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Heirat mit Constanze Weber


Am 15. Dezember 1781 berichtet Mozart seinem Vater von seinen Heiratsplänen - dieser hat sich immer gegen die Beziehung seines Sohnes zur Familie Weber ausgesprochen. Wolfgang und "die Weberschen" setzen sich jedoch durch, und Mozart heiratet am 4. August 1782 im Wiener Stephansdom die sechs Jahre jüngere Sängerin.

Akademien bei Baron Gottfried van Swieten
Mozart ist regelmäßiger Gast bei den allsonntäglichen Hauskonzerten Gottfried van Swietens. Hier lernt er die Musik der großen Barockmeister Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel kennen; manche von ihren Werken instrumentiert er neu für die Akademien. Händels Oratorien werden in Mozarts Bearbeitung unter van Swietens Leitung im Prunksaal der Hofbibliothek (Josefsplatz 1) aufgeführt.

Öffentliche Auftritte
In den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts etabliert sich in Wien ein öffentliches Konzertwesen, an dem Mozart maßgeblich beteiligt ist. Die meisten Kompositionen der Wiener Jahre, darunter eine Reihe von Klavierkonzerten (KV 413, 414, 415) und zahlreiche Konzertarien für befreundete Sänger, entstanden für seine Wiener Akademien. Von den Schauplätzen dieser Akademien existiert heute keiner mehr in unverändertem Zustand. Zu den wichtigsten unter ihnen gehören der Augarten, das ehemalige k. k. Nationaltheater (Hofburgtheater) am Michaelerplatz, die Mehlgrube (Kärntner Straße 22 / Neuer Markt 5), und das Kärntnertortheater (heute steht dort das Hotel Sacher).

Neue Wohnungen
Das Ehepaar Mozart wechselt in Wien häufig seine Wohnungen. Vor seiner Eheschließung ist Mozart in das Haus "Zum roten Säbel" übersiedelt, in dem er bereits als Zwölfjähriger gewohnt hat. Nach wenigen Monaten folgen Wipplingerstraße 14, Kohlmarkt 7, Judenplatz 3 - 4. Anfang 1784 ziehen die Mozarts in eines der repräsentativsten Häuser der Stadt, in den "Trattnerhof" (Graben 29-29a). Im großen Saal dieses Hauses, im Trattnerschen Saal, spielt Mozart die Uraufführung seiner Klavierkonzerte KV 449, 450 und 451.

Das Figarohaus
Die einzig erhaltene Wiener Mozart-Wohnung befindet sich im "Figarohaus" hinter dem Stephansdom (Domgasse 5). Mozart wohnt hier von Oktober 1784 bis April 1787, also rund zweieinhalb Jahre, und hier entstehen viele seiner reifsten Kompositionen. Hier besucht ihn Joseph Haydn, dem er sechs Streichquartette widmet, hier komponiert Mozart elf Klavierkonzerte, das Hornkonzert und die Oper "Le nozze de Figaro" (Uraufführung: 1. Mai 1786, k. k. Nationaltheater).

Mozart wird Freimaurer
Im Dezember 1784 erfolgt Mozarts Aufnahme in als "Lehrling" in die Freimaurerloge "Zur Wohlätigkeit"; in der Loge "Zur wahren Eintracht" ist er "besuchender Bruder". Nach einem Monat wird er "Geselle". Seine "Maurer-Kompositionen" ("Maurerfreude, KV 471, "Gesellenreise" KV 468, das Kantaten-Fragment "Dir, Seele des Weltalls" KV 429 und die "Maurerische Trauermusik") sind seine Beiträge zu bestimmten Logenfeierlichkeiten. Vom Januar 1786 an gehört Mozart der Loge "Zur neugekrönten Hoffnung" (später "Gekrönte Hoffnung") an.

Reisen nach Prag (1787)
"Le nozze di Figaro" wird in Prag mit außerordentlichem Erfolg aufgeführt. Mozart wird als Komponist, Dirigent und Klavierspieler gefeiert.

In der "Vorstadt" (1787)
Die Mozarts verlassen die teure Wohnung in der Innenstadt und ziehen Ende April 1787 auf die Landstraße (heute Landstraßer Hauptstraße 75-77). Ende Mai stirbt Leopold Mozart in Salzburg. In der Vorstadtwohnung entstehen unter anderem die Oper "Don Giovanni" (KV 527) und die berühmte "Kleine Nachtmusik" (KV 525). "Don Giovanni" wird am 29. Oktober 1787 in Prag uraufgeführt, einige Wochen später ernennt Kaiser Joseph II. Mozart zum k. k. Hofkomponisten mit einem stattlichen Jahresgehalt.


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