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Mit dem Rennrad in den Bergen Tirols

Rennradfahren ist der neue Trendsport. In Tirol finden Bergwertungen und Flachetappen in spektakulärer Naturkulisse statt.

Autor: Othmar Pruckner

Der Tiroler Ötztaler Radmarathon ist berühmt – und für seine Länge von 238 Kilometern und 5.500 Höhenmetern berüchtigt. Aber alles ist möglich! Wenn der Ötztaler Radmarathon alljährlich ruft, führt der Weg mit dem Rennrad über das Ötztal hinauf auf das 2.474 Meter hohe Timmelsjoch hinter Sölden. Die Teilnehmer fahren mit Enthusiasmus die anspruchsvollen Kehren des zweithöchsten Alpenpasses Österreichs bergauf. Die tapferen Hobbyathleten überqueren dabei an einem einzigen Tag neben Timmelsjoch auch noch Kühtaisattel, Brenner- und Jaufenpass. Dieser Tortur unterziehen sich übrigens keineswegs ausschließlich Extremsportler. Der Andrang zu den 4.000 Starterplätzen ist enorm – hunderte Bewerber müssen Jahr für Jahr abgewiesen werden.

Rennradfahren für Einsteiger

Aber alles mit der Ruhe! Rennradfahren in Tirol geht auch anders. Es gibt viele Radrouten, die zu versteckten Gasthöfen und gemütlichen Almhütten führen, und auch Einsteigern Spaß machen. So kann man etwa ohne Anstiege von der schweizerischen Grenze bis hinaus nach Kufstein radeln. Immer in der Natur, immer am rauschenden Inn entlang.

Auf eleganten Serpentinen

Auch von Innsbruck aus, am Fuß der Nordkette in den Tiroler Alpen, sind sanfte Ausfahrten möglich. Die sogenannte Dörferlinie führt über Mühlau, Arztl und Thaur. Die Straße schlängelt sich in Serpentinen in die Höhe. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer Ausblick. Auf neunhundert Meter Seehöhe über dem Inntal angekommen, saust man durch den Gnadenwald wieder hinunter ins Tal, und zwar nach Wattens. Dann geht es den flachen Radweg entlang gemütlich zurück nach Innsbruck.

Hinter jeder Kurve ein neuer Ausblick

  • Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Jürgen Skarwan Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Jürgen Skarwan
  • Timmelsjochstraße, Ötz © © Ötztal Tourismus / Alexander Lohmann Timmelsjochstraße, Ötz © © Ötztal Tourismus / Alexander Lohmann
  • rennradfahren in tirol © © Ötztal Tourismus / Ernst Lorenzi rennradfahren in tirol © © Ötztal Tourismus / Ernst Lorenzi
  • Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Ernst Lorenzi Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Ernst Lorenzi
  • Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Jürgen Skarwan Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Jürgen Skarwan
  • Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Jürgen Skarwan Radmarathon Ötztal © © Ötztal Tourismus / Jürgen Skarwan

Leidenschaft am Rennrad

Motorlos, beinahe geräuschlos, frei und weg von Smartphone und Terminkalender: Der eigene Körper ist zu spüren, der Atem zu hören, ein aufregendes Zusammenspiel von Muskeln und Konzentration. Die Fahrt in eigenem Tempo führt abwechselnd aus der Hitze hinein in den kühlen Schatten, steigt aus dem grünen Talboden hinauf in felsige Schluchten und bewegt sich zwischen Bergflanken, Wiesen und Wald.

Jeder Tritt in die Pedale, das Bewusstsein, aus eigener Kraft die Geschwindigkeit zu steuern, seine Grenzen dabei besser kennenzulernen, treibt Meter für Meter voran. Jede Fahrt ist eine neue Herausforderung für Körper und Geist. Rennradfahren ist pure Leidenschaft. Einmal hineingekippt, will man womöglich immer höher hinaus, sucht noch anspruchsvollere Bergetappen, noch spannendere Rundkurse.

Auf den Spuren der Weltmeister

In Innsbruck finden im Herbst 2018 die Straßenrad-Weltmeisterschaften statt. Schon heute können neugierige Herausforderer einen Selbstversuch starten und einen Teil der Weltmeister-Strecke unter die eigenen Räder nehmen: Der Anstieg geht vorbei an Schloss Ambras, über Aldrans und Lans, bis zur Talstation der Patscherkofelbahn.

Zugegeben – steil ist es hier schon, aber niemand muss die Strecke im Renntempo absolvieren. Sich einmal fühlen wie ein Radrenn-Profi? Ist zu schaffen. Denn die Befahrung gelingt auch Amateuren – federleichte Karbonräder und eine optimale Übersetzung machen’s möglich! Fest steht: Wer es noch nicht probiert hat, sollte sich bald einmal diese besondere Erfahrung vornehmen, seine Grenzen erweitern und sich „freifahren“.  

Tempo machen

  • Radroute Innsbruck Sellraintal © Erwin Haiden Radroute Innsbruck Sellraintal © Erwin Haiden
  • Radroute Innsbruck © Erwin Haiden Radroute Innsbruck © Erwin Haiden
  • Radroute Innsbruck Lüsenertal © Erwin Haiden Radroute Innsbruck Lüsenertal © Erwin Haiden
  • Radroute Innsbruck © Erwin Haiden Radroute Innsbruck © Erwin Haiden
  • rennradfahren in tirol © Erwin Haiden rennradfahren in tirol © Erwin Haiden
  • Radroute Innsbruck © Erwin Haiden Radroute Innsbruck © Erwin Haiden
Radroute Innsbruck Sellrain © Erwin Haiden Radroute Innsbruck Sellrain © Erwin Haiden

Tirol, Rennradfahren

Die Radtour „Rund um Innsbruck“ führt über meist wenig befahrene Straßen von Innsbruck über Absam, Gnadenwald, Fritzens, Wattens, Tulfes, Sistrans und Igls wieder zurück nach Innsbruck. Bei 60 Kilometern Streckenlänge ergeben sich beachtliche 1.964 Höhenmeter, eine Abkürzung ist jedoch möglich. 

Genauer Streckenverlauf auf www.bikecity-innsbruck.com/rennrad

Literaturempfehlungen:
Wolfgang Popp: Die schönsten Rennradtouren. 30 Klassiker und Geheimtipps in und um Tirol. Innsbruck, 2009.

Wolfgang Gerlich, Othmar Pruckner (Hg.): Rennradfieber. Lust und Leidenschaft auf dünnen Reifen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines schnellen Sports. Wien, 2015.

Radfahren in Österreich

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