte Innenstadt: Das schmucke Innsbruck, das sich da so idyllisch in die Tiroler Bergwelt schmiegt, ist zwar klein – bietet dafür aber umso grandiosere Bauwerke. Historische Häuser aus der Gotik, dem Barock und der Renaissance erfreuen das Auge. Hier ist vor allem das Helblinghaus mit seiner prachtvollen barocken Stuckfassade zu erwähnen und natürlich das berühmte "Goldene Dachl" - ein prunkvoller Erker, den  Kaiser Maximilian I. mit exakt 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln errichten ließ. So idyllisch die Innenstadt ist, so spürbar ist die Lebensfreude der Bewohner in dieser einzigartigen Stadt inmitten der atemberaubenden Tiroler Bergwelten.

Imposanter Einblick in das Leben der Kaiser
Auch die Habsburger wussten die Schönheit Tirols zu schätzen und errichteten in Innsbruck eine Residenz: Die Hofburg mit ihren hervorragend restaurierten Kaiserappartements bietet interessante Einblicke in den Lebensstil und Alltag von Kaiserin Maria Theresia oder Kaiserin Sisi: Kunstvoll glasierte Porzellanöfen, die von verborgenen Gängen aus beheizt wurden, seidene Wandbespannungen, gedeckte Festtafeln – all dies lässt die Geschichte der herrschaftlichen Bewohner der Hofburg wieder lebendig werden.

Eine besondere Attraktion befindet sich auf dem Bergisel, der auch mit der bereits erwähnten Bergisel-Sprungschanze von Zaha Hadid zahlreiche Besucher anlockt: Das "Tirol Panorama" ist ein historisches Riesenrundgemälde, das erst 2010 in das neu erbaute "Museum am Bergisel" übersiedelt wurde. Auf 1000 Quadratmetern ist hier etwa in faszinierender 360-Grad-Ansicht der Tiroler Freiheitskampf zu sehen.

Moderne Architektur in den Bergen

Überhaupt, die Berge...! In Tirol sind sie einfach allgegenwärtig, haben Land und Leute geprägt wie kaum anderswo.  Kein Wunder also, dass die moderne Architektur auch bereits in die Tiroler Bergwelt vorgedrungen ist: Neben den traditionellen, rustikalen Almhütten laden auch immer mehr moderne, innovativ geformte und ökologisch durchdachte Schutzhütten die Wanderer und Bergsteiger zur Einkehr ein. Bestes Beispiel: die Stüdlhütte auf dem Großglockner in 2.800 Metern Seehöhe. Der im Querschnitt wie eine halbe Ellipse geformte Bau blickt 240° nach Südwest und genießt so die maximale Sonnenbestrahlung; ein wahres Wunder in punkto Energienutzung und auch architektonisch sprichwörtlich auf höchstem Niveau.

Auch die Architektur des neuen Festspielhauses in Erl fügt sich harmonisch in die umgebende Tiroler Berglandschaft ein: Im Sommer, wenn die Spiele „nebenan“ im hellen Passionsspielhaus stattfinden, passt sich das Festspielhaus mit seiner dunklen Fassade  in die von dunklem Wald geprägte Landschaft an und tritt somit in den Hintergrund. Im Winter jedoch hat es seinen großen Auftritt: Dann steht es mit seiner beeindruckenden Architektur inmitten der hellen, verschneiten Landschaft ganz im Mittelpunkt. Nebenbei überrascht das Festspielhaus auch mit dem größten Orchestergraben der Welt. Hohe Berge, tiefe Gräben – einfach imposant, dieses Tirol.