Please choose Language or Country
or

Mit Pferd und Hund durch den Schnee

Sanfter Winter im Großarltal

Romantisch ist eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten, rasanter geht es mit Schlittenhunden durch die verschneite Landschaft. Aber auch Ausritte oder gemütliche Wanderungen mit den vierbeinigen Freunden haben im Winter ihren Reiz.

Märchenhafter Winterurlaub

Autorin: Michaela Schwarz

Wenn es in Hüttschlag so richtig schneit, dann verändert sich die Welt: Die rustikalen Häuser sind in eine dicke Schicht Schnee eingehüllt, die Geräusche wirken angenehm gedämpft und selbst die Uhren scheinen langsamer zu ticken. Dieser tiefwinterliche Friede macht etwas mit einem: Plötzlich rückt der Alltag in weite Ferne.
 

Hoch auf dem Pferdeschlitten

Erst das leise Hufestapfen und Glöckchenklingeln eines heranzockelnden Pferdeschlittens lassen einen wieder in die Gegenwart zurückkehren. Die Tiere schnauben, kleine Atemwölkchen steigen in die Winterluft. Jetzt einfach in dicke Wolldecken kuscheln und auf der Fahrt die Wunderwerke des Winters bestaunen: die unter der Schneelast gebeugten Äste der dichten Nadelwälder etwa, oder riesige Eiszapfen, die von Felshängen herabhängen.

Winterwandern zur Loosbühelalm

Wenn dann nur noch einzelne Flöckchen vom Himmel segeln, wird es Zeit für eine ausgedehnte Winterwanderung, zum Beispiel hinauf auf die Loosbühelalm-Hütte: Atemberaubend ist hier der Blick auf die verschneiten Bergriesen! Und in der Stube? Ein alter Käsekessel hängt von der Decke herab, im Kachelofen bullert das Feuer. Der Wirt erkundigt sich, ob er zuerst ein zünftiges Brat’l aus dem Bauernofen oder gleich den flaumigen Kaiserschmarren bringen soll. Viele Zutaten stammen von der direkt angeschlossenen Landwirtschaft – man schmeckt es! Anschließend schnappt man sich am besten eine der Rodeln, die vor der Hütte warten. Spätestens die dritte Kurve gelingt meist schon recht bravourös. Ob das Tempo auch in Kindertagen so rasant war? Die roten Wangen und das wild klopfende Herz sind jedenfalls geblieben.

Pferdeschlitten © Urlaub am Bauernhof Pferdeschlitten © Urlaub am Bauernhof

Die 10 schönsten Pferdeschlittenfahrten

  • Pferdeschlittenfahrt im verschneiten Großartal © Tourismusverband Grossarltal / no  name Pferdeschlittenfahrt im verschneiten Großartal © Tourismusverband Grossarltal / no name
  • Großarltal bei Nacht © TVB Großarltal Großarltal bei Nacht © TVB Großarltal
  • Hüttschlag bei Nacht © Tourismusverband Großarltal Hüttschlag bei Nacht © Tourismusverband Großarltal
  • Die Loosbühelalm bei Hüttschlag im Winter © Tourismusverband Großarltal Die Loosbühelalm bei Hüttschlag im Winter © Tourismusverband Großarltal
  • Pferdeschlitten im Talschluss von Hüttschlag © TVB Großarltal Pferdeschlitten im Talschluss von Hüttschlag © TVB Großarltal
  • Die Loosbühelalm, Innenaufnahme © Österreich Werbung / Michaela Schwarz Die Loosbühelalm, Innenaufnahme © Österreich Werbung / Michaela Schwarz
  • Kaiserschmarren © Österreich Werbung / Lisa Eiersebner Kaiserschmarren © Österreich Werbung / Lisa Eiersebner

Plaudern auf dem Pferdeschlitten

Wer auf dem Pferdeschlitten in dicke Wolldecken gehüllt durch die Winterlandschaft zieht, unterhält sich auch gern mit dem Kutscher. Wie auch die Autorin Michaela Schwarz in Hüttschlag.

Da gibt's welche, die sind jetzt schon das 27. Mal mit mir gefahren.”

Hans, Pferdekutscher

austria.info: Wie alt sind deine beiden Pferde, Hans? 

Hans: Sieben und zwölf Jahre alt, das sind Mutter und Tochter. Die Mutter ist die rechte, die heißt Lisa, und die Tochter Lotte. Das sind Pinzgauer Nordiker – sehr gemütlich, und mit den Kindern sind sie auch ganz lieb. (zeigt auf ein altes Bauernhaus)

Schau, das Bauernhaus da, das ist aus dem Jahr 1521. Damals haben‘s halt noch gewusst, welches Holz man nimmt und wohin man es setzen muss. Jetzt haben sie es zu einer Selbstversorgerhütte gemacht, das gefällt vielen. Und da drüben, schau, da machen’s noch Besen aus dem Reisig. (zeigt auf ein paar Reisigbündel, die hinter dem Haus gelagert werden). Das sind die besten Besen. (Hans steht auf und beginnt, eine Pumpe am Kutschbock zu bedienen)

austria.info: Was machst du da?

Hans: Naja, bis jetzt sind wir mit den Kufen auf dem Schnee gefahren, jetzt geht’s mit den Rädern weiter. Deshalb heb ich die Kufen mit der hydraulischen Pumpe an. Ich sag immer, meine ‚Blutdruckpumpe’! (lacht)

austria.info: Hast du viele Stammgäste?

Hans: Da gibt’s welche, die sind jetzt schon das 27. Mal mit mir gefahren. Die machen dann zum Urlaubsabschluss halt immer eine Pferdekutschenfahrt und kehren dann da draußen zu, im Aschaustüberl.

austria.info: Und was ist deine Lieblingstour?

Hans: Die Schlenkerfahrt nach Grossarl. (Anm.: Schlenkerfahrt = traditionelle Kutschenfahrt, mit der einstmals die Dienstboten ihr Hab und Gut zum nächsten Dienstherrn brachten). Da war ich noch bei jeder mit dabei. Eine jede Kutsche ist pumpvoll und auf den großen spielen sogar Musikanten.Früher waren es oft bis zu 34 Fuhrwerke, die da mitgefahren sind.

austria.info: Eine Geschichte, an die du dich besonders gerne erinnerst?

Hans: Einmal bin ich mit ein paar Gästen zu dem Wildgehege beim Talschluss gefahren. Ein alter Hirsch hat sich nach dem Äsen ins Heu gelegt, das machen die gern. Man hat nur noch sein Geweih gesehen. Eine Dame hat gemeint: „Schau, was für eine schöne Weihnachtsdeko“. Na, die hat schön geschaut, wie die Weihnachtsdeko plötzlich aufgestanden ist!“

Hüttschlag im Grossarltal © Österreich Werbung /  Pigneter Hüttschlag im Grossarltal © Österreich Werbung / Pigneter

Hüttschlag - eines von 20 Bergsteigerdörfern

Die ehemalige Bergbaugemeinde Hüttschlag liegt auf 1.020 m, ca. 8 km von Großarl entfernt am Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern. Zwar befindet nicht weit die Skischaukel Dorfgastein/Großarltal, das Dorf selbst ist jedoch ein Rückzugsort ohne Rummel und Lärm.

Bewegung aus eigener Kraft - Winterwandern und Schneeschuhwandern vor einer großartigen Bergkulisse - oder eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten zählen hier zu den bevorzugten Urlaubsaktivitäten.

Hüttschlag ist eines der 20 Bergsteigerdörfer des österreichischen Alpenvereins, die strenge Kriterien erfüllen: Eine bodenständig gebliebene Tourismusinfrastruktur, Kleinheit (nicht mehr als 2500 ständige Einwohner) und eine unberührte, durch keine Aufstiegshilfen erschlossene Bergwelt.

Per Hundeschlitten durch den Winter

Eine besondere Art den Winter hautnah zu erleben.


Ein wenig fühlt man sich wie im Hohen Norden, wenn man auf dem Schlitten stehend, gezogen von einem Huskiegespann unter Bellen und Klingeln durch die weiße Landschaft gleitet. Der kalte Wind pfeift um die Ohren, die Schneedecke auf Feldern und Wäldern glitzert im Sonnenlicht – Winter soweit das Auge reicht. Das Besondere an einer Fahrt mit Musher und Rudel sind der hautnahe Kontakt zur Natur und das Erleben der engen Verbindung zwischen Mensch und Tier. Das Team Mensch-Hund vereint eben eine Jahrtausende alte Geschichte.

Husky-Tour im Bregenzerwald © Bregenzerwald Tourismus Husky-Tour im Bregenzerwald © Bregenzerwald Tourismus

Die besten Empfehlungen für Hundeschlittenfans

Auf einem Schlitten stehend von einem Hundegespann durch die verschneite Landschaft gezogen zu werden - das ist ein Wintererlebnis der ganz besonderen Art.

Nockberge Longtrail - Der Nockberge Longtrail bedeutet für Musher und Rudel eine besondere Herausforderung

Hundschlittenfahrten im Waldviertel - Zweitägige Musherkurse geben Einblick in die Welt des Schlittenhundefahrens

Huskyranch im Waldviertel - Schlittenhundefahrten bei Nacht

Huskytouren in Vorarlberg - Sechs unterschiedliche Huskytouren für sechs unterschiedliche Interessensgruppen

Schlittenhunde Camp und Rennen im PillerseeTal - Schlittenhundekurse, Lagerfeuerromantik, Iglus bauen sowie Schlittenhundefahrten für Kinder




 
Met een beetje geluk spot je wilde dieren tijdens het sneeuwschoenwandelen © Osttirol Tourismus Met een beetje geluk spot je wilde dieren tijdens het sneeuwschoenwandelen © Osttirol Tourismus

Auf Wildtierbeobachtung

Psst! Wer das scheue Rot- und Rehwild bei der Nahrungsaufnahme beobachten will, muss muxmäuschenstill sein. Dann wagen sich die Tiere an die hölzernen Futterhütten und Tröge, welche die Jäger und Förster in den tief verschneiten Wäldern mit Heu und Mais befüllen.

In der harten Winterzeit finden die Tiere häufig nicht genügend Nahrung und würden ansonsten verhungern. An vielen alpinen Orten ist es möglich, die scheuen Rehe und Hirsche aus nächster Nähe bei der „Äsung“, wie die Nahrungsaufnahme in der Fachsprache genannt wird, zu beobachten. Ein besonderes Erlebnis für alle Tierliebhaber.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Bildrechte

Die Österreich Werbung betreibt unter den Hauptdomains <a href="http://www.austria.info" target="_blank">www.austria.info</a> bzw. <a href="http://www.austriatourism.com" target="_blank">www.austriatourism.com</a> Websites, die in erster Linie der Bewerbung Österreichs als Fremdenverkehrsland dienen.