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Schiele, Egon (1890-1918)

Copyright: IMAGNO/Austrian Archives
Egon Schiele wird am 12. Juni 1890 als Sohn eines Bahnbeamten in Tulln (Niederösterreich) geboren. Aufgrund seines zeichnerischen Talents beschließt Schieles Mutter, ihrem Sohn die Künstler-Laufbahn zu ermöglichen. Nachdem er von der Wiener Kunstgewerbeschule abgelehnt wird, studiert Schiele ab 1906 an der Wiener Kunstakademie. 1909 tritt er aus der Akademie aus und gründet mit Gleichgesinnten die "Neukunstgruppe". Ab diesem Zeitpunkt beteiligt er sich an österreichischen und internationalen Ausstellungen – u.a. in der Wiener Secession und jener des Blauen Reiters in München (1912).
In Schieles frühen Arbeiten ist der Einfluss von Gustav Klimt spürbar, mit dem Schiele seit 1907 eine Freundschaft verbindet. Nach und nach entwickelt sich erst jene expressive, von intensiver Farbigkeit geprägte Bildsprache, die Schieles Markenzeichen wird. In seinen Selbstbildnissen, Porträts und Landschaften spiegeln sich Leid, Schmerz und Einsamkeit sowie die Spannung zwischen Eros und Tod wider. Die grelle Erotik seiner Aktzeichnungen stößt bei seinen Zeitgenossen oft auf Ablehnung. 1911 zieht der Künstler mit seiner Lebensgefährtin ins böhmische Krumau (heute Ceský Krumlov), die Heimat seiner Mutter. Wegen seiner wilden Ehe und der Aktzeichnungen von jungen Mädchen muss er Krumau jedoch bald verlassen. Er übersiedelt nach Neulengbach bei Wien. Wegen des – unbewiesenen – Verdachts, ein minderjähriges Aktmodell verführt zu haben, wird der Maler 1912 für drei Wochen inhaftiert.
Nach der Trennung von seiner bisherigen Lebensgefährtin heiratet Schiele 1915 Edith Harms. Er wird zum Militär einberufen, kann jedoch seinen Dienst in Wien, u.a. im Heeresgeschichtlichen Museum, ableisten. 1918 widmet die Wiener Secession Egon Schiele und seinen Künstlerfreunden eine eigene Ausstellung, durch die er erst breitere Anerkennung findet. Er kann den Ruhm jedoch nicht lange genießen: Am 31. Oktober 1918 stirbt er an der Spanischen Grippe. Heute sind Schieles Werke in den bedeutendsten Museen der Welt vertreten, die Wiener Albertina verfügt über eine umfangreiche Sammlung seiner Zeichnungen und Aquarelle, das Leopold Museum präsentiert im Museumsquartier die weltweit größte Egon-Schiele-Kollektion und im Schiele-Museum in Tulln (Niederösterreich) ist das Leben dieses Ausnahme-Künstlers dokumentiert.
Egon Schiele Museum in Tulln
In Schieles frühen Arbeiten ist der Einfluss von Gustav Klimt spürbar, mit dem Schiele seit 1907 eine Freundschaft verbindet. Nach und nach entwickelt sich erst jene expressive, von intensiver Farbigkeit geprägte Bildsprache, die Schieles Markenzeichen wird. In seinen Selbstbildnissen, Porträts und Landschaften spiegeln sich Leid, Schmerz und Einsamkeit sowie die Spannung zwischen Eros und Tod wider. Die grelle Erotik seiner Aktzeichnungen stößt bei seinen Zeitgenossen oft auf Ablehnung. 1911 zieht der Künstler mit seiner Lebensgefährtin ins böhmische Krumau (heute Ceský Krumlov), die Heimat seiner Mutter. Wegen seiner wilden Ehe und der Aktzeichnungen von jungen Mädchen muss er Krumau jedoch bald verlassen. Er übersiedelt nach Neulengbach bei Wien. Wegen des – unbewiesenen – Verdachts, ein minderjähriges Aktmodell verführt zu haben, wird der Maler 1912 für drei Wochen inhaftiert.
Nach der Trennung von seiner bisherigen Lebensgefährtin heiratet Schiele 1915 Edith Harms. Er wird zum Militär einberufen, kann jedoch seinen Dienst in Wien, u.a. im Heeresgeschichtlichen Museum, ableisten. 1918 widmet die Wiener Secession Egon Schiele und seinen Künstlerfreunden eine eigene Ausstellung, durch die er erst breitere Anerkennung findet. Er kann den Ruhm jedoch nicht lange genießen: Am 31. Oktober 1918 stirbt er an der Spanischen Grippe. Heute sind Schieles Werke in den bedeutendsten Museen der Welt vertreten, die Wiener Albertina verfügt über eine umfangreiche Sammlung seiner Zeichnungen und Aquarelle, das Leopold Museum präsentiert im Museumsquartier die weltweit größte Egon-Schiele-Kollektion und im Schiele-Museum in Tulln (Niederösterreich) ist das Leben dieses Ausnahme-Künstlers dokumentiert.
Egon Schiele Museum in Tulln
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