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Grillparzer, Franz (1791-1872)

Copyright: IMAGNO/Austrian Archives
Franz Grillparzer wird am 15. Jänner 1791 in Wien geboren. Der Vater ist ein einflussreicher Rechtsanwalt, die Mutter stammt aus einer angesehenen Wiener Bürgerfamilie. Schon als Kind faszinieren den Dichter Märchen, Ritter-, Gespenster-, Zauber- und Wundergeschichten. Grillparzer studiert Sprachwissenschaft und Recht und verfasst bereits während des Studiums seine ersten Dramen.
Als er eine Übersetzung von Calderons "Das Leben ein Traum" veröffentlicht, wird der Hofburgtheater-Dramaturg Schreyvogel auf ihn aufmerksam. Er ermutigt den jungen Dramatiker zu vielbeachteten Werken wie "Die Ahnfrau" (1817) und "Sappho" (1819). Grillparzer erhält in der Folge einen Fünf-Jahres-Vertrag als Hoftheaterdichter, den er jedoch schon nach zwei Jahren löst.
Um 1820 beginnen Grillparzers Schwierigkeiten mit der Zensur, die vielen Dichtern seiner Zeit das Leben schwer macht. So wird zum Beispiel sein berühmtes Trauerspiel "König Ottokars Glück und Ende" zunächst verboten. Es dauert zwei Jahre, bis es nach einer Intervention der Kaiserin schließlich 1825 aufgeführt wird. Grillparzer tritt zwar als Gegner Metternichs und seines repressiven Staatsapparats in Erscheinung, dennoch steht er später der Revolution von 1848 eher skeptisch gegenüber und wird 1861 sogar Mitglied des "Herrenhauses", des höchsten Gremiums der Monarchie.
Bedeutende Höhepunkte in Grillparzers Schaffen sind die Werke "Ein treuer Diener seines Herrn" (1830), "Des Meeres und der Liebe Wellen" (1831) sowie "Der Traum ein Leben" (1834). Trotz seiner Bühnenerfolge ist Grillparzer nie hauptberuflicher Theaterautor. Viele Jahre arbeitet er als Finanzbeamter und steigt bis zum Direktor des Hofkammerarchivs im Finanzministerium auf. Seine Tätigkeit erlaubt ihm ausgedehnte Reisen, die ihn durch halb Europa führen: In Deutschland trifft er 1826 mit Goethe zusammen, in Paris 1836 mit den Dichtern Alexandre Dumas und Heinrich Heine.
1838 fällt das Lustspiel "Weh dem, der lügt!" beim Publikum durch und bewegt den Schriftsteller zum Rückzug vom Bühnengeschehen. Die Altersdramen "Ein Bruderzwist in Habsburg", "Die Jüdin von Toledo" und "Libussa" (1847-51) werden erst nach seinem Tod aufgeführt. Franz Grillparzer stirbt am 21. Jänner 1872 in Wien.
Franz Grillparzer
Als er eine Übersetzung von Calderons "Das Leben ein Traum" veröffentlicht, wird der Hofburgtheater-Dramaturg Schreyvogel auf ihn aufmerksam. Er ermutigt den jungen Dramatiker zu vielbeachteten Werken wie "Die Ahnfrau" (1817) und "Sappho" (1819). Grillparzer erhält in der Folge einen Fünf-Jahres-Vertrag als Hoftheaterdichter, den er jedoch schon nach zwei Jahren löst.
Um 1820 beginnen Grillparzers Schwierigkeiten mit der Zensur, die vielen Dichtern seiner Zeit das Leben schwer macht. So wird zum Beispiel sein berühmtes Trauerspiel "König Ottokars Glück und Ende" zunächst verboten. Es dauert zwei Jahre, bis es nach einer Intervention der Kaiserin schließlich 1825 aufgeführt wird. Grillparzer tritt zwar als Gegner Metternichs und seines repressiven Staatsapparats in Erscheinung, dennoch steht er später der Revolution von 1848 eher skeptisch gegenüber und wird 1861 sogar Mitglied des "Herrenhauses", des höchsten Gremiums der Monarchie.
Bedeutende Höhepunkte in Grillparzers Schaffen sind die Werke "Ein treuer Diener seines Herrn" (1830), "Des Meeres und der Liebe Wellen" (1831) sowie "Der Traum ein Leben" (1834). Trotz seiner Bühnenerfolge ist Grillparzer nie hauptberuflicher Theaterautor. Viele Jahre arbeitet er als Finanzbeamter und steigt bis zum Direktor des Hofkammerarchivs im Finanzministerium auf. Seine Tätigkeit erlaubt ihm ausgedehnte Reisen, die ihn durch halb Europa führen: In Deutschland trifft er 1826 mit Goethe zusammen, in Paris 1836 mit den Dichtern Alexandre Dumas und Heinrich Heine.
1838 fällt das Lustspiel "Weh dem, der lügt!" beim Publikum durch und bewegt den Schriftsteller zum Rückzug vom Bühnengeschehen. Die Altersdramen "Ein Bruderzwist in Habsburg", "Die Jüdin von Toledo" und "Libussa" (1847-51) werden erst nach seinem Tod aufgeführt. Franz Grillparzer stirbt am 21. Jänner 1872 in Wien.
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