Newsletter Abo
Service
Österreich:
0810 101818Deutschland:
0180 2101818Schweiz:
0842 101818E-Mail: urlaub@austria.info
Weitere Websites
Meitner, Lise (1878-1968)

Copyright: IMAGNO/ÖNB
Liese Meitner wird am 7. November 1878 in Wien als Tochter eines jüdischen Rechtsanwaltes geboren, besucht die Bürgerschule, legt ein Examen als Französisch-Lehrerin ab und erarbeitet sich im Selbststudium die Reifeprüfung. Sie studiert Mathematik, Physik und Philosophie an der Universität Wien und promoviert 1906 als zweite Frau der naturwissenschaftlichen Fakultät. 1907 wird sie Mitarbeiterin von Otto Hahn am Chemischen Institut Berlin. Da im damaligen Preußen Frauen vom Universitätsbetrieb ausgeschlossen sind, muss Meitner das Gebäude durch den Hintereingang betreten und darf nicht in die Vorlesungs- und Experimentiersäle.
Zahlreiche Entdeckungen gemeinsam mit Hahn machen sie in Fachkreisen bekannt. Von 1912 bis 1915 ist sie die erste Universitätsassistentin in Preußen – und zwar bei dem bedeutenden Physiker Max Planck. Während des Ersten Weltkriegs geht Meitner als Röntgenschwester der österreichischen Armee an die Ostfront, nimmt jedoch 1917 ihre Forschung mit Otto Hahn wieder auf. Ab 1918 leitet sie eine eigene Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut Berlin, wird 1922 Dozentin und 1926 außerordentliche Professorin für experimentelle Kernphysik an der Berliner Universität.
1933 entziehen die Nazis Lise Meitner aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis, 1938 flieht sie nach Schweden, wo sie bis 1946 u.a. auch Mitglied am Stockholmer Nobel-Institut für Physik ist. 1939 gelingt Liese Meitner mit ihrem Neffen Otto Robert Frisch, einem exzellenten Kernphysiker, die erste theoretische Erklärung der Kernspaltung. Sie berechnet dabei auch, wie viel Energie bei diesem Prozess frei wird. Damit legt sie den Grundstein für die Nutzung der Atomenergie – aber auch für die Entwicklung von Atomwaffen. Als überzeugte Pazifistin weigert sich Meitner jedoch, an der Atombombe zu forschen.
Nach ihrer Pensionierung 1960 übersiedelt Liese Meitner zu ihrem Neffen nach England, von wo aus sie sich immer wieder für eine friedliche Nutzung der Kernspaltung einsetzt. Lise Meitner stirbt am 27. Oktober 1968 in Cambridge. Obwohl ihre Arbeit wesentlich zur Entwicklung der Kernphysik beigetragen hat, blieb ihr der Nobelpreis vorenthalten. 1997 wird das chemische Element 109 nach ihr "Meitnerium" benannt.
Zahlreiche Entdeckungen gemeinsam mit Hahn machen sie in Fachkreisen bekannt. Von 1912 bis 1915 ist sie die erste Universitätsassistentin in Preußen – und zwar bei dem bedeutenden Physiker Max Planck. Während des Ersten Weltkriegs geht Meitner als Röntgenschwester der österreichischen Armee an die Ostfront, nimmt jedoch 1917 ihre Forschung mit Otto Hahn wieder auf. Ab 1918 leitet sie eine eigene Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut Berlin, wird 1922 Dozentin und 1926 außerordentliche Professorin für experimentelle Kernphysik an der Berliner Universität.
1933 entziehen die Nazis Lise Meitner aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis, 1938 flieht sie nach Schweden, wo sie bis 1946 u.a. auch Mitglied am Stockholmer Nobel-Institut für Physik ist. 1939 gelingt Liese Meitner mit ihrem Neffen Otto Robert Frisch, einem exzellenten Kernphysiker, die erste theoretische Erklärung der Kernspaltung. Sie berechnet dabei auch, wie viel Energie bei diesem Prozess frei wird. Damit legt sie den Grundstein für die Nutzung der Atomenergie – aber auch für die Entwicklung von Atomwaffen. Als überzeugte Pazifistin weigert sich Meitner jedoch, an der Atombombe zu forschen.
Nach ihrer Pensionierung 1960 übersiedelt Liese Meitner zu ihrem Neffen nach England, von wo aus sie sich immer wieder für eine friedliche Nutzung der Kernspaltung einsetzt. Lise Meitner stirbt am 27. Oktober 1968 in Cambridge. Obwohl ihre Arbeit wesentlich zur Entwicklung der Kernphysik beigetragen hat, blieb ihr der Nobelpreis vorenthalten. 1997 wird das chemische Element 109 nach ihr "Meitnerium" benannt.
Hotels/Unterkünfte
Links zum Thema
Anzeige



