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Slow Food – der Genuss steckt in der Langsamkeit

Regionalität, Werte leben und pflegen, liebevolle Hingabe und die Einfachheit der Natur achten. Das alles ist Slow Food. Es ist aber auch ein besonders sinnliches Genusserlebnis.

Die Liebe zur Einfachheit

Slow Food! Was ein wenig sperrig klingt für eine der sinnlichsten Hauptsachen der Welt, lässt sich mit fünf Worten treffend beschreiben: „Es ist gut und echt!“ Will heißen: Es geht ums Genießen mit Zeit und Ruhe. Und um wertvolle Lebensmittel, die mit Liebe und Sorgfalt in der Region wachsen, reifen und gedeihen können – am besten gleich ums Eck. Und es geht um die Menschen, die dafür sorgen, dass Lebensmittel ihrem Namen gerecht werden.
 

Slow Food ist ein Lebensgefühl, das in Österreich sehr stark verwurzelt ist. Hier gibt es den höchsten Bioanteil innerhalb der EU-Länder. Dahinter verbergen sich Tatkraft, Kreativität und das Bewusstsein, dass das Bessere immer etwas mehr und etwas länger braucht.
Slow Food ist kein Trend; es ist die Besinnung auf einen Lebenswert, der unaufhörlich in der Gunst aller steigt.

Das Aufleben der Wertigkeit

Verantwortung, Zeit, Hingabe und das Wissen um das Besondere machen den Geist von Slow Food aus. Und dazu kommt das Individuelle, das Überlieferte – in jedem Bereich: in der Aufzucht der Tiere mit Heu und Wiesenblumen, im jahrelangen Reifen von Speck, Schinken und Käse, in der Begeisterung für Kräuter und Gewürze in den Küchen, in der Lust am Experimentieren auf der Suche nach dem Unvergesslichen. Jede Region Österreichs lebt heute ihre Besonderheiten wieder stärker, intensiver und typischer, aber immer mit dem Augenmerk auf das, was wirklich gut ist.

Marillen © Österreich Werbung / Gregor Semrad Marillen © Österreich Werbung / Gregor Semrad

Früchte aus der Genussregion Österreich

Kategorien
  • Den Tag in Ruhe mit einem Glas Wein ausklingen lassen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Den Tag in Ruhe mit einem Glas Wein ausklingen lassen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger

    Kulinarische Besonderheiten

    Entdecken Sie Slow Food Spezialitäten aus Österreich.

  • Bregenzerwälder Bergkäse © Österreich Werbung / Hans Wiesenhofer Bregenzerwälder Bergkäse © Österreich Werbung / Hans Wiesenhofer

    Mit Laib und Seele

    Alpkäse und Bergkäse aus dem Bregenzer Wald sind ein Gaumen- und Kulturgut. Sie werden in 130 Alpsennereien erzeugt, mit Hingabe, Sorgfalt und Tradition. Auf der Käsestrasse kommt zur Kulinarik auch die Kultur.

  • Mohnblumen © Österreich Werbung / Hans Wiesenhofer Mohnblumen © Österreich Werbung / Hans Wiesenhofer

    Alle Mohn-Phasen

    Graumohn, Blaumohn, Weißmohn – was immer das Herz begehrt. Der Waldviertler Mohn schmeckt in vielen Facetten. Ob als Backwerk oder in der Ölgewinnung, seine Vielfalt verfeinert Gerichte seit Generationen.

  • Kürbiskernöl aus der Steiermark © Steiermark Tourismus / Christian  Jungwirth Kürbiskernöl aus der Steiermark © Steiermark Tourismus / Christian Jungwirth

    Intensiv "nussig"

    Wer das dunkelgrüne, steirische Kürbiskernöl einmal gekostet hat, wird den einzigartigen Geschmack nicht mehr vergessen. Die weltberühmte Delikatesse verfeinert Salate, Suppen, Käse und Desserts und ist nachgewiesen gesund.

  • Paradeiser Rarität von Erich Stekovics © Stefanie Distler Paradeiser Rarität von Erich Stekovics © Stefanie Distler

    Ihre Hoheit, die Tomate

    Erich und Priska Stekovics sind die „Paradeiser-Kaiser“ und haben sich der unendlichen Vielfalt der Tomate verschrieben. Ihr Wissen geben sie weiter in Genuss-Stunden, in denen die Tomate mehr und mehr an Faszination gewinnt.

  • Pielachtaler Dirndlkirtag © Mostviertel Tourismus Pielachtaler Dirndlkirtag © Mostviertel Tourismus

    Frucht-Unikate

    Pielachtaler Dirndl“ nennen die Einheimischen in Niederösterreich ihre Frucht, die sie traditionell hegen und pflegen. Aus ihr machen sie alles, was fruchtig aromatisch schmeckt: Dirndlsaft, Dirndlmarmelade oder Dirndlpalatschinken.

  • Wachauer Marille © Österreich Werbung / Gregor Semrad Wachauer Marille © Österreich Werbung / Gregor Semrad

    „Das Wappen“ mit Geschmack

    Die Wachauer Marille steht neben dem Wein derart prägend für die Wachau in Niederösterreich, dass es einzig und allein darum gehen kann, sie beim nächsten Besuch ausgiebig zu kosten. Erntezeit ist Juli und nur wo Original Wachauer Marille draufsteht, ist die echte Wachau drin!

  • Fischerei Gruell in Salzburg © Tourismus Salzburg GmbH / Helge Kirchberger Fischerei Gruell in Salzburg © Tourismus Salzburg GmbH / Helge Kirchberger

    Ein Hoch auf Flossen

    Fisch aus dem Salzkammergut! Das ist eines der reinsten Genussversprechen, das die Flüsse und Seen der Region mit ihrer hervorragenden Wasserqualität abgeben. Ob Saibling, Riedling, Forelle, Barsch oder Hecht – alles Delikatessen aus der Natur.

  • Slowenische Küche und Sprachebr Hadn © Genuss Region Jauntaler Hadn / no name Slowenische Küche und Sprachebr Hadn © Genuss Region Jauntaler Hadn / no name

    Genügsamkeit ist mehr

    Aus dem Jauntaler Hadn, eine Buchweizen-Art, machen die Kärntner zahlreiche Spezialitäten, wie Sterz, Nudeln, Hadnmehltorte oder -knödel. Der Hadn gedeiht am besten auf kargen Böden. Bio pur!

  • Schafherde in Osttirol © Villgrater Natur / no  name Schafherde in Osttirol © Villgrater Natur / no name

    Das Lamm

    Das Villgrater Lamm aus Osttirol ist ein Beweis dafür, wie gut traditionelles und erfolgreiches Arbeiten zusammenspielen. Das hervorragende Fleisch erfüllt höchste internationale Kriterien ebenso wie der Schafkäse oder die Wolle, die aus dem Villgratental kommen.

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Weitere Genusserlebnisse

Reine Geschmackssache
Edel und ausgesucht sind sie, die gut 20 Brände und 20 Essige von Gölles aus dem Vulkanland. Die neuesten hochprozentigen Spezialitäten sind Gin, Whiskey und Rum. Alles zu kosten und zu besichtigen in der gläsernen Manufaktur.

Schinkengenuss extra
Vulcano ist ein internationaler Qualitätsbegriff. Die „Vulcanos“ präsentieren in ihrer Vulcanothek in Auersbach in der Oststeiermark wahre Schinken-Meisterstücke. Verkosten, kaufen und den Namen einbrennen – für den ganz persönlichen Genuss!

„Soupe de Pannonia“
Die Pannonische Fischsuppe ist längst ein Klassiker. Die „burgenländische Bouillabaisse“ überzeugt durch den Fond von Süßwasserfischen und herzhafte Zutaten, wie Zwiebeln, Knoblauch und Paprika. Die spezielle Note kommt vom heimischen Safran.

Kartoffel aus dem Lungau
Die Lungauer aus dem Salzburger Land sagen „Eachtling“ zu ihren Kartoffeln, die in acht verschiedenen Sorten – von Desiree bis Melody – angebaut werden. Wichtig ist, dass sie mit Schale gekocht werden, damit die vielen Wirkstoffe erhalten bleiben.

Gailtaler Speck-Spezialitäten
Am „Lerchenhof“ von Hans Steinwender gibt es eine ganze Genusskarte voller Specksorten mit der „Kilometerangabe 0“ – vom weichen, fast cremigen Wurzelspeck, gefolgt vom würzigeren Gailtaler Speck bis hin zum Weinspeck, der bis zu 7 Jahre reifen darf.
  • Hans Steinwender, Gailtaler Speck, Lerchenhof © Österreich Werbung / Andreas  Jakwerth Hans Steinwender, Gailtaler Speck, Lerchenhof © Österreich Werbung / Andreas Jakwerth

Das Brot mit Geschichten

Die Lesachtaler Brotherstellung wurde von der UNESCO zum „immateriellen Kulturerbe“ ernannt; das Getreide wird immer noch in alten Mühlen gemahlen.

Wer das Lesachtaler Brot kostet und mit jedem Bissen seine Zutaten „erschmeckt“, der geht mit dem Gaumen auf Wanderschaft: Hinauf in Höhen bis zu 1.427 m, wo das Getreide in reiner Natur wächst und geerntet wird. Hinunter nach Maria Luggau, wo in 1.179 m die 5 Wassermühlen stehen, in denen das Korn gemahlen wird für die Bäcker im Tal. In ihren Öfen entsteht das reichhaltige, fruchtige, wertvolle und preisgekrönte Brot.

Es gibt auch spezielle Slow-Food-Travel-Angebote rund ums Lesachtaler Brot:

Das Lesachtaler Korn

Ein Schatz im Ofen

Das Lesachtaler Brot

  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Backstube der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Den Tag in Ruhe mit einem Glas Wein ausklingen lassen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Den Tag in Ruhe mit einem Glas Wein ausklingen lassen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger
  • Frisches Brot aus der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger Frisches Brot aus der Bäckerei in Irschen © Österreich Werbung / Karolin Pernegger

Sissy Sonnleitners Genusswerkstatt

Wer in der Genussregion Gailtal unterwegs ist, kommt an Sissy Sonnleitners Restaurant in Kötschach-Mauthen nicht vorbei. Eine Köchin wie aus dem Bilderbuch, verkörpert sie eine umwerfende Mischung aus Tatkraft und Humor, garniert mit einer Prise Mütterlichkeit. In ihrer Genusswerkstatt bereiten wir gemeinsam Schafskäsebällchen im Spinatmantel zu – und als zweiten Gang saftige Marillenknödel aus flaumigem Topfenteig. Es macht Spaß, der Haubenköchin bei der Arbeit zuzuschauen: Da sitzt jeder Handgriff und da wird auch nichts weggeworfen, das man nicht auf irgendeine Weise noch verwerten kann.

Ebenfalls spürbar ist ihre Begeisterung für die regionale Küche: Die Natur bringt in dem Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Italien so viele Schätze hervor, dass man aus dem Vollen schöpfen kann. Ein wenig argwöhnisch stand sie anfangs der veganen Küche gegenüber, die ihre Tochter Stefanie ihr nahe gebracht hat. Heute ist sie überzeugt von dieser Ernährungsweise und sieht sie als perfekte Ergänzung zu den traditionellen Gerichten: "So viele neue Rezepte und Gewürze – eine echte Bereicherung."

“Die Seele des Feinschmeckers berührt nur, wer die Einfachheit der Natur als Kunst begriffen hat.”

Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas  Jakwerth Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas Jakwerth Sissy Sonnleitner, Köchin, Restaurantbesitzerin

Interview

Wer in der Genussregion Gailtal unterwegs ist, kommt an Sissy Sonnleitners Restaurant in Kötschach-Mauthen nicht vorbei. Eine Köchin wie aus dem Bilderbuch, verkörpert sie eine umwerfende Mischung aus Tatkraft und Humor, garniert mit einer Prise Mütterlichkeit.

austria.info: Frau Sonnleitner, was hat es mit Ihrem Alpe Adria Kochstil auf sich?

Sissy Sonnleitner: Unser Kulturkreis ist ja ein Dreiländereck, und das ist ergiebig ohne Ende. Ich sage gern, wir haben hier den größten Warenkorb in ganz Österreich. Und wir schauen bis heute über die Grenzen hinweg, wenn es um gute Produkte geht, und mischen die karnische mit der slowenischen und italienischen Küche. Außerdem liegen wir hier ja an der Via Augusta, einem uralten römischen Handelsweg. Das heißt, der Austausch von Lebensmitteln ist in dieser Region jahrtausendealt. Und Alpe Adria Küche muss nicht immer Gourmetküche sein - auch ein knuspriges Kärntner Brot aus Natursauerteig mit etwas Olivenöl und Salz aus Italien ist ein Hochgenuss.

austria.info: Apropos: Wie wird man denn zur Haubenköchin?

Sissy Sonnleitner: Naja, wir haben halt viel gearbeitet (lacht). Und haben auch einen eigenen Stil entwickelt. Eine Handschrift sozusagen, der wir seit 45 Jahren treu geblieben sind, selbst wenn wir immer wieder einmal etwas Neues machen. So wie meine Tochter, die Stephanie – die hat eine ganz starke Leidenschaft für die vegane Küche entwickelt. Wir haben dann bald gemerkt, dass diese Kost richtig gut tut. Und zwar nicht nur einem selbst, sondern natürlich auch der Umwelt. Wir sind aber natürlich keine 100%igen Veganer – es ist die Kombination, die es so spannend macht! 

austria.info: Haben Sie ein Credo?

Sissy Sonnleitner: Einer unserer Slogans ist: "Die Seele des Feinschmeckers berührt nur, wer die Einfachheit der Natur als Kunst begriffen hat". Also: Man muss sorgfältig mit den Dingen, mit der Natur umgehen. Damit man an die Seele der Produkte herankommt.

austria.info: Das bedeutet auch ein klares Bekenntnis zur Regionalität.

Sissy Sonnleitner: Auf jeden Fall! Idealerweise fährt man durchs Land und findet das, was man am Tag gesehen hat, am Abend auf dem Teller wieder. Das ist genau das, was wir hier machen. Und es finden sich ja heute auch immer mehr Produzenten, die etwas wirklich Gescheites liefern, gerade hier bei uns in der Region. Es ist ja auch die Aufgabe von Slow Food, dass die Leute wieder darin bestärkt werden, hochwertige Lebensmittel zu produzieren. Zugleich geht es aber auch um verantwortungsvollen Genuss, der nicht auf Kosten der Umwelt geht.  Wir möchten mit unserer Arbeit einfach darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, dass man in diesem Bereich etwas verändert. 

austria.info: Sie bieten ja in Ihrer Genusswerkstatt auch ein Haltbarmachungs-Seminar an.

Sissy Sonnleitner: (schmunzelt) Das ist überhaupt eines meiner Lieblingsthemen. Zur Zeit ist ja auch das Fermentieren sehr in Mode, das wird gerade wieder entdeckt. Eine spannende Geschichte, bei der man sich wundert, wieso wir das so lange so verloren haben! Nur beim Sauerkraut haben wir es immer beibehalten.

Begeisterung für die regionale Küche

  • Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas  Jakwerth Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas Jakwerth
  • Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas  Jakwerth Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas Jakwerth
  • Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas  Jakwerth Sissy Sonnleitner in der Genusswerkstatt © Österreich Werbung / Andreas Jakwerth

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