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Rodelbahnen in Österreich

Wer weit hinunter will, muss zuerst hoch hinauf. Ob zu Fuß durch verschneite Winterlandschaft, oder bequem mit dem Lift oder Rodeltaxi, oben angekommen erwartet Rodelbegeisterte neben dem Panoramablick meist auch eine gemütliche Einkehrhütte. Dass auch auf der Fahrt ins Tal der Spaß nicht zu kurz kommt, dafür garantieren Österreichs Rodelbahnen.

Tirol

Eine der längsten Rodelbahnen Tirols und die längste beleuchtete Naturrodelbahn im Zillertal findet man am Hainzenberg bei Zell am Ziller, wo man sich auf fast sieben Kilometern Länge so richtig vergnügen kann.

Im Stubaital gibt es 14 Rodelbahnen, die mit dem Tiroler Naturrodelbahngütesiegel ausgezeichnet sind - alle perfekt präpariert und in faszinierender Bergwelt gelegen. Die längste Bahn Tirols mit über 6 Kilometer Länge führt vom Elfer direkt ins Zentrum von Neustift. Vier der Bahnen sind beleuchtet und auch nachts in Betrieb. Ein lustiger Hüttenabend mit anschließender Rodelpartie darf bei einem Winterurlaub im Stubaital nicht fehlen. Detailinformationen zu den Rodelbahnen in Tirols größter Rodelarena gibt es unter www.stubai.at.

In Nauders im Tiroler Oberland befindet sich Tirols streckenmäßig längste Rodelbahn, die 8 km lange Bergkastelrodelbahn. Mit der Seilbahn geht es zum Start auf 2.200 m Seehöhe und Rodeln können an der Bergstation ausgeliehen werden.

In der Silberregion Karwendel versprechen je nach Schneelage über 10 Rodelbahnen lustige Rutschpartien und rasante Talfahrten. Die Rodelbahn von der Weidener Hütte ist mit 5 Kilometern eine der schönsten in der Silberregion Karwendel. An einigen Strecken sorgt Beleuchtung am Abend für besonderes Rodelvergnügen. Rodelbusse und Bergbahnen erleichtern den Aufstieg und Einkehrmöglichkeiten locken mit Tiroler Spezialitäten. Viele Vermieter haben Rodeln zum Verleih und geben den Gästen wertvolle Tipps zu den umliegenden Rodelstrecken.

Eigentlich ist es verrückt, auf ein paar Stücken Holz oder einem kleinen Plastikding in halsbrecherischer Fahrt Richtung Tal zu rasen. Aber vielleicht macht Rodeln genau deshalb soviel Spaß. Die Nachtrodelbahn in Ischgl bietet auf 7 Kilometern Länge rasanten Rodelspaß unter dem Sternenhimmel. Vergnüglicher lassen sich 950 Höhenmeter nicht zurücklegen.
Rodelbahnen in Tirol

Steiermark

Die Region Schladming-Dachstein ist eine der größten Skiregionen Österreichs und besteht aus 7 Wintersportzentren. Die Region ist durch zahlreiche internationale Weltcup-Rennen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Auf der Hochwurzen befindet sich auch die längste Naturrodelbahn der Steiermark: Von 1860 Meter Seehöhe geht es über die bestens präparierte Piste 7 Kilometer ins Tal - bis 23.00 Uhr bei Flutlicht. Neben der Talstation der Hochwurzen Gipfelbahn gibt es eine Rodelverleihstelle.

Die speziell trassierte 3,5 km lange Rodelbahn am Rittisberg, die nachts beleuchtet ist, ist eine der schönsten Natur-Rodelbahnen der Steiermark. Mit der 4er-Sesselbahn geht es Dienstag, Mittwoch und Freitag zwischen 19:00 und 22:00 Uhr hinauf auf den 1.500 m hohen Rittisberg und danach rasant wieder hinunter. Ein Schlittenverleih steht bei der Bergstation zur Verfügung und Einkehrmöglichkeiten wie der Rittisstadl oder das Waldcafe runden den Winterabend ab. Die Rodelbahn ist übrigens bis 23:00 Uhr beleuchtet – als keine Eile bei der Einkehr!

Enge Kurven und auch Steilhänge machen eine Rodelpartie auf der beleuchteten Rodelbahn am steirischen Galsterberg zu einem unterhaltsamen Erlebnis.

Die komfortable 4er-Sesselbahn Stuhleck bringt alle Rodelfans von der Tal- oder der Mittelstation hinauf auf's Stuhleck zur Friedrichhütte auf 1.340 m Seehöhe. Die 5 Kilometer lange Naturrodelbahn am Stuhleck ist unter dem Motto „Semmi und seine Freunde“ entlang der familienfreundlichen Strecke mit Figurentafeln ausgestattet, die das Skigebietsmaskottchen Semmi und seine Freunde zeigen. Die Tafeln erzählen eine Geschichte, die in der „Semmi Zeitung“ weitererzählt wird; sie ist gratis an allen Kassen des Skigebiets erhältlich. Das Ziel ist beim Familienlift, von dort kommt man dann wieder zur Tal- oder Mittelstation der Stuhleckbahn.

Eine Besonderheit stellt das Bergaufrodeln bei der Tonnerhütte im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen dar.
Rodelbahnen in der Steiermark

SalzburgerLand

Mit der längsten beleuchteten Rodelbahn der Welt verbucht die Wildkogel-Arena ein weiteres rekordverdächtiges Highlight. Bevor es losgeht, lässt man sich von den Wildkogelbahnen in Neukirchen oder von der Smaragdbahn in Bramberg mit seinem „heißen Schlitten“ gemütlich in luftige Höhen transportieren. Auf einer Strecke von 14 km überwinden Rodler den unglaublichen Höhenunterschied von 1.300 m nach Bramberg. Erlaubt ist alles, was bergab fährt – egal, ob rasante Rennrodel, gemütlicher Schlitten oder schnittiger Bob. Die Rodelpartie dauert ca. 30 – 50 Minuten, je nach Können. Jeden Dienstag und Freitag können Sie mit der Smaragdbahn in Bramberg und am Samstag mit den Wildkogelbahnen in Neukirchen bis 18.30 Uhr auffahren. Die Rodelbahn ist auf der gesamten Streckenlänge bis 22 Uhr beleuchtet – das gibt den Extra-Kick in der Nacht. Rodelverleih bieten die Sportgeschäfte in Neukirchen und Bramberg an.

6 Kilometer misst die Abfahrt Strussing-Zaglau in Werfenweng. Zur Sportalm, auf einer Sonnenterasse mitten im Skigebiet Werfenweng gelegen, führt in zahlreichen Serpentinen und zum Teil durch bewaldetes Gebiet eine präparierte Forststraße, die auch als Rodelbahn dient. Sie empfiehlt sich als schöne Winterwanderung. Wer es bequemer will, kann sich aber auch mit dem Rodeltaxi abholen lassen. Mit Blick auf die Gipfel des Tennengebirges geht es wieder Richtung Tal.

Die Naturrodelbahn Kleinarler Hütte auf 1.758 m Seehöhe ist mit 6,5 km die längste in der Salzburger Sportwelt.
Erreichbar ist die Kleinarler Hütte zu Fuß in ca. 2,5 Std. oder per Pistentaxi.

17 weitere Rodelbahnen stehen am Tag oder am Abend in der Salzburger Sportwelt zur Verfügung.

Im Großarltal verspricht eine 3 km lange, verkehrsfreie Rodelbahn Abwechslung und Spannung. Kinder- und Familienfreundlichkeit wird dennoch groß geschrieben.

Zur Rodelbahn am Asitz in der Region Saalfelden Leogang gelangt man beqeum mit der Kabinenbahn (Dienstag und Freitag auch nachts). Sehr beliebt ist auch die sechs Kilometer lange Naturrodelbahn am Biberg bei Saalfelden, auf der ein Bummelzug oder Traktor den zweistündigen Aufstieg erspart.

Zell am See-Kaprun: Rodelspaß für Groß und Klein. Rodeln kommt einfach immer gut an: Egal ob tagsüber mit der ganzen Familie oder abends zu zweit im Mondschein – Spaß ist garantiert. Beispielsweise bei der Rodelbahn Jausenstaion Guggenbichl, der Ganzjahresrodelbahn Maisiflitzher oder bei der Rodelbahn Köhlergraben, erreichbar mit dem Rodelbus.

Gemeinsam um die Wette rodeln Familien von der Hochalm im Unkener Heutal und von Maria Kirchental in St. Martin bei Lofer im Salzburger Saalachtal.
 
In der Region Hochkönig zeigt der Winter seine schönsten Seiten. Eine dieser Seiten offenbart sich beim Rodeln auf den fünf beleuchteten und präparierten Natur Rodelbahnen:
Jufenalm und Kronreith in Maria Alm, Grüneggalm in Dienten und Kopphütte und Reithgut in Mühlbach. Ein Spaß für die ganze Familie (Ermäßigung mit der Hochkönig Card).
Weitere Winteraktivitäten
 
Rodelspaß bietet auch die Region Saalbach mit 3 Rodelabfahrten vom Spielberghaus, dem Reiterkogel und von der Maisalm.
 
Nach einem aufregenden Ski- oder Snowboardtag freuen sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen über eine aufregende Fahrt mit den Schlitten im Salzburger Lungau. Lange Abfahrten auf Naturrodelbahnen versprechen Spaß und Action! Einige Rodelbahnen sind auch am Abend unter Flutlicht befahrbar: So können Sie nach einem lustigen Abend in der Hütte Mondschein ins Tal rodeln.

Weitere Informationen: Rodelangebote im SalzburgerLand

Vorarlberg

Eine der längsten Rodelbahnen in Vorarlberg ist die 6 km lange Naturrodelbahn Schattenlagant im Brandnertal. Sie verläuft auf der Fahrstraße zur Lünerseebahn am Ortsende von Brand in vielen großen und kleinen Kurven talwärts. Einkehren kann man in der Schattenlaganthütte. Die beschilderte Rodel-Safaristrecke führt in drei Varianten von der Bergstation der Panoramabahn hinunter nach Brand, zurück zum Ausgangspunkt gelangt man per Bus. Familien schätzen die 2 km lange Rodelbahn im Skigebiet Sonnenkopf von der Berg- zur Mittelstation.

In Sonntag-Stein im Biosphärenpark Großes Walsertal führt die 4,8 km lange Rodelbahn von der Bergstation des Sesselliftes über die Alpen Oberpartnom, Unterpartnom und Steinbild bis zur Bergstation der Gondelbahn. Einkehrmöglichkeit: Seilbahnstüble oder Partnom Hüsle.

In Laterns überwinden Rodler auf der abwechslungsreichen, 4 km langen Strecke 355 Höhenmeter. Von der Talstation der Innerlaternser Skilifte gelangt man bequem per Bahn oder zu Fuß zum Start der Rodelbahn beim Übungslift Gapfohl.

Schön ist die 3 km lange Rodelbahn, die von der Bergstation Sonderdach der Seilbahn Bezau im Bregenzerwald ins Tal führt. Bei der Bergstation gibt es auch einen Rodelverleih. Die beliebteste Nachtrodelstrecke befindet sich beim Grunholzlift in Au-Schoppernau, wo man auf klassischen Rodeln oder auf den schwimmreifenähnlichen Happy-Rodeln talwärts fahren kann. Dreieinhalb Kilometer Rodelvergnügen verheißt die Strecke Damüls Uga, zwei Kilometer jene in Mellau Dosegg.

In St. Gallenkirch-Garfrescha befindet sich die längste beleuchtete Nachtrodelbahn Vorarlbergs mit 5,5, km. Vorarlbergs erster Alpine-Coaster am Golm bei Tschagguns im Montafon ist rund ums Jahr eine Attraktion. Auf der Bahn modernen Zuschnitts rodelt man auf Zweisitzer-Schlitten von Latschau nach Vandans, 2,6 km weit durch Steilkurven, Kreisel und über „Jumps“.

Überblick über alle Rodelbahnen in Vorarlberg mit interaktiver Karte: Rodeln in Vorarlberg

Kärnten

Die Rodelbahn Mallnitz-Jamnigalm (3,5 km) ist eine der längsten beleuchteten Rodelbahnen Kärntens. Die Zufahrtsstraße zur Jamnigalm dient im Winter als herrliche Rodelstrecke. Die Straße ist für den individuellen Verkehr gesperrt und wird nur vom Skitouren- und Rodeltaxi befahren.

Rodeln bei Tag und Nacht: In der Region Nassfeld Hermagor stehen zahlreiche Rodelbahnen zur Wahl. Ein gemütlicher Spaziergang bis zum Start stimmt die Rodler auf das bevorstehende Rodelvergnügen ein. Rodelverleih beim Einstieg der Bahnen.

Rodelspaß für die ganze Familie bietet Kärntens längste Naturrodelbahn auf der Sonnalm Stubeck im Lieser-Maltatal. Der Ausgangspunkt liegt auf 1.700 Meter Seehöhe. Die Naturrodelbahn führt auf 8 Kilometer Länge (auf der Zufahrtsstraße) über den sonnigen Hausberg der historischen Stadt Gmünd hinunter ins Tal. Hinauf kommt man zu Fuß oder mit dem Rodeltaxi. Beim Pistenrodeln (4 km) ist die Auffahrt nur mit dem Gipfeltaxi möglich. Vom Gipfel geht’s dann hurtig über die Piste, mit Skier oder Rodel, wieder talwärts bis zur Hütte.

Niederösterreich

Rodelgaudi für Jung und Alt bietet die rund 3km lange und bei Nacht beleuchtete Zauberberg Erlebnis-Rodelbahn am Semmering. Fantastische Bauwerke, Tunnels und magische Lichteffekte lassen alle Rodler bei Tag und Nacht in die Welt des Zauberbergs eintauchen und bieten die lustige Alternative zum Skifahren und Snowboarden.

Im Mostviertel kommen rasante Fahrer auf den 900 bzw. 1500 m langen Naturrodelbahnen in Opponitz und im Naturpark Buchenberg bei Waidhofen/Ybbs ordentlich in Schwung. In Opponitz sind auch Nachtschwärmer willkommen: Bei passender Schneelage wird die Bahn in Kothal-Oberrehau jeden Freitag und Samstag Abend geöffnet.

Zwei Naturrodelbahnen, 300 und 400 m lang, hat Loich im Pielachtal zu bieten. In St. Aegyd am Neuwald lädt im Nordischen Zentrum Kernhof eine Naturrodelbahn zu lustigen Rodelabenteuern ein. Leihrodeln gibt es in der nordicsports academy. Auf Anfrage ist auch ein Shuttle-Dienst zur Rodelstrecke möglich.

Oberösterreich

Hervorragende Rodelmöglichkeiten finden sich in Bad Goisern, wo auch schon Weltmeisterschaften der waghalsigen Naturbahnrodler ausgetragen wurden. Die Trockentannrodelbahn, die teilweise nachts beleuchtet ist, gehört zu den Highlights für Rodler. Gerodelt wird auch in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel - hier bietet zum Beispiel die mit einer Flutlichtanlage ausgestattete  Naturrodelbahn Zottensberg in Rosenau Rodelspaß bis weit in die Nacht hinein.
Rodelbahnen in Oberösterreich

Wien

Dutzende Wiesen der Wiener Parks verwandeln sich bei ausreichender Schneelage in Rodelbahnen. Rodeln kann man dann beispielsweise im Wiener Türkenschanzpark oder im Grünen Prater, wo auf dem Hügel der Jesuitenwiese ab -2° C eine künstlich beschneite Rodelbahn entsteht.
Rodeln in Wien

Rodel-Romantik im Ländle

  • Nachtrodeln  auf Garfrescha © Silvretta Montafon, Daniel Zangerl Nachtrodeln auf Garfrescha © Silvretta Montafon, Daniel Zangerl

Garfrescha, das Montafoner Bergdorf, ist nicht nur bekannt für seine typischen Maisässhäuser, sondern auch als Startpunkt der längsten beleuchteten Rodelbahn Vorarlbergs. Erreichen kann man den Ort im Winter nur mit dem Sessellift. Die Garfrescha Bahn besteigt man in St. Gallenkirch, wo die Rodler sich oft noch im „Rodelhüsli“, der beliebten Après Ski Bar, aufwärmen. 

Die Rodel-Romantik beginnt

Beim Einsteigen in die Zweiersesselbahn erhalten die Fahrgäste wärmende Decken. Die Auffahrt durch den nächtlichen Winter dauert schließlich rund zwanzig Minuten. Bald verblassen die Lichter im Tal und es wird still. Nur das regelmäßige Klacken der Tragräder der Sessel ist zu hören, wenn sie über die Liftstützen rollen. 

Käsknöpfle und Co.

Oben auf Garfrescha kehren die Rodler gern auf eine Käsknöpflepartie beim Brunellawirt ein. Die köstliche Vorarlberger Spezialität ist gleichzeitig Stimmungsmacher: Der würzige Käse zieht lange Fäden und sorgt gerne für „Verwicklungen“. In der gemütlichen Stube rücken die Gäste meist schnell zusammen. Was bringt sie alle nach einem langen Skitag noch einmal auf den Berg? Die einen wollen den Abend romantisch ausklingen lassen, die anderen aber freuen sich schon auf die flotte Rodelpartie.

Auf zum Rodelspaß!

Rechtzeitig, bevor die Beleuchtung der Rodelbahn erlischt, borgen sich die Nachtschwärmer ihre Schlitten beim Rodelverleih an der Bergstation der Garfreschabahn aus. Jetzt heißt es aufsitzen und kräftig mit beiden Füßen antauchen. Schon bald nimmt der Schlitten Fahrt auf und ein frischer Wind, gemischt mit dem Duft des Waldes bläst einem ins Gesicht. Kältegefühl kommt dennoch keines auf, dafür ist es jetzt einfach zu spannend. Hauptsache, man bewältigt die nächste Kehre ebenso bravourös wie die vorhergehende und es gelingt, den allzu langsamen Vordermann zu überholen. Selbstverständlich unter Einhaltung der Rodelregeln! Unten in St. Gallenkirch angekommen, geht der Abend noch lange weiter. Rodelerlebnisse müssen schließlich ausführlich besprochen werden!

  • Rodeln in Silvretta Montafon © Silvretta Montafon, Daniel Zangerl Rodeln in Silvretta Montafon © Silvretta Montafon, Daniel Zangerl
  • Rodeln in Silvretta Montafon © Daniel Zangerl Rodeln in Silvretta Montafon © Daniel Zangerl
  • Rodeln in Silvretta Montafon © Silvretta Montafon, Daniel Zangerl Rodeln in Silvretta Montafon © Silvretta Montafon, Daniel Zangerl
  • Käsknöpfli im Montafon © Montafon Tourismus GmbH Schruns - Alex Kaiser Käsknöpfli im Montafon © Montafon Tourismus GmbH Schruns - Alex Kaiser

Interview mit Manfred Sprung (Markenontent)

Im Büro trifft man ihn so gut wie nie: Ski- und Bergführer Manfred „Manni“ Sprung verbringt seine Zeit am liebsten auf dem Berg. Seit er vor über 20 Jahren nach Vorarlberg zog, sind die Montafoner Gipfel zu seiner zweiten Heimat geworden.

Man hat Zeit für sich, fernab vom Alltag”

Manfred Sprung, Ski- und Bergführer

austria.info: Sonst sind Sie ja eher flott und im steilen Gelände unterwegs – was reizt Sie am ruhigen Winterwandern?

Manfred Sprung: An den Fackelwanderungen schätze ich besonders, dass man dabei die unterschiedlichsten Leute kennen lernt! Vor der Fackelwanderung sitzen wir ja in der Gäßbarga zusammen, trinken ein Gläschen und erzählen uns gegenseitig aus unseren Leben. Man glaubt ja gar nicht, was man da alles an spannenden, interessanten und lustigen Geschichten hört! Es ist die Menschlichkeit, die so einen Abend so besonders macht. Und das schon, bevor wir überhaupt los gewandert sind.

austria.info: Nicht jeder ist Wandern gewöhnt - wie bringt man eine müden Urlauber zum Weitergehen? 

Manfred Sprung: Ich gehe einfach weiter. Dann stehen sie schnell alleine im Dunkeln und kommen ganz schnell nach (lacht)! Spaß beiseite: Wenn einer gar nicht mehr will, versuche ich ihn zu motivieren und sage: „Da müssen wir jetzt gemeinsam durch.“ Zu den Erfahrungen am Berg gehört manchmal auch das Durchbeißen. Und zum Schluss macht es sich ja wirklich bezahlt, wenn man oben ankommt und auf das Lichtermeer im Tal hinunterblickt.

austria.info: Welches Bergerlebnis sollte ein Winterurlauber im Skigebiet Silvretta Montafon unbedingt haben? 

Manfred Sprung: Der „Gipfelsturm Zamangspitze“ oder der „Freeride Abenteuertag“ sind toll für alle, die gerne im Gelände Ski fahren. Die Leute strahlen nur noch, wenn wir vom Berg zurückkommen. Das mag ich an meinem Job, wenn es den Leuten genauso viel Spaß macht, wie mir. Für alle Nicht-Wintersportler ist die Fackelwanderung ein super Tipp: ein Hüttenabend mit Käsknöpfle, eine romantische Wanderung durch den verschneiten Fichtenwald und eventuell eine Rodelpartie – und all das an einem Abend. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis.

austria.info: Sie kennen so gut wie jeden Gipfel hier. Was ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz in den Montafoner Bergen?

Manfred Sprung: Auf der Terrasse zu Hause (lacht). Nein – meine zwei Lieblingsberge in der Umgebung sind die „Heimspitze“ und die Madrisella. Von ihren Gipfeln hat man einen absolut atemberaubenden Ausblick.

austria.info: Und was ist Ihr montafonerisches Lieblingswort?

Manfred Sprung: „Madöpfl“. Das kennt nicht einmal der Großteil der Montafoner - nur noch die ganz Alteingesessenen wissen: Das ist das Innere einer Silberdistel und schmeckt herrlich!

 

Rund ums Montafon

Käsknöpfle © Montafon Tourismus GmbH / Alexander Kaiser Käsknöpfle © Montafon Tourismus GmbH / Alexander Kaiser

Montafoner Keesknöpfli

Keesknöpfli muss man probiert haben, wenn man in Vorarlberg is(s)t.
Sie sehen ähnlich aus wie Spätzle und bestehen aus einem Teig aus Eiern, Wasser, griffigem Mehl und Salz. Verfeinert werden die Knöpfli mit bis zu vier Sorten würzigen und milden Berg- und Alpkäsesorten sowie Sura Kees.
Diese deftig-würzige Spezialität wird traditionell in einer Holzschüssel - der „Brenta“ oder „Gepse“ serviert. Als Beilage gibt es grünen Salat oder Apfelmus.
 
Kristberg Landschaft Maisäß © Montafon Tourismus GmbH, Schruns / Patrick Säly Kristberg Landschaft Maisäß © Montafon Tourismus GmbH, Schruns / Patrick Säly

Maisäß-Hütten

Der Name „Maisäß“ lässt sich vom Monat Mai herleiten, in dem das Vieh früher auf die Alpe getrieben wurde. „Säß“ beschreibt den Sitz, also die Hütten und Ställe, die auf der Alm dann über den Sommer bewohnt und bewirtschaftet wurden.
Dieser traditionellen Alpwirtschaft verdankt sich auch die Montafoner Spezialität: „Sura Kees“. Der Sauerkäse wird schon seit dem 12. Jahrhundert im Montafon hergestellt und ist eine der ältesten Käsetraditionen im Alpenraum.
Sura Kees ist auch ein gutes Mitbringsel – er lässt sich mehrere Wochen lagern, ohne an Geschmack zu verlieren.

Fackelwandern © Daniel Zangerl Fackelwandern © Daniel Zangerl

Der montafoner Dialekt

Die rund 16.000 Montafoner pflegen einen Dialekt, bei dem man als Fremder zweimal hinhören muss. Früher wurde hier Rätoromanisch gesprochen – eine der vier Amtssprachen der Schweiz. Im Mittelalter wanderten Walser aus dem Kanton Wallis bis ins „Muntafu“ und brachten ihre Sprache in den Dialekt ein. Dadurch klingen viele Ausdrücke selbst für die Einheimischen aus dem sogenannten „Ländle“ exotisch.
Auch Ortsnamen wie Tschagguns oder Vandans haben ihren Ursprung im Rätoromanischen.
 

Winterzauber in Österreich

Aktuelles Wetter im Montafon

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