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Werner, Oskar (1922-1984)

Copyright: IMAGNO/Barbara Pflaum
Josef Bschließmayer, der unter dem Künstlernamen Oskar Werner zu Weltruhm gelangt, wird am 13. November 1922 in Wien geboren. Er wächst bei seiner Großmutter auf, spielt als Jugendlicher in Schulaufführungen, beim Kabarett und in einer Kellerbühne mit. Als Statist kommt er zum Film und erhält 1939 eine erste kleine Leinwandrolle. Mit knapp 19 Jahren wird Oskar Werner ans Wiener Burgtheater engagiert, dem er bis 1949 sowie von 1951 bis 1955 und Anfang der 1960er-Jahre angehört. Kurz nach seinem ersten Engagement an die bedeutende Sprechbühne wird er 1941 zum Wehrdienst eingezogen, bekommt jedoch die Erlaubnis, auch als Soldat weiter an der "Burg" zu spielen. 1944 heiratet der Schauspieler, wird Vater einer Tochter und desertiert aus der Wehrmacht. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs versteckt er sich.
1947 tritt Oskar Werner bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Volkstheater und am Raimundtheater auf. Im folgenden Jahr gibt Werner im "Engel mit der Posaune" sein Spielfilmdebüt. 1950 erhält der charismatische Schauspieler von 20th Century Fox einen Sieben-Jahres-Vertrag, den er bereits 1951 wieder löst. Anfang der 1950er-Jahre gastiert Werner am Theater in der Josefstadt, an deutschen und Schweizer Bühnen sowie bei den Salzburger Festspielen. Sein Aussehen, seine Ausstrahlung und seine hypnotisch-sanfte, poetische Stimme machen ihn berühmt und begehrt – nicht nur als Bühnendarsteller ("Hamlet"), sondern vor allem auch als Filmschauspieler.
Streifen wie "Oberst Redl" und "Mozart" sorgen im deutschen Sprachraum für Aufsehen. Der internationale Durchbruch gelingt Oskar Werner 1962 in François Truffauts Kultfilm "Jules et Jim". 1964 folgt "Das Narrenschiff", 1965 steht er in "Der Spion, der aus der Kälte kam" an der Seite von Richard Burton vor der Kamera. Berühmt ist auch der Auftritt des genialen Darstellers in Truffauts "Fahrenheit 451" (1966). 1976 dreht Oskar Werner mit der "Reise der Verdammten" seinen letzten Film. In seinen letzten Lebensjahren ist Werner oft als Rezitator vor allem der Gedichte von Rainer Maria Rilke und Josef Weinheber auf Tournee. Bei der Vorbereitung einer solchen Rezitationsreise stirbt Oskar Werner am 23. Oktober 1984 in Marburg an der Lahn.
Oskar Werner Fanseite
Österreichisches Filmarchiv
1947 tritt Oskar Werner bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Volkstheater und am Raimundtheater auf. Im folgenden Jahr gibt Werner im "Engel mit der Posaune" sein Spielfilmdebüt. 1950 erhält der charismatische Schauspieler von 20th Century Fox einen Sieben-Jahres-Vertrag, den er bereits 1951 wieder löst. Anfang der 1950er-Jahre gastiert Werner am Theater in der Josefstadt, an deutschen und Schweizer Bühnen sowie bei den Salzburger Festspielen. Sein Aussehen, seine Ausstrahlung und seine hypnotisch-sanfte, poetische Stimme machen ihn berühmt und begehrt – nicht nur als Bühnendarsteller ("Hamlet"), sondern vor allem auch als Filmschauspieler.
Streifen wie "Oberst Redl" und "Mozart" sorgen im deutschen Sprachraum für Aufsehen. Der internationale Durchbruch gelingt Oskar Werner 1962 in François Truffauts Kultfilm "Jules et Jim". 1964 folgt "Das Narrenschiff", 1965 steht er in "Der Spion, der aus der Kälte kam" an der Seite von Richard Burton vor der Kamera. Berühmt ist auch der Auftritt des genialen Darstellers in Truffauts "Fahrenheit 451" (1966). 1976 dreht Oskar Werner mit der "Reise der Verdammten" seinen letzten Film. In seinen letzten Lebensjahren ist Werner oft als Rezitator vor allem der Gedichte von Rainer Maria Rilke und Josef Weinheber auf Tournee. Bei der Vorbereitung einer solchen Rezitationsreise stirbt Oskar Werner am 23. Oktober 1984 in Marburg an der Lahn.
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