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Südsteirische Weinstraße

Steil fallen in der Südsteiermark die Weinhänge herab, erhaben thronen die einfachen Weingüter auf den Kuppen der Hügel. Wer von ihnen die fantastische Rundsicht über die Landschaft genießt, begleitet dies am besten mit Weißwein und steirischer Kost. Willkommen in der „steirischen Toskana“!

Südsteirische Weinstrasse © Steiermark Tourismus/Schiffer

„Steirerblut ist kein Himbeersaft“ lautet eine beliebte Redewendung in der Steiermark. Auf der Südsteirischen Weinstraße kann man sich davon überzeugen, dass hier tatsächlich nur der Rebensaft zählt. Die rund 25 Kilometer lange Straße zwischen Ehrenhausen und Leutschach führt durch die größte Weinbauregion der Steiermark, in der einige der besten Weißweine gedeihen: Welschriesling, Sauvignon Blanc und Muskateller etwa, aber auch Chardonnay, der hier in der Steiermark Morillon genannt wird.

Der Begriff Weinstraße ist tatsächlich wörtlich zu nehmen, denn entlang einer schmalen Landstraße liegen so idyllische Weinbauorte wie Ratsch, Glanz, Langegg, Schlossberg oder Eichberg-Trautenburg. Teilweise verläuft die Straße entlang der slowenischen Grenze, und mitunter wird man darauf hingewiesen, dass die Staatsgrenze in der Straßenmitte verläuft. Das heißt nun nicht, dass überholen verboten sei, aber angesichts der kurvigen Strecke ist eine Tour de force ohnehin nicht angeraten. Eher sollte man sich treiben lassen, stehenbleiben, wo der Blick besonders schön ist oder ein Weingut besonders einladend wirkt. Denn bewirtet wird man überall – und der Wein genügt immer höchsten Qualitätsansprüchen. Regelmäßig holen die südsteirischen Winzer Preise und Medaillen für ihre edlen Weißweine heim. Aber auch Käsespezialitäten, Bauernmehlspeisen oder steirische Hausmannskost kommen nicht zu kurz, ebenso wenig wie regionale Marmeladen, Edelbrände und selbstverständlich das Kernöl, das aus Kürbiskernen hergestellte Salatöl, das in der Steiermark auch gerne das „grüne Gold“ genannt wird.

Ein echtes Glanzstück des südsteirischen Hügellandes ist die Gemeinde Glanz. Hier lädt eine leichte Wanderung – die Glanzer Hoftour – dazu ein, die Köstlichkeiten der lokalen Betriebe zu Fuß zu entdecken. Besonders reizvoll ist die Glanzer Kellerstraße, die sich durch die Weingärten schlängelt. Das Klapotetz, das Windrad, das unliebsame Vögel von den Reben fernhalten soll, ist hier gegenwärtig. Und wer den Eorykogel besteigt, wird nicht nur mit einem fantastischen Rundblick belohnt, sondern auch der größten Weintraube der Welt ansichtig. Die von Willibald Trojan aus Glas gefertigte Riesenweintraube hat es sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft.

Es liegt nicht unbedingt am Weinkonsum ihrer Besucher, dass die Weinstraße keiner geraden Linie folgt. Die Strecke wartet von vornherein mit einigen Abzweigungen auf. Einen Abstecher nach Gamlitz, das sich mit Stolz „größte Weinbaugemeinde der Steiermark“ nennt, sollte man nicht versäumen. Die 300 Hektar Weinbaufläche machen etwa zehn Prozent des gesamten steirischen Weinbaugebiets aus. Wer hier nicht nur preisgekrönten Wein trinken will, sondern auch mehr über die hiesige Weinkultur und ihre Geschichte erfahren möchte, kann im Museum für steirische Weinkultur auf Schloss Obergamlitz seinen Wissensdurst löschen.
www.suedsteirischeweinstrasse.at