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Kafka, Franz (1883-1924)

Copyright: IMAGNO/Austrian Archives
Franz Kafka wird am 3. Juli 1883 in Prag als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Nach kurzem Germanistik-Studium wendet er sich der Juristerei zu, schließt 1906 an der Deutschen Universität in Prag mit dem Doktorgrad ab und wird Versicherungsjurist. Schon während des Studiums entstehen erste literarische Arbeiten, die er jedoch vernichtet.
In dieser Zeit lernt er auch Max Brod kennen, seinen lebenslangen Freund und Förderer, mit dem er auch die literarischen Salons der Stadt besucht, wo er u.a. mit dem Erzähler und Dramatiker G. Meyrink und dem Schriftsteller Franz Werfel bekannt wird. 1911 macht eine Lungentuberkulose-Erkrankung erstmals einen Aufenthalt in einem Sanatorium notwendig.
Obwohl Kafka in den folgenden Jahren bedeutende Werke wie "Das Urteil" (1913), "Die Verwandlung" (1915) und "In der Strafkolonie" (1919) veröffentlicht, und 1915 sogar den Fontane-Preis erhält, bleibt sein Werk zu Lebzeiten weitgehend unbeachtet. Dabei zählt seine Prosa zu den bedeutendsten Sprachschöpfungen des 20. Jahrhunderts. In ihr thematisiert Kafka die Hilflosigkeit und Ohnmacht des Einzelnen gegenüber einer zunehmend anonymer werdenden, technisierten Umwelt. Kafka selbst leidet einerseits unter seinem autoritären Vater, andererseits unter seinem Dasein als Büroangestellter.
Seine Beziehungen zu Frauen sind kompliziert: Mit Felice Bauer, mit der er einen umfangreichen Briefwechsel führt, verlobt er sich zwei Mal, um sich bald nach der Verlobung wieder zu trennen, für kurze Zeit lebt er in Berlin mit Dora Diamant zusammen. In den letzten Lebensjahren verschlimmert sich Kafkas Lungenkrankheit dermaßen, dass er 1922 pensioniert wird. Am 3. Juni 1924 stirbt der Dichter im Sanatorium Kierling bei Wien. Obwohl Kafka verfügt hat, dass sein literarischer Nachlass zu vernichten sei, veröffentlicht Max Brod posthum u.a. "Der Prozess" (1925), "Das Schloss (1926) und "Amerika" (1927) und begründet so Kafkas Weltruhm.
In dieser Zeit lernt er auch Max Brod kennen, seinen lebenslangen Freund und Förderer, mit dem er auch die literarischen Salons der Stadt besucht, wo er u.a. mit dem Erzähler und Dramatiker G. Meyrink und dem Schriftsteller Franz Werfel bekannt wird. 1911 macht eine Lungentuberkulose-Erkrankung erstmals einen Aufenthalt in einem Sanatorium notwendig.
Obwohl Kafka in den folgenden Jahren bedeutende Werke wie "Das Urteil" (1913), "Die Verwandlung" (1915) und "In der Strafkolonie" (1919) veröffentlicht, und 1915 sogar den Fontane-Preis erhält, bleibt sein Werk zu Lebzeiten weitgehend unbeachtet. Dabei zählt seine Prosa zu den bedeutendsten Sprachschöpfungen des 20. Jahrhunderts. In ihr thematisiert Kafka die Hilflosigkeit und Ohnmacht des Einzelnen gegenüber einer zunehmend anonymer werdenden, technisierten Umwelt. Kafka selbst leidet einerseits unter seinem autoritären Vater, andererseits unter seinem Dasein als Büroangestellter.
Seine Beziehungen zu Frauen sind kompliziert: Mit Felice Bauer, mit der er einen umfangreichen Briefwechsel führt, verlobt er sich zwei Mal, um sich bald nach der Verlobung wieder zu trennen, für kurze Zeit lebt er in Berlin mit Dora Diamant zusammen. In den letzten Lebensjahren verschlimmert sich Kafkas Lungenkrankheit dermaßen, dass er 1922 pensioniert wird. Am 3. Juni 1924 stirbt der Dichter im Sanatorium Kierling bei Wien. Obwohl Kafka verfügt hat, dass sein literarischer Nachlass zu vernichten sei, veröffentlicht Max Brod posthum u.a. "Der Prozess" (1925), "Das Schloss (1926) und "Amerika" (1927) und begründet so Kafkas Weltruhm.
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