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Torberg Friedrich (1908-1979)

Copyright: IMAGNO/Austrian Archives
Friedrich Torberg (eigtl. Friedrich Kantor-Berg) wird am 16. September 1908 als Spross einer jüdischen Prager Familie in Wien geboren. Hier tritt er auch der Wasserballmannschaft des jüdischen Sportvereins "Hakoah" bei. 1921 übersiedelt die Familie nach Prag. Der junge Torberg, dessen Künstlername aus der letzten Silbe seines Vaternamens Kantor und dem Namen seiner Mutter besteht, hat Schwierigkeiten in der Schule. Vor allem auch deshalb, weil er neben dem Unterreicht in Varietés auftritt und Gedichte verfasst.
Torberg besteht die Reifeprüfung erst im zweiten Anlauf und verewigt seine Erfahrungen mit dem Schulsystem in seinem Roman vom "Schüler Gerber" (1930), der ihn als 22-jährigen schlagartig berühmt macht. Ab 1927 arbeitet er beim Prager Tagblatt, ist mit dem Reporter Egon Erwin Kisch ebenso befreundet wie mit den Schriftstellern Alfred Polgar, Joseph Roth, Hermann Broch, Robert Musil und Franz Werfel. 1929 voluntiert Torberg beim Leipziger Tagblatt. In dieser Zeit wird er auch tschechoslowakischer Wasserballmeister und verarbeitet seine sportlichen Erfahrungen in dem Roman "Die Mannschaft" (1935).
Als scharfzüngiger jüdischer Kritiker ist Torberg den Nazis ein Dorn im Auge. 1933 werden seine Bücher in Deutschland verboten, 1938 muss er emigrieren. In den USA schlägt er sich anfangs als Drehbuchautor, später als Übersetzer, Journalist und Theaterkritiker durch. Torberg nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an und behält diese, als er 1951 nach Wien zurückkehrt, um für die Tageszeitung "Kurier", den Sender "Rot-Weiß-Rot" und die "Süddeutsche Zeitung" zu arbeiten.
1954 gründete Torberg die Kulturzeitschrift Forum und macht sich in den folgenden Jahren als Herausgeber der Werke von Fritz von Herzmanovsky-Orlando und Peter Hammerschlag sowie als kongenialer Übersetzer von Ephraim Kishon einen Namen. Über die Literaturszene hinaus wird Torberg berühmt mit der Veröffentlichung der skurrilen Geschichtensammlungen "Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten" (1975) und "Die Erben der Tante Jolesch" (1978). Friedrich Torberg stirbt am 10. November 1979 in Wien.
Torberg besteht die Reifeprüfung erst im zweiten Anlauf und verewigt seine Erfahrungen mit dem Schulsystem in seinem Roman vom "Schüler Gerber" (1930), der ihn als 22-jährigen schlagartig berühmt macht. Ab 1927 arbeitet er beim Prager Tagblatt, ist mit dem Reporter Egon Erwin Kisch ebenso befreundet wie mit den Schriftstellern Alfred Polgar, Joseph Roth, Hermann Broch, Robert Musil und Franz Werfel. 1929 voluntiert Torberg beim Leipziger Tagblatt. In dieser Zeit wird er auch tschechoslowakischer Wasserballmeister und verarbeitet seine sportlichen Erfahrungen in dem Roman "Die Mannschaft" (1935).
Als scharfzüngiger jüdischer Kritiker ist Torberg den Nazis ein Dorn im Auge. 1933 werden seine Bücher in Deutschland verboten, 1938 muss er emigrieren. In den USA schlägt er sich anfangs als Drehbuchautor, später als Übersetzer, Journalist und Theaterkritiker durch. Torberg nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an und behält diese, als er 1951 nach Wien zurückkehrt, um für die Tageszeitung "Kurier", den Sender "Rot-Weiß-Rot" und die "Süddeutsche Zeitung" zu arbeiten.
1954 gründete Torberg die Kulturzeitschrift Forum und macht sich in den folgenden Jahren als Herausgeber der Werke von Fritz von Herzmanovsky-Orlando und Peter Hammerschlag sowie als kongenialer Übersetzer von Ephraim Kishon einen Namen. Über die Literaturszene hinaus wird Torberg berühmt mit der Veröffentlichung der skurrilen Geschichtensammlungen "Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten" (1975) und "Die Erben der Tante Jolesch" (1978). Friedrich Torberg stirbt am 10. November 1979 in Wien.
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