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Doppler, Christian Andreas (1803-1853)

"Die lohnendsten Forschungen sind diejenigen, welche, indem sie den Denker erfreu'n, zugleich der Menschheit nützen." So lautete der Wahlspruch des Physikers und Mathematikers Christian Doppler. Mit dem von ihm entdeckten Doppler-Effekt wurde der Wissenschafter auf eindrucksvolle Weise seinem Motto gerecht.

Copyright: IMAGNO/Austrian Archives
Copyright: IMAGNO/Austrian Archives

Christian Andreas Doppler wird am 29. November 1803 in Salzburg als Sohn eines Steinmetzmeisters geboren. Er studiert in Wien Mathematik und Physik und in Salzburg Philosophie. Nach einer Assistentenstelle in Wien geht er 1835 nach Prag, wo er Mathematik und Physik unterrichtet und 1841 zum Ordentlichen Professor für Mathematik und Physik an der Universität Prag berufen wird.

1836 heiratet Doppler die Tochter eines Salzburger Goldschmiedes, mit der er fünf Kinder hat, und die ihn in all seinen Bemühungen maßgeblich unterstützt. Als Professor in Prag publiziert Doppler mehr als 50 Arbeiten über Physik, Mathematik und Astronomie und erklärt den nach ihm benannten "Doppler-Effekt". Dieses im Alltag oft erlebte Phänomen zeigt sich u.a. darin, dass etwa das Geräusch eines vorüberfahrenden Autos mit dem Näherkommen höher, bei Entfernung jedoch tiefer wird. Heute wird der Zusammenhang zwischen dem Bewegungszustand von Wellen aller Art (Schall, Licht, Röntgen, Wasser etc.) und ihrem Beobachter nicht nur zur Geschwindigkeitsmessung (Radar), sondern auch in Medizin, Astronomie, Luftfahrt und Technik genützt.

1842 veröffentlicht Doppler seine Erkenntnisse über diesen Effekt in seinem Buch "Über das farbige Licht der Doppelsterne". Darin zeigt er einen Weg zur Bestimmung der Geschwindigkeit von Sternen. Das Werk macht ihn bald in aller Welt bekannt. Im Zuge der Märzrevolution 1848 kehrt Doppler als Mitglied der Akademie der Wissenschaften mit seiner Familie nach Wien zurück, wo er 1850 von Kaiser Franz Joseph zum Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Wien berufen wird. Am 17. März 1853 stirbt Christian Doppler während eines Urlaubs in Venedig an einer Lungenerkrankung, die vermutlich aus der Kindheit in der stauberfüllten Steinmetzwerkstatt des Vaters herrührt.

Christian Doppler


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