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Roth, Joseph (1894-1939)

Copyright: IMAGNO/Ullstein
Joseph Roth wird am 2. September 1894 in Brody geboren, einer Kleinstadt in Galizien nahe Lemberg (heute Ukraine), die damals zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehört. Roth studiert in Wien Germanistik und Philosophie, bricht jedoch das Studium ab, um als Soldat und später Offizier am Ersten Weltkrieg teilzunehmen. Nach Kriegsende wird er Journalist, zuerst in Wien, ab 1920 in Berlin, wo er u.a. für die neue Berliner Zeitung und später auch als Feuilletonist für die renommierte Frankfurter Zeitung arbeitet.
In dieser Zeit entstehen seine ersten Romane und Erzählungen, in denen Roth sich u.a. mit der NS-Ideologie auseinandersetzt – z.B. im "Spinnennetz" (1923). Im Roman "Der stumme Prophet" (1929) stellt er den inhumanen Stalinismus an den Pranger. 1928 erkrankt Roths Frau Friederike an Schizophrenie. Der Schriftsteller stürzt in eine psychische Krise, bekommt finanzielle Probleme, verfällt dem Alkohol und vollzieht auch in seinem Schaffen eine deutliche Wende.
In den Romanen "Hiob" (1930) und später in der Erzählung "Der Leviathan" (posthum 1940 veröffentlicht) greift er, der sich selbst als Entwurzelten erlebt, das Thema des heimatlosen Juden auf. 1933 muss Roth Deutschland verlassen, seine Bücher werden von den Nazis verboten. Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien lässt er sich in Paris nieder. Hier lebt er von 1936 bis 1938 mit der Schriftstellerin Irmgard Keun zusammen, hier entsteht auch ein großer Teil jenes Werks, der sich mit der Donaumonarchie und ihrem Untergang auseinandersetzt.
In seinen berühmten Werken "Radetzkymarsch" (1932), "Das falsche Gewicht" (1937) und "Die Kapuzinergruft" (1938) kritisiert Roth einerseits die Doppelmoral und Scheinheiligkeit der untergehenden K & K-Monarchie, andererseits lässt er sein nostalgisches Heimweh nach dem Habsburgerreich deutlich erkennen. Roths Träume von dessen Wiedererrichtung zerbrechen nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich 1938 endgültig. Im darauffolgenden Jahr stirbt er, vom Alkohol zerfressen, am 27. Mai in Paris.
In dieser Zeit entstehen seine ersten Romane und Erzählungen, in denen Roth sich u.a. mit der NS-Ideologie auseinandersetzt – z.B. im "Spinnennetz" (1923). Im Roman "Der stumme Prophet" (1929) stellt er den inhumanen Stalinismus an den Pranger. 1928 erkrankt Roths Frau Friederike an Schizophrenie. Der Schriftsteller stürzt in eine psychische Krise, bekommt finanzielle Probleme, verfällt dem Alkohol und vollzieht auch in seinem Schaffen eine deutliche Wende.
In den Romanen "Hiob" (1930) und später in der Erzählung "Der Leviathan" (posthum 1940 veröffentlicht) greift er, der sich selbst als Entwurzelten erlebt, das Thema des heimatlosen Juden auf. 1933 muss Roth Deutschland verlassen, seine Bücher werden von den Nazis verboten. Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien lässt er sich in Paris nieder. Hier lebt er von 1936 bis 1938 mit der Schriftstellerin Irmgard Keun zusammen, hier entsteht auch ein großer Teil jenes Werks, der sich mit der Donaumonarchie und ihrem Untergang auseinandersetzt.
In seinen berühmten Werken "Radetzkymarsch" (1932), "Das falsche Gewicht" (1937) und "Die Kapuzinergruft" (1938) kritisiert Roth einerseits die Doppelmoral und Scheinheiligkeit der untergehenden K & K-Monarchie, andererseits lässt er sein nostalgisches Heimweh nach dem Habsburgerreich deutlich erkennen. Roths Träume von dessen Wiedererrichtung zerbrechen nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich 1938 endgültig. Im darauffolgenden Jahr stirbt er, vom Alkohol zerfressen, am 27. Mai in Paris.
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