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Klimt, Gustav (1862 - 1918)

Der Maler Gustav Klimt wird am 14. Juli 1862 in Baumgarten (heute ein Teil des XIV. Wiener Gemeindebezirks) geboren. Er gilt als Hauptvertreter des österreichischen Jugendstils. Von 1897 bis 1905 leitet er die "Wiener Sezession", deren Mitbegründer er ist. Seine in dezenten Farben gehaltenen Bilder voll symbolischer Kraft sind Verbindungen aus flächigen, mosaikartigen Elementen und Jugendstilornamenten. Klimt, der sich nie selbst porträtiert, malt nach eigenen Angaben am liebsten Menschen, "vor allem weibliche", in zumeist erotischer Form. Der Betrachter soll aus seinen Bildern "zu erkennen suchen, was ich bin und was ich will." Gustav Klimt stirbt am 6. Februar 1918 in Wien.

Photo: Verein Gedenkstätte Gustav Klimt

Biographische Übersicht

1862 geboren am 14. Juli in Baumgarten bei Wien (heute eingemeindet in Wien XIV, Linzer Straße 247)

1876-83 Besuch der Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie

1879 Mitarbeit am Festzug von Hans Makart zu Ehren der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares

1883 Gründung der "Künstlerkompanie": Gustav Klimt und sein Bruder Ernst, sowie Franz Matsch, gemeinsames Atelier in der Sandwirtgasse 8, Wien VI

1883-85 Arbeiten der Künstlerkompanie für die Stadttheater in Fiume (Kroatien) und Karlsbad (Böhmen), sowie für das Bukarester Nationaltheater (Rumänien)

1886-91 Arbeiten der "Künstlerkompanie" an den Fesken der Stiegenaufgänge des Wiener Burgtheaters und an den Fresken des Stiegenhauses im Wiener Kunsthistorischen Museums

1892 Tod des geliebten Bruder Ernst sowie seines Vaters
Im gleichen Jahr Übersiedlung in das Atelier Josefstädterstraße 21, Wien VIII

1894 Auftrag zu den Fakultätsbildern für die Wiener Universität gemeinsam mit Franz Matsch. Beginnende künstlerische Entfremdung zwischen Klimt und Matsch.

1897-99 Präsident der Wiener Secession

1898 Seit diesem Jahr verbringt Klimt die Sommermonate im oberösterreichischen Salzkammergut (zumeist am Attersee). Es entstehen seine ersten Landschaftsbilder

1898 Erste und zweite Ausstellung der Secession mit Werken Gustav Klimts

Gemälde "Schubert am Klavier", gilt als eines seiner populärsten Gemälde zu Klimts Lebzeiten (1945 verbrannt)

1900 Ausstellung der 1. Fassung des Fakultätsbilds "Philosophie" in der Secession. Es kommt zu einem Kunstskandal (die 3 Fakultätsbilder, die ebenso zu seinen absoluten Hauptwerken zählten, sind 1945 verbrannt)

1902 Porträt Emilie Flöge. Beginn einer lebenslangen Freundschaft mit der Modesalonbesitzerin

1902 14. Ausstellung der Secession: Beethovenfries

1905 Austritt der "Klimt-Gruppe" (Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Otto Wagner, Kolo Moser u.a.)

1905-11 "Stocletfries". Im Palais Stoclet in Brüssel (Belgien)

1907/08 Gemälde der Kuss. Gilt als eine der Ikonen des Wiener Jugendstils

1911/12 Übersiedlung in sein neues Atelier in der Feldmühlgasse

1912 "Allee im Schloß Kammer am Attersee"
"Adele Bloch Bauer II"

1915 "Unterach am Attersee"

1916 "Tod und Leben", für das Gustav Klimt 1911 in Rom bei der internationalen Kunstschau den ersten Preis erhält, wird in der Feldmühlgasse umgearbeitet

1917 "Adam und Eva"

1918 Tod Gustav Klimts

Verein Gedenkstätte Gustav Klimt
Auhofstraße 43
1130 Wien
E-Mail: office@klimt.at
Internet: www.klimt.at


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