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Bernhard, Thomas, (1931-1989)

Copyright: IMAGNO/Sepp Dreissinger
Thomas Bernhard wird am 9. Februar 1931 in Kloster Heerlen (Niederlande) geboren. Seine Kindheit verbringt er vorwiegend bei seinen Großeltern in Wien, Salzburg und Bayern. Insbesondere das Zusammensein mit dem Großvater, dem Schriftsteller Johannes Freumbichler, prägt Bernhard entscheidend. Als Jugendlicher erkrankt er an Lungentuberkulose, Aufenthalte in einer Lungenheilanstalt werden notwendig. 1955 bis 1957 studiert er am Salzburger Mozarteum sowie in Wien Dramaturgie und Schauspielkunst.
Ab 1957 veröffentlicht Bernhard einige Gedichtbände, und 1963 gelingt ihm mit dem Roman "Frost" der literarische Durchbruch. Darin zeichnet er ein drückendes Bild des ländlichen Alltags in Österreich. Um die Mitte der 1960er-Jahre zieht sich der Dichter auf einen Bauernhof in Oberösterreich zurück – ein umfangreiches Werk entsteht: Bernhard schreibt über Einzelgänger, aus der Gesellschaft Ausgegrenzte, Verrückte ... Leiden und Tod sowie Bedeutung und Bedeutungslosigkeit der einzelnen Existenz sind immer wiederkehrende Themen. Daneben durchzieht auch das Groteske und Tragikomische, die Romane, Erzählungen und Bühnenarbeiten.
1970 wird mit "Ein Fest für Boris" unter der Regie von Claus Peymann das erste Theaterstück von Thomas Bernhard aufgeführt. In kurzer Zeit kann sich der Dichter auch als Dramatiker etablieren und wird zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Theaterautoren. Insgesamt 18 seiner Stücke werden auf namhaften deutschsprachigen Bühnen uraufgeführt. 1988 sorgt der kritische und dem gängigen Kulturbetrieb stets unbequeme Dramatiker für kontroversielle Diskussionen, als er im Theaterstück "Heldenplatz" den Antisemitismus in Österreich thematisiert.
Am 12. Februar 1989 stirbt Thomas Bernhard in Gmunden (Oberösterreich). In seinem Testament verbietet er sämtliche Aufführungen und Veröffentlichungen seiner Werke in Österreich. Eine Bestimmung, die von den Erben des Dichters heute nicht mehr aufrecht erhalten wird. Zu Bernhards wichtigster Prosa zählen u.a. "Das Kalkwerk" (1970) und "Alte Meister" (1985). Seine Dramen "Der Präsident" (1975), "Minetti" (1976), "Ritter, Dene, Voss" (1984) und "Der Theatermacher" (1985) gehören zu den bedeutendsten deutschsprachigen Bühnenwerken.
Die Thomas-Bernhard-Privatstiftung
Ab 1957 veröffentlicht Bernhard einige Gedichtbände, und 1963 gelingt ihm mit dem Roman "Frost" der literarische Durchbruch. Darin zeichnet er ein drückendes Bild des ländlichen Alltags in Österreich. Um die Mitte der 1960er-Jahre zieht sich der Dichter auf einen Bauernhof in Oberösterreich zurück – ein umfangreiches Werk entsteht: Bernhard schreibt über Einzelgänger, aus der Gesellschaft Ausgegrenzte, Verrückte ... Leiden und Tod sowie Bedeutung und Bedeutungslosigkeit der einzelnen Existenz sind immer wiederkehrende Themen. Daneben durchzieht auch das Groteske und Tragikomische, die Romane, Erzählungen und Bühnenarbeiten.
1970 wird mit "Ein Fest für Boris" unter der Regie von Claus Peymann das erste Theaterstück von Thomas Bernhard aufgeführt. In kurzer Zeit kann sich der Dichter auch als Dramatiker etablieren und wird zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Theaterautoren. Insgesamt 18 seiner Stücke werden auf namhaften deutschsprachigen Bühnen uraufgeführt. 1988 sorgt der kritische und dem gängigen Kulturbetrieb stets unbequeme Dramatiker für kontroversielle Diskussionen, als er im Theaterstück "Heldenplatz" den Antisemitismus in Österreich thematisiert.
Am 12. Februar 1989 stirbt Thomas Bernhard in Gmunden (Oberösterreich). In seinem Testament verbietet er sämtliche Aufführungen und Veröffentlichungen seiner Werke in Österreich. Eine Bestimmung, die von den Erben des Dichters heute nicht mehr aufrecht erhalten wird. Zu Bernhards wichtigster Prosa zählen u.a. "Das Kalkwerk" (1970) und "Alte Meister" (1985). Seine Dramen "Der Präsident" (1975), "Minetti" (1976), "Ritter, Dene, Voss" (1984) und "Der Theatermacher" (1985) gehören zu den bedeutendsten deutschsprachigen Bühnenwerken.
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