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Lavant, Christine (1915-1973)

Christine Lavant wächst in einem Milieu äußersten Elends und provinzieller Enge auf, geprägt von althergebrachten Normen und religiösen Werten, darüber hinaus quält sie zeitlebens eine schwere Krankheit. Ihr erstes Romanmanuskript wird vom Grazer Leykam-Verlag abgelehnt,woraufhin die Dichterin alles bis 1929 Geschriebene vernichtet. Während der Kriegsjahre beschäftigt sich Christine Lavant intensiv mit religiöser, mystischer und philosophischer Literatur, auch mit der Lyrik Rainer Maria Rilkes. Bei einer Lesung anlässlich der St. Veiter Kulturtage 1950 kann Christine Lavant auf sich aufmerksam machen. Dort lernt sie auch den Maler Werner Berg kennen und die sich aus dieser Begegnung entwickelnde Freundschaft führt zu gegenseitiger künstlerischer Beeinflussung. Der Durchbruch gelingt der Dichterin mit dem Gedichtband "Die Bettlerschale" (1956). 1954 und 1964 erhält Christine Lavant den Georg-Trakl-Preis, 1956 und 1961 den Österreichischen Staatspreis. Christine Lavant stirbt am 7. Juni 1973 in Wolfsberg/Kärnten. Zum Gedenken an die Dichtern findet alljährlich in Wolfsberg der Literaturwettbewerb zum Christine Lavant-Lyrikpreis statt.
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