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Kulinarisch Reisen

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Konzertreisen und erste Kompositionen


München (Januar 1762)
Leopold Mozart reist mit beiden Kindern für drei Wochen nach München. Konzert am Hof des bayrischen Kurfürsten.

Wien (September 1762 - Januar 1763)
Auf der Donau mit dem Postschiff von Passau über Linz nach Wien. Ankunft in Wien am 6. Oktober. Quartier vermutlich im Gasthof "Zum weißen Ochsen" (Fleischmarkt 28), später am Tiefen Graben (das Haus existiert nicht mehr). Täglich Auftritte in den Palais und Häusern des Adels; Debüt im Palais Collalto (heute Am Hof 13). Vorspiel vor Kaiserin Maria Theresia im Schloß Schönbrunn.

Westeuropa (Juni 1763 - November 1766)
Mozarts erste große Westeuropa-Reise ist ein überwältigender künstlerischer Erfolg. Konzerte in deutschen Städten. Verwandtenbesuch in Augsburg. Langer Aufenthalt in Paris. Erste Sonaten für Violine und Klavier (KV 6-15). In London Begegnung mit Johann Christian Bach. Klavierkompositionen und die erste Sinfonie (KV 16). Auf der Rückreise erkrankt Mozart schwer an Typhus.

Salzburg (Dezember 1766 - September 1767)
Kurzer Aufenthalt zu Hause. In der Fastenzeit Aufführung des "geistlichen Singspiels" "Die Schuldigkeit des ersten Gebotes" (KV 35). Der erste Teil stammt von Mozart, der zweite von Michael Haydn und der dritte von Cajetan Adlgasser, dem Salzburger Hoforganisten.

Wien (September 1767 - Ende 1768)
Reise von Salzburg nach Wien mit der Kutsche. Reiseroute: Vöcklabruck, Lambach, Linz, Strengberg, Melk (Mozart spielt Orgel im Stift), St. Pölten, Purkersdorf, Wien. Quartier in der Weihburggasse 3. Blatternepidemie in Wien. Flucht vor der Epidemie nach Böhmen. Beide Kinder erkranken. Neue Unterkunft in Wien im Haus "Zum roten Säbel" (heute Wipplingerstraße 19, nicht mehr existent). Audienz bei der Kaiserin Maria Theresia. Opernauftrag von Joseph II. (Sohn Maria Theresias und Mitregent). Konzerte. Aufführung des Singspiels "Bastien und Bastienne" (KV 50). Aufführung der "Waisenhaus-Messe" (KV 139) unter Mozarts Dirigat bei der Weihe der "Waisenhaus-Kirche" (Rennweg 91).

Salzburg (Januar - Dezember 1769)
Aufführung von "La Finta Semplice" (KV 51), dem Auftragswerk Josefs II., in der Salzburger Residenz. Im Alter von 13 Jahren wird Mozart zum unbesoldeten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt (14. November 1769).

Italien - erste und zweite Reise (Dezember 1769 - Dezember 1771)
In der Hoffnung, an einem Fürstenhof eine entsprechende Anstellung für seinen Sohn erwirken zu können, reist Leopold Mozart mit Wolfgang nach Italien. Der Salzburger Fürsterzbischof unterstützt die Reise finanziell. Vater und Sohn bereisen ganz Norditalien. Viele Gelegenheitskompositionen für berühmte Sänger entstehen. In Mailand wird die Oper "Mitride, Ré di Ponto" uraufgeführt. Wolfgang nimmt in Bologna beim großen Theoretiker Padre Giovanni Battista Martini Kontrapunktunterricht und wird Mitglied der "Accademia Filarmonica"; Papst Clemens XIV. verleiht ihm den Orden "Ritter vom Goldenen Sporn". Mozart wird in Verona zum Ehrenkapellmeister ernannt, zu der vom Vater erhofften Anstellung in Italien kommt es jedoch nicht. Vater und Sohn verbringen die Monate April - August 1771 in Salzburg und kehren dann nach Italien zurück.

Salzburg (Dezember 1771 - Oktober 1772)
Der wichtigste Gönner der Familie Mozart, Fürsterzbischof Siegismund Graf von Schrattenbach, stirbt am 16. Dezember 1771 in Salzburg. Sein Amtsnachfolger ist Hieronymus Graf Colloredo, ein Verfechter der Aufklärung. Zu den Feierlichkeiten seiner Inthronisation (April - Mai 1772) schreibt Mozart das allegorische Musikdrama "Il sogno di Scipione". Er wird vom neuen Fürsterzbischof zum besoldeten Konzertmeister befördert.

Italien - dritte Reise (Oktober 1772 - März 1773)
Vater und Sohn reisen erneut nach Italien, in erster Linie wegen der Uraufführung der Oper "Lucio Silla" (KV 135) in Mailand. Das Werk wird im Karneval 1772/73 26mal gespielt.

Wien (Juli 1773 - September 1773)
Unterkunft im Haus Innere Stadt 322 am Tiefen Graben (heute nicht mehr existent). Unerfüllte Hoffnung auf eine Anstellung am Kaiserhof.


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