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Bruckner, Anton (1824 - 1896)

Anton Bruckner war kein musikalisches Wunderkind wie etwa Wolfgang Amadeus Mozart. Die Kompositionen aus seinen jungen Jahren tragen nicht den Stempel des Genies, als das sich der Autor der großen Symphonien entpuppt hat.
Seine musikalische Ausbildung dauerte mehr als dreißig Jahre und fand außerhalb der musikalischen Institutionen statt. Dem Komponisten war es immer wieder ein großes Anliegen, sein Können auf verschiedenen Gebieten der Musik durch offizielle Zeugnisse anerkannt zu sehen.


Da bereits Vater und Großvater des am 4. September 1824 in Ansfelden bei Linz geborenen Anton Bruckner Lehrer und Musikanten sind, scheint sein Weg vorgezeichnet. Zunächst Sängerknabe im Stift St. Florian, dann Schüler im Lehrerseminar Linz, ist der fleissige und begabte Bruckner schon während seiner Ausbildung als Organist tätig, ab 1852 als regulärer Stiftsorganist in St. Florian. Die enge Bindung zur geistlichen Stätte prägt den jungen Bruckner, der seine Religiosität auch nach außen sichtbar lebt. Seine musikalische Ausbildung, die mehr als 30 Jahre dauert und außerhalb der Institutionen stattfindet, läßt er sich dennoch immer wieder durch offiziell anerkannte Dokumente bestätigen. 1868 wird er Professor am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, der heutigen Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Für diese Position und die des Hoforganist-Expektanten (= der die Stelle des Organisten des Kaisers erhalten wird), gibt Bruckner eine einigermaßen sichere und gutbezahlte Stellung in Linz auf. In Wien entstehen unter anderem seine neun Sinfonien, die er bis kurz vor seinem Tod am 11. Oktober 1896 immer wieder umkomponiert. Zu Gastspielen bereist Bruckner, der als großartiger Improvisator gilt, mehrere europäische Länder.


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