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Weiler, Max (1910-2001)

Copyright: IMAGNO/Franz Hubmann
Geboren wird Max Weiler am 27. August 1910 in Absam (Tirol), wo er eine örtliche Malschule besucht. 1930 wird er an der Akademie der bildenden Künste in Wien aufgenommen, macht mit der altchinesischen Landschaftsmalerei Bekanntschaft und die Natur bald zu einem seiner zentralen Themen, das er mit abstrakten Mitteln darstellt. Ein weiteres wesentliches Thema bezieht Weiler aus der Auseinandersetzung mit religiösen, insbesondere christlichen Stoffen und Motiven.
1936 beauftragt ihn der Architekt Clemens Holzmeister, an der künstlerischen Ausgestaltung der Österreich-Kapelle in der Weltausstellung in Paris 1937 mitzuwirken. Nach kurzem Rom-Aufenthalt arbeitet Weiler als Hilfslehrer in Telfs und Zams (Tirol), heiratet 1941 und wird 1942 zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Nach dem Krieg richtet er sich ein großes Atelier in Innsbruck ein. Er fertigt Zeichnungen, Druckgraphiken, Mosaike, Glasbilder und Keramikwandbilder an, malt Tafelbilder, Aquarelle und Fresken – etwa in Innsbruck für den Hauptbahnhof und den Stadtsaal sowie für die Linzer Friedenskirche. Weilers Fresken für die Theresienkirche auf der Innsbrucker Hungerburg (1947) werden in der Öffentlichkeit heftig diskutiert: Man prozessiert gegen ihn sogar wegen angeblicher Herabwürdigung des Bauernstandes. 1950 kommt der Maler der Entfernung der Hungerburg-Fresken durch den Vatikan zuvor, indem er sie verhängt.
In den folgenden Jahren entstehen zahlreiche Werke im öffentlichen Raum, vor allem für kommunale Gebäude in Tirol. Auch keramische Versuche fallen in diese Schaffensphase. 1960 vertritt Weiler Österreich auf der Kunstbiennale in Venedig und beginnt die Selbstreflexionen der "Tag- und Nachthefte", die bis 1991 auf zwanzig Bänden anwachsen. 1961 wird er mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. 1964 übernimmt er eine Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und leitet sie bis 1981. 1979 wird ihm das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst verliehen. Max Weiler stirbt am 29. Jänner 2001 in Wien und wird in einem Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof beigesetzt.
Max Weiler-Privatstiftung
1936 beauftragt ihn der Architekt Clemens Holzmeister, an der künstlerischen Ausgestaltung der Österreich-Kapelle in der Weltausstellung in Paris 1937 mitzuwirken. Nach kurzem Rom-Aufenthalt arbeitet Weiler als Hilfslehrer in Telfs und Zams (Tirol), heiratet 1941 und wird 1942 zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Nach dem Krieg richtet er sich ein großes Atelier in Innsbruck ein. Er fertigt Zeichnungen, Druckgraphiken, Mosaike, Glasbilder und Keramikwandbilder an, malt Tafelbilder, Aquarelle und Fresken – etwa in Innsbruck für den Hauptbahnhof und den Stadtsaal sowie für die Linzer Friedenskirche. Weilers Fresken für die Theresienkirche auf der Innsbrucker Hungerburg (1947) werden in der Öffentlichkeit heftig diskutiert: Man prozessiert gegen ihn sogar wegen angeblicher Herabwürdigung des Bauernstandes. 1950 kommt der Maler der Entfernung der Hungerburg-Fresken durch den Vatikan zuvor, indem er sie verhängt.
In den folgenden Jahren entstehen zahlreiche Werke im öffentlichen Raum, vor allem für kommunale Gebäude in Tirol. Auch keramische Versuche fallen in diese Schaffensphase. 1960 vertritt Weiler Österreich auf der Kunstbiennale in Venedig und beginnt die Selbstreflexionen der "Tag- und Nachthefte", die bis 1991 auf zwanzig Bänden anwachsen. 1961 wird er mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. 1964 übernimmt er eine Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und leitet sie bis 1981. 1979 wird ihm das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst verliehen. Max Weiler stirbt am 29. Jänner 2001 in Wien und wird in einem Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof beigesetzt.
Max Weiler-Privatstiftung
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