Please choose Language or Country
or

Pilgern am Johannesweg

Am Johannesweg bei einer 3-tägigen Pilgerreise eine Auszeit nehmen und die Magie des Mühlviertels spüren. Fürs Pilgern gibt es viele gute Gründe.
 

Wandern durch sanfte Hügellandschaften

Zwischen den sanften Grashügeln und weiten mystischen Nadelwäldern des Mühlviertels führt der 84 km lange Johannesweg: Ein Pilgerweg mit 12 Streckenposten, der 2012 ins Leben gerufen wurde. Gelbe Schildchen markieren die Route durch die naturbelassene Landschaft, die nur von einzelnen traditionell gebauten Bauernhöfen getupft ist. Dass es sich hier um eine ganz besondere Gegend handeln muss, spürt man sofort. Die Flüsse folgen querfeldein ihrem ursprünglichen Verlauf und auch die Wälder scheinen unendlich. Die Landschaft strahlt eine spezielle Kraft aus, durch die man sich leicht auf diese Erfahrung einlassen kann.


Warum pilgert man?

Beim Pilgern konzentriert man sich nicht nur auf den physischen Weg, der am Johannesweg an verfallenen Burgruinen, wilden Flussläufen oder vermoosten Findelsteinen vorbeiführt, sondern nimmt auch seinen persönlichen Weg genau unter die Lupe. Im „Schutz des Pilgertums“ kann man – aus sicherer Distanz – auf sein Leben blicken und abschätzen, resümieren, kritisieren, Alltagssorgen vergessen und vor allem: sich selbst besser kennenlernen. Für viele Pilger bedeutet eine Pilgerreise ein Neuanfang für einen neuen Lebensabschnitt. Es hilft, den Kopf frei zu bekommen, um so unbelastet eine neue Phase zu beginnen. Durch das Gehen gewinnt man Abstand zum Alltag und kann seine Sorgen nüchterner betrachten. Manche unternehmen eine Pilgerreise als bewusstes Zeichen der Dankbarkeit für eine Genesung oder für das Glück, das sie im Leben hatten. Die Motive dafür sind also vielfältig und mit jedem Schritt geht es in Richtung „ich“.


In Ruhe für sich selbst da sein

Alles kann, nichts muss – das ist die Devise. Druck und Stress sind beim Pilgern fehl am Platz. Es geht ums Erfahrungsammeln, ums Sichsammeln. Der Weg gibt einem den geschützten Rahmen für etwas, das man sich im normalen Leben kaum zugesteht: nur an sich selbst zu denken, ohne schlechtes Gewissen. Man schenkt sich bewusste Zeit – Zeit mit sich allein oder mit seinem Weggefährten. Der richtige Gefährte ist Gold wert, denn beim Pilgern muss man auch gut gemeinsam schweigen können. Menschlichkeit wird beim Pilgern großgeschrieben, denn auch die Einheimischen, die entlang des Johannesweges wohnen, strahlen eine besondere Herzlichkeit aus. Und jedes „Grüß dich“, das einem von der Weite zugewunken wird, spornt zum Durchbeißen an, selbst wenn die Füße noch so brennen.


Es geht nicht spurlos an einem vorüber

Das Pilgern macht etwas mit einem. Man genießt das Hier und Jetzt und freut sich über diese Zeitlosigkeit. Der Johannesweg dauert 3 bis 4 Tage und bietet die perfekte Möglichkeit, auch einmal spontan dem Alltag entfliehen zu können und sich eine Auszeit zu schenken.
 

Rund ums Pilgern

Way of St John - Mühlviertel © © Österreich Werbung / Lukas Beck Way of St John - Mühlviertel © © Österreich Werbung / Lukas Beck

Der Johannesweg im Mühlviertel

  • Weglänge: 84 km
  • Gehzeit: Je nach Kondition 3 oder 4 Tage
  • Start: Bei diesem Rundwanderweg kann man in jeder Gemeinde einsteigen.
  • Teilnehmende Gemeinden: Pierbach, Schönau im Mühlkreis, St. Leonhard bei Freistadt, Weitersfelden, Kaltenberg, Unterweißenbach, Königswiesen
weitere Infos: www.johannesweg.at, www.muehlviertleralm.at
richtige Wanderausrüstung © Lukas Beck richtige Wanderausrüstung © Lukas Beck

Tipp

Blasen wie weggeblasen

Die schönste Wanderung macht keinen Spaß mit Blasen an den Füßen. Diese kann man vermeiden, indem man mit eingegangenem Schuhwerk marschiert. Je nach Härte des Materials sollte man bereits ein bis drei Spaziergänge damit unternommen haben, bevor man die Wanderung antritt.

Auch die Wahl der richtigen Socken ist nicht zu vernachlässigen: Baumwollsocken fördern ein warmes und feuchtes Klima im Schuh, was zur Blasenbildung führt. Also lieber auf Merinowolle zurückgreifen oder Funktionssocken verwenden. Ein geklebtes Tape an den empfindlichen Stellen schützt zusätzlich vor Reibung. Bei Pausen sollte man immer die Schnürsenkel nachziehen, um wieder mehr Halt im Wanderschuh zu bekommen.

Entlang des Johanneswegs

  • Johannesweg - Mühlviertel © © Österreich Werbung / Lukas Beck Johannesweg - Mühlviertel © © Österreich Werbung / Lukas Beck
  • Ruine Ruttenstein © © Österreich Werbung / Lukas Beck Ruine Ruttenstein © © Österreich Werbung / Lukas Beck
  • Pilgern - Johannesweg © © Österreich Werbung / Lukas Beck Pilgern - Johannesweg © © Österreich Werbung / Lukas Beck
  • Sonnenuntergang © Lukas Beck Sonnenuntergang © Lukas Beck
  • Abendstimmung am Johannesweg © Lukas Beck Abendstimmung am Johannesweg © Lukas Beck
  • Johannesweg © Lukas Beck Johannesweg © Lukas Beck
  • Bauernhof am Johannesweg © Lukas Beck Bauernhof am Johannesweg © Lukas Beck
  • Pilgern entlang des Johanneswegs © Lukas Beck Pilgern entlang des Johanneswegs © Lukas Beck
  • Johannesweg, Muehlviertel © Lukas Beck Johannesweg, Muehlviertel © Lukas Beck
  • Pilgerweg © Lukas Beck Pilgerweg © Lukas Beck
  • Johannesweg © Lukas Beck Johannesweg © Lukas Beck

“Pilgern heißt, wach sein für die Chancen des Augenblicks: Ganz bei mir, offen für den Weg, unterwegs zum Ziel”

Peter Müller, Pilgerbegleiter und Autor

Pilger FAQs


Wer kann pilgern?
Jeder! Es geht beim Pilgern nicht um die Leistung oder die Anzahl der Kilometer, sondern um das bewusste Gehen und die Auszeit.
 
Wie packe ich meinen Rucksack?
Wichtig sind gut eingegangene Wanderschuhe, um Blasen zu vermeiden, Sonnen- und Regenschutz, ein Erste-Hilfe-Set und wer will, Wanderstöcke. Man benötigt Wanderkleidung und „Ruhe-Kleidung“ – wenn man abends Essen geht oder sich unterwegs eine Stadt ansehen möchte. Das Gewicht des Rucksacks soll so gering wie möglich sein. Auf manchen Pilgerwegen – wie auch am Johannesweg – bieten die Herbergen ein Gepäckservice an, der das Gepäck zur nächsten Station bringt.
 
Was kostet das Pilgern?
Pro Tag sollte man mit 30 bis 50 Euro rechnen – je nachdem, welche Unterkunft man wählt bzw. wie man sich unter Tags versorgen möchte.
 
Wie organisiert man die Unterkunft?
Beim Pilgern passt man die Strecken oft der Tagesverfassung an – somit geschieht die Unterkunftssuche eher spontan. Das ist okay, wenn man alleine oder zu zweit wandert. Ist man aber in einer größeren Gruppe unterwegs, sollte man die Unterkunft auf jeden Fall vorab reservieren. Am Johannesweg gibt es etwa 30 familiär geführte Unterkünfte und somit eine knappe Kapazität – deswegen empfiehlt sich auch hier eine Reservierung der Herberge.
 
Um wie viel Uhr startet man den Pilgertag?
Je nachdem, wie viel man sich für den Tag vornimmt. Man sollte jedoch zwischen 7 und 9 Uhr starten, um nicht in die Mittagshitze zu geraten. Außerdem kann man dann „nach getaner Arbeit“ den Nachmittag gemütlich an einem See verbringen oder sich etwas ansehen.
 
Ab wann „bringt“ das Pilgern etwas?
Prinzipiell gilt: Jeder Schritt zählt. Auch wenn man nur einen Tag bewusst geht, schafft man sich so selbst eine Auszeit. Je länger man aber pilgert, desto eher kommt man in den Flow und kann seine Sorgen über Bord werfen.
 
Gibt es Regeln beim Pilgern?
Nein. Wichtig ist nur, auf die Wegmarkierungen zu achten und sich auf öffentlichen Wegen zu bewegen, um nicht auf Privatbesitz zu geraten und um die Natur zu schonen.

Wo kann man in Österreich pilgern?

Weitwanderwege in Österreich

Pilgern von Wien nach Maria Zell

  • Johannesbrunnen © © Österreich Werbung / Lukas Beck Johannesbrunnen © © Österreich Werbung / Lukas Beck

    Johannesweg-App

    Die „Johannesweg-App“ informiert die Pilger über deren aktuellen Standort am Johannesweg und zeigt die Wanderroute an. Auf der Karte sind die zwölf Stempelstationen eingezeichnet sowie sämtliche Einkehr- und Schlafmöglichkeiten.

    Tablet / Mobile

Wetterprognose

Bildrechte

Die Österreich Werbung betreibt unter den Hauptdomains <a href="http://www.austria.info" target="_blank">www.austria.info</a> bzw. <a href="http://www.austriatourism.com" target="_blank">www.austriatourism.com</a> Websites, die in erster Linie der Bewerbung Österreichs als Fremdenverkehrsland dienen.