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Auf den Schmittenstein in der Osterhorngruppe

Der felsige Gipfelaufbau des Schmittensteins am westlichen Rand der Osterhorngruppe wird nicht selten mit einer Burg verglichen, denn seine Wände wirken - vor allem aus der Ferne - wie die Mauern einer trutzigen Festung. Die Ähnlichkeit ist so frappant, dass am Ende des Zweiten Weltkriegs die nach Salzburg vorstoßenden amerikanischen Truppen die oberste Region des Schmittensteins für ein nur schwer einzunehmendes Bollwerk hielten und sie mit schwerem Geschützfeuer belegten. Eine reine Pulververschwendung, die zum Glück keinen Menschen gefährdete und nur die Gemsen irritierte.

© Schubert und Franzke

Bereits von der Gipfelkuppe des Schlenken hat man eine beeindruckende Rundsicht, die bis zu den Hohen Tauern reicht. Tennengebirge, Hagengebirge, Hoher Göll, Hochkönig und Untersberg sind ebenso zu sehen wie die Gipfel der Dachsteingruppe.

Und man hat ideale Sicht auf das Salzachtal und auf die Mozartstadt Salzburg. Auf dem Schmittenstein erweitert sich das Blickfeld auf die Osterhorngruppe und auf die nördlichen Berge des Salzkammerguts. Rund um den Schlenken und Schmittenstein weiden nicht nur Kühe, sondern auch Ziegen, die den Wanderer gerne ein Stück begleiten - offensichtlich in der Erwartung eines Brocken Viehsalzes.

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit notwendig
Die Route über Jägernase - von den Heimischen natürlich Jaganos'n genannt - und über den Schlenken verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Vor allem die Jägernase ist recht ausgesetzt. Auch das letzte Stück zum kleinen Gipfelplateau des Schmittensteins ist nicht gerade einfach. Wer sich den Schwierigkeiten nicht gewachsen fühlt, erreicht den Berg besser über die Schlenkenalm und verzichtet auf die letzten paar Meter zum höchsten Punkt. Er wird an der Wanderung genau so viel Freude haben wie ein "Gipfelstürmer".
Tadellose Ausrüstung und vor allem gutes Schuhwerk ist in jedem Fall notwendig.

Wegbeschreibung
Von Adnet oder vom Wiestalstausee über Gaißau fährt man bis zum Wirtshaus Zillreit und wandert dann auf einem breiten Güterweg zur Halleiner Hütte und in Richtung Schlenkenalm (grüne Marken). Dann zweigt nach links die rote Markierung 840 ab, die steil zum Kamm führt.
Nach rechts kommt man zur ausgesetzten Jägernase - die man auf der rechten Flanke umgehen kann - und über einen steilen Rücken auf den Schlenken. Ein langer Kamm - mit einer versicherten Stelle - führt weiter zum Schmittenstein, dessen Gipfel durch eine kleine Schlucht erreicht wird. Zurück auf der Anstiegsroute, bald zweigt man links ab und wandert über die Schlenkenalm zur Halleiner Hütte und zum Ausgangspunkt.

Gehzeiten:
- Gasthaus Zillreit - Schlenken 1 1/2 Stunden,
- Schlenken - Schmittenstein eine Stunde,
- Schmittenstein - Gasthaus Zillreit 2 Stunden;
Gesamt 4 1/2 Stunden. Höhendifferenz:
knapp 700 m.

Anreise
Von Salzburg nach Hallein und nach Adnet. Oder vom Wiestalstausee über Gaißau zum Wirtshaus Zillreit.

Information
Tourismusverband Hallein
Tel. 06245 / 85 394


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