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Käsestraße Bregenzerwald

Egal aus welchem Grund man sich nach Vorarlberg und in den Bregenzerwald begibt, am Käse kommt man nicht vorbei. Schon gar nicht auf der Käsestraße Bregenzerwald, wo aus bester Milch ein würziger Bergkäse erzeugt wird, der längst Kultstatus unter Feinschmeckern genießt.

Bregenzerwald Käserei © Bregenzerwald Tourismus GmbH

Durch den Bregenzerwald führen zwar viele schöne Straßen, doch mit dem Begriff Käsestraße ist weniger ein Weg als vielmehr eine Verbindung aus Sennereien, Bauernhöfen, Gasthäusern, Käsegeschäften und Handelsbetrieben gemeint. Die Mitglieder dieser genussfreudigen Gemeinschaft haben sich im wahrsten Sinne des Wortes mit „Laib und Seele“ dem Käse und seiner Kultur verschrieben und erzählen ihren Gästen mit Leidenschaft davon.

Stolz sind die Bauern hier etwa, dass die Kühe ausschließlich frisches Gras und Heu, keinesfalls aber vergorenes Silofutter bekommen: eine europaweite Ausnahmeerscheinung – denn nur zwei Prozent der Milch in der EU sind silofrei. Das Futter der saftigen Almwiesen schlägt sich wiederum auf die Qualität der Milch nieder, die zum würzigen Bergkäse – einer Hartkäseart – verarbeitet wird.

Neben den Besuchen in den wohlriechenden Käsegeschäften im Tal, gehört zu einer Reise auf der Käsestraße auch eine Wanderung zu den Bauernhöfen mit ihren Almen (die hier „Alpen“ heißen) und „Vorsässen“. „Vorsässe“ sind so etwas wie niedriggelegene Almen: Denn im Bregenzerwald grasen die Kühe nach dem Winter nicht direkt auf der Alp, sondern zuerst auf niedrigeren Vorsässen. Nur im Juli und August weiden sie in bis zu 2.000 m Seehöhe ganz oben auf der Alp, auf wilden Almwiesen mit aromatischen Kräutern und kaltem, klarem Wasser. Gesennt – also Käse gemacht – wird hier überall. Nicht weniger als 17 Tal- und 90 Alpsennereien gibt es im Bregenzerwald. Beim Sennen kann man übrigens dabei sein. In der Sennschule von Ingo Metzler zum Beispiel sehen Gäste nicht nur zu, sondern produzieren in einem halben Tag ihren eigenen Käse. Das kann natürlich kein Bergkäse sein, denn der braucht mindestens sechs Monate bis ein Jahr Reifezeit, der Alpkäse sogar zwei Jahre.

Das „weiße Gold“ des Bregenzerwalds und andere regionale Spezialitäten werden oft in gepflegten alten Holzstuben serviert, die – wie üblich in Vorarlberg – frei von Kitsch und stattdessen reich an Atmosphäre sind. Doch auch moderne Architektur ist in Vorarlberg kein Fremdkörper – die geradlinigen Neubauten aus Glas und leuchtend hellem Holz harmonieren mit den traditionellen Höfen so gut, als würden sie immer schon in guter Nachbarschaft nebeneinander existieren. Etwa in Lingenau, wo der gemeinschaftliche Käsereifungskeller vieler Sennereien in einem flachen Beton-Neubau untergebracht ist. Hinter meterhohen Glaswänden sind Roboter für die Pflege der rund 30.000 Käselaibe zuständig. Die enorm schweren, auf Fichtenholzbrettern liegenden Käseräder werden von ihnen immer wieder mit Salzwasser gebürstet und gewendet, bis sie den richtigen Reifegrad erlangt haben.

Dass hier eine reife Leistung vollbracht wird, merkt man schon beim Verkosten. Und egal für welchen der pikanten Käsesorten man sich schließlich entscheidet, eine Reise auf der Käsestraße bringt auf jeden Fall Würze ins Leben! 
www.kaesestrasse.at