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Moser, Koloman (1868-1918)

Copyright: IMAGNO/Austrian Archives
Koloman "Kolo" Moser wird am 30. März 1868 in Wien geboren. Von 1888 bis 1892 studiert er an der Wiener Akademie, danach bis 1895 an der Kunstgewerbeschule Wien. Schon früh befasst er sich mit allen Sparten der angewandten Kunst: Er entwirft Möbel, Stoffe, Bucheinbände, Glas- und Lederwaren, Metallarbeiten, Schmuck und sogar Spielsachen. Als Maler gelingen ihm Fresken, Theaterkulissen und Entwürfe für farbige Glasfenster – u.a. für die berühmte Kirche Am Steinhof von Otto Wagner, für die er auch das Apsismosaik entwirft (1904). Als Graphiker erfindet er Schriftzeichen, zeichnet zahlreiche Plakate und widmet sich sogar dem Briefmarken-Entwurf.
1895 gründet Kolo Moser u.a. gemeinsam mit Josef Hoffmann und Josef Maria Olbrich den "Siebener Club", der reformierend auf Kunst und Architektur einwirken will. Zwei Jahre später befindet er sich gemeinsam mit Gustav Klimt, Adolf Loos und Otto Wagner unter den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession. Ein Zeitgenosse schreibt über ihn: "Von den Künstlern, welche die Wiener Secession begründeten, war Kolo Moser der unbefangen Kühnste, einer von jenen, die in der ersten Zeit der Secession dem Wiener Kunstspießer den meisten Ärger verursachten." Allerdings tritt Moser 1905 gemeinsam mit anderen prominenten Künstlern wegen Meinungsverschiedenheiten aus der Secession aus.
Moser arbeitet intensiv an der bedeutendsten Jugendstil-Zeitschrift "Ver Sacrum" mit, für die er Umschläge und Illustrationen schafft. Ab 1899 wirkt er als Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule. Sein Freund Hoffmann baut für den auch als Gründer des Österreichischen Werkbunds in Erscheinung getretenen Designer 1900/01 eine Villa auf der Wiener Hohen Warte. 1903 gründen die beiden mit der Unterstützung des Bankierssohns Fritz Waerndorfer die bis heute berühmte "Wiener Werkstätte", die ab 1905 ihre Geschäftsräume auf dem Stephansplatz, mitten in der Wiener Altstadt hat. Dort entstehen u.a. Entwürfe für Glasfenster, Tafelservice und Vasen. Kolo Moser stirbt am 18. Oktober 1918 in Wien.
1895 gründet Kolo Moser u.a. gemeinsam mit Josef Hoffmann und Josef Maria Olbrich den "Siebener Club", der reformierend auf Kunst und Architektur einwirken will. Zwei Jahre später befindet er sich gemeinsam mit Gustav Klimt, Adolf Loos und Otto Wagner unter den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession. Ein Zeitgenosse schreibt über ihn: "Von den Künstlern, welche die Wiener Secession begründeten, war Kolo Moser der unbefangen Kühnste, einer von jenen, die in der ersten Zeit der Secession dem Wiener Kunstspießer den meisten Ärger verursachten." Allerdings tritt Moser 1905 gemeinsam mit anderen prominenten Künstlern wegen Meinungsverschiedenheiten aus der Secession aus.
Moser arbeitet intensiv an der bedeutendsten Jugendstil-Zeitschrift "Ver Sacrum" mit, für die er Umschläge und Illustrationen schafft. Ab 1899 wirkt er als Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule. Sein Freund Hoffmann baut für den auch als Gründer des Österreichischen Werkbunds in Erscheinung getretenen Designer 1900/01 eine Villa auf der Wiener Hohen Warte. 1903 gründen die beiden mit der Unterstützung des Bankierssohns Fritz Waerndorfer die bis heute berühmte "Wiener Werkstätte", die ab 1905 ihre Geschäftsräume auf dem Stephansplatz, mitten in der Wiener Altstadt hat. Dort entstehen u.a. Entwürfe für Glasfenster, Tafelservice und Vasen. Kolo Moser stirbt am 18. Oktober 1918 in Wien.
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