Navigation Inhalt Wählen Sie Ihr Thema:
close
Please choose your country:
Or choose your language:

Schmalspurbahnen & Nostalgiefahrten

Die Liebe zu alten Eisenbahnen rostet nicht. In Österreich finden Schmalspur-Liebhaber in allen Landesteilen ganz besondere Strecken und Bahnen.

Pinzgaubahn mit Dampflock

Der Ötscherland-Express, die Schmalspurbahn zwischen Kienberg-Gaming, Lunz am See und Göstling, ist Österreichs steilste Bahnstrecke. 32 Prozent Steigung und 300 Meter Höhenunterschied machen diese Bahnstrecke zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Semmeringbahn zählt zu den Highlights des Österreichischen Eisenbahnbaus. Sie wurde 1854 eröffnet und war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas. Seit 1998 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein beliebtes Transportmittel für Wanderer, Radfahrer und Pilger ist die Mariazellerbahn. Sie verlässt kurz nach St. Pölten das Traisental und wechselt über sanfte Höhen ins Pielachtal. Gebirgig wird die Strecke im malerischen oberen Erlauftal, wo sich spektakuläre Ausblicke auf die Berglandschaft des Ötschers bieten. Danach geht es hinunter in den Wallfahrtsort Mariazell.

Wer sich in die Welt der schnaufenden, rußigen Feldbahnen vertiefen möchte, kann dies im weiter östlich verlaufenden Traisental tun, wo das Feldbahnmuseum von Freiland mit insgesamt über 50 Loks aufwartet.

Die Murtalbahn bietet planmäßige Schmalspur-Dampfzugfahrten mit historischen Waggons entlang des Oberlaufs der Mur von Murau in der Steiermark bis Tamsweg in Salzburg, sowie auch Sonderfahrten mit der Möglichkeit, selbst Lokführer zu sein, an.

Die Gleichenberger Bahn im steirischen Thermenland – auch liebevoll „Dschungelexpress“ genannt – fährt entlang von Wiesen und Wäldern, über Hügel und Täler von Feldbach nach Bad Gleichenberg. In den Waggons aus den 1930er Jahren werden die Passagiere mit entspannenden Naturklängen auf die Landschaft eingestimmt.

In den bunten Waggons des steirischen Flascherlzugs  von Stainz nach Preding wird man kulinarisch verwöhnt, während man die liebliche Landschaft des Schilcherlandes genießt.

Echte Schmalspurromantik erlebt man auf der „Gurkthal-Museumsbahn“ auf dem gut drei Kilometer langen Abschnitt zwischen Treibach-Althofen und Pöckstein-Zwischenwässern: Wie vor mehr als hundert Jahren ziehen Dampflokomotiven den Zug durch die blühenden Wiesen und Felder Kärntens.

Im Westen schnauft die vor rund 120 Jahren gebaute Tiroler Achensee-Dampf-Zahnradbahn die knapp sieben Kilometer lange Strecke von Jenbach nach Seespitz zum Achensee hinauf. Die in klassischem Rot-Schwarz lackierten Dampfloks zählen zu den ältesten, fahrplanmäßig im Einsatz stehenden Dampflokomotiven der Welt.
Ein liebenswertes Original ist die Zillertalbahn, die auf 32 km Länge über 35 Brücken von Jenbach nach Mayrhofen führt. Die Fahrt mit dem nostalgischen Dampfzug durch die faszinierende Landschaft des Zillertales ist ein besonderes Reiseerlebnis.

Ebenfalls zum alten Eisen zählen die seit 1893 verkehrenden Züge der Schafberg-Bahn in St. Wolfgang im oberösterreichischen Salzkammergut.

Kaum wenig älter ist die Pinzgaubahn im SalzburgerLand. Die idyllische Strecke der 1898 in Betrieb genommenen Bahn führt von Zell am See entlang der Salzach in den Nationalpark Hohe Tauern bis nach Krimml – elegante, in Lärchenholz ausgeführte Sitzbänke inklusive.

In Vorarlberg zeigt das kleine, feine Wälderbähnle, wie man im Bregenzerwald besonders stilgerecht pausieren kann – nämlich an Haltestellenhäuschen aus der Gründerzeit.

Ganz im Norden Östereichs bewegt man sich entlang der Schienen der Waldviertler Schmalspurbahn auf reichem historischen Boden was die Bedeutung der Eisenbahnen angeht: Die Waldviertler Schmalspurbahn war das Rückgrat des wirtschaftlichen Austausches mit Böhmen und Mähren. Bis heute bilden die zwei zusammenhängenden Strecken ein vollständig befahrbares Schienennetz, welches das nordwestliche Waldviertel erschließt. Weiter östlich verkehrt zwischen der Weinstadt Retz und der Thayastadt Drosendorf der Reblaus Express. Eine Reise, die nicht zuletzt durch jene Weingärten führt, die diese Region prägen.

Mahagoni-Täfelung, glänzendes Messing, schwerer Samt, gewirkter Brokat, güldener Zierrat rundum – die Waggons des Luxus-Zugs Majestic Imperator lassen den Prunk der österreichisch-ungarischen Monarchie wieder auferstehen. Im detailgetreu rekonstruierten Hofzug von 1891 reisen Fahrgäste nicht nur wie zu Kaisers Zeiten, sondern wie der Kaiser selbst.