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Raimund, Ferdinand (1790-1836)

Copyright:IMAGNO/Austrian Archives
"Da streiten sich die Leut' herum / oft um den Wert des Glücks. / Der eine heißt den andern dumm, / am End' weiß keiner nix." Diese Zeilen aus einem Couplet gehören zu den wohl berühmtesten, die Ferdinand Raimund hinterlassen hat. Deutlich drücken sie die Mischung aus Fatalismus und Humor aus, die sie dem von Raimund geschaffenen Volksstück eigen ist. Geboren wird Ferdinand Raimund am 1. Juni 1790 in Wien als Sohn eines Kunstdrechslers. Schon in jungen Jahren verliert er die Eltern, der Vater stirbt 1802, die Mutter zwei Jahre später. Raimund beginnt eine Zuckerbäcker-Lehre und verkauft abends Süßigkeiten im Burgtheater.
Mit 19 wird Ferdinand Raimund Schauspieler. Er zieht einige Jahre mit verschiedenen Ensembles durch Ungarn, bis er 1814 schließlich ein Engagement im Theater in der Josefstadt erhält. 1817 wechselt er ans Theater in der Leopoldstadt – damals die eigentliche Volksbühne Wiens, die Raimund später sogar einige Jahre lang leitet. Obwohl er sich als "Tragiker" versucht, sind es gerade seine Zaubermärchen, die ihn bis heute berühmt machen. Insgesamt schreibt Raimund acht Theaterstücke. Die Evergreens "Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär (1826)", "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" (1828) und "Der Verschwender" (1834) sind bis heute ungemein populär. Besonders die charmante Zeichnung komischer Volkstypen trägt zu dieser Beliebtheit bei.
Raimunds Privatleben ist von turbulenten Liebesaffären und seinem Hang zur Hypochondrie geprägt. So endet etwa eine Episode mit der Schauspielerin Therese Grünthal mit Tätlichkeiten im Zuschauerraum des Theaters in der Josefstadt und mit Arrest für den Dichter. Zwei Jahre später lässt er den Hochzeitstermin mit Luise Gleich platzen, um sie dann doch zu heiraten und sich eineinhalb Jahre später bereits wieder scheiden zu lassen. Länger glücklich ist er mit Antonia Wagner, seiner "lebenslangen Verlobten".
1834 kauft Raimund ein Landhaus im niederösterreichischen Gutenstein. Als ihn dort sein Hund beisst, reist der Volksdichter in panischer Tollwutangst nach Wien ab. Während einer Reiseunterbrechung nimmt er sich das Leben. Ferdinand Raimund, der in insgesamt 170 Rollen aufgetreten ist, stirbt am 5. September 1836 in Pottenstein und wird in Gutenstein beerdigt.
Ferdinand Raimund Gesellschaft
Mit 19 wird Ferdinand Raimund Schauspieler. Er zieht einige Jahre mit verschiedenen Ensembles durch Ungarn, bis er 1814 schließlich ein Engagement im Theater in der Josefstadt erhält. 1817 wechselt er ans Theater in der Leopoldstadt – damals die eigentliche Volksbühne Wiens, die Raimund später sogar einige Jahre lang leitet. Obwohl er sich als "Tragiker" versucht, sind es gerade seine Zaubermärchen, die ihn bis heute berühmt machen. Insgesamt schreibt Raimund acht Theaterstücke. Die Evergreens "Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär (1826)", "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" (1828) und "Der Verschwender" (1834) sind bis heute ungemein populär. Besonders die charmante Zeichnung komischer Volkstypen trägt zu dieser Beliebtheit bei.
Raimunds Privatleben ist von turbulenten Liebesaffären und seinem Hang zur Hypochondrie geprägt. So endet etwa eine Episode mit der Schauspielerin Therese Grünthal mit Tätlichkeiten im Zuschauerraum des Theaters in der Josefstadt und mit Arrest für den Dichter. Zwei Jahre später lässt er den Hochzeitstermin mit Luise Gleich platzen, um sie dann doch zu heiraten und sich eineinhalb Jahre später bereits wieder scheiden zu lassen. Länger glücklich ist er mit Antonia Wagner, seiner "lebenslangen Verlobten".
1834 kauft Raimund ein Landhaus im niederösterreichischen Gutenstein. Als ihn dort sein Hund beisst, reist der Volksdichter in panischer Tollwutangst nach Wien ab. Während einer Reiseunterbrechung nimmt er sich das Leben. Ferdinand Raimund, der in insgesamt 170 Rollen aufgetreten ist, stirbt am 5. September 1836 in Pottenstein und wird in Gutenstein beerdigt.
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